Lampedusa

Seit Freitag rund 2.000 Flüchtlinge eingetroffen

29. Mai 2011 10:06

Aus Libyen und Tunesien

Rom - Die süditalienische Insel Lampedusa stöhnt unter einer neuen Flüchtlingswelle. Seit Freitag erreichten über 2.000 Flüchtlinge die 20 Quadratkilometer große Insel zwischen Tunesien und Sizilien. Nachdem in der Nacht auf Samstag die italienische Küstenwache 347 Bootsflüchtlinge aus Nordafrika in Sicherheit brachte, erreichte ein zweites Boot mit mehr als 600 Flüchtlingen am Samstagnachmittag den Hafen der Insel. Die italienische Küstenwache musste in der Nacht auf Sonntag auch ein Boot mit etwa 150 Migranten aus Tunesien in Sicherheit bringen, das am Samstag vor Lampedusa in Seenot geraten war.

Am Freitag waren mehrere Boote mit insgesamt circa 900 Menschen auf Lampedusa eingetroffen. Zu ihnen zählen auch 200 Tunesier, die wegen eines zwischen Italien und Tunesien geltenden Anti-Migrations-Abkommens demnächst abgeschoben werden sollen.

In den vergangenen zehn Tagen davor war es auf der kleinen Mittelmeerinsel ruhiggeblieben. Seit Beginn der nordafrikanischen Unruhen im Jänner haben über 30.000 Menschen die Insel Lampedusa erreicht. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Tunesier. In den letzten Wochen hat die Zahl der Kriegsflüchtlinge aus Libyen stark zugenommen. (APA)

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daspo
31.05.2011 21:45
Offenes Mail an das BMI Teil 2

Deshalb appellieren wir an Sie aufgrund der Artikel 3 (Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit), Artikel 14 (Recht auf Asyl) und Artikel 25 (Recht auf Nahrung, Kleidung, Unterkunft und ärztliche Versorgung), der italienischen Regierung anzubieten, unverzüglich 500 Flüchtlinge von Lampedusa aufzunehmen und die Möglichkeit zur Integration zu schaffen. Wir wünschen uns, dass unser Land wieder an die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft anknüpft, wie dies zum Beispiel in den 50er Jahren nach dem Ungarnaufstand und während des Bürgerkrieges in den 90er Jahren im damaligen Jugoslawien geschah. Damals hat Österreich mehrere 100.000 Flüchtlinge aufgenommen, die mittlerweile zum größten Teil sehr gut integriert sind. mfg

sljudanka
03.06.2011 14:48
Dieese Formulierungen der UNO und div. Humanorganisationen sind ja schön

aber - zur Umsetzung dieses "Rechts auf Leben" bedarf es vieler Umstände, die nicht gratis oder selbstverständlich sind.

Eine der Ursachen für die evidente Not in diese Ländern ist die hohe Geburtenrate.

Wenn wir uns so stark vermehrt hätten wie die Palästinenseer oder die ÄGypter, hätte Österreich heute 80 Millionen Einwohner, Die BRD hätte 650 Millionen Einwohner!!

Da wären wir auch Auswanderungsland, und die Verhältnisse wären bei uns erdrückend, wenn nicht sogar unmenschlich!!

Was sollen hehre Parolen bringen?

Ein Volk braucht zum Leben reale Umstände und Voraussetzungen (u.a. Wasser, Boden, Infrastruktur, etc.).

Die Schaffung dieser Grundlagen und Bereitstellung liegt aber in der Verantwortung der Länder selber.

daspo
08.06.2011 18:56
geburtenraten

das mit den höheren geburtenraten nordafrikas stimmt, aber der vergleich der bevölkerungsdichte der staaten zeigt folgendes:
libyen: 3,3 einwohner pro km2
tunesien 61 einwohner pro km2
österreich rd. 100 einwohner pro km2
(daten siehe wikipedia)

es liegt daher nahe, dass die flucht aus politischen und wirtschaftlichen gründen erfolgt und nicht aufgrund der bevölkerungsanzahl/geburtenrate.

daspo
08.06.2011 18:48

wir beziehen und in unserem - noch unbeantworteten - mail an das bmi auf jene personen, die aus ihren ländern schon geflohen und in lampedusa angekommen sind und dort unter schwierigsten bedingungen leben. diesen muss gehoflen werden. österreich und seine bundesländer soll dazu seinen beitrag leisten, wie das übrigens aus südttirol tut:
http://www.provinz.bz.it/de/aktuel... _id=364116
die menschenrechte sind keine "parole", sondern bieten genau dazu eine grundlage und verpflichtung!
es ist natürlich unbestritten, dass den ländern von nordafrikas vor ort auch unterstützt werden muss, aber das geht nun einmal nicht so schnell...

Dagmar Rehak Wien
 
01.06.2011 14:01

Dem schließe ich mich an.

daspo
31.05.2011 21:32
Offenes Mail an das BMI Teil 1

Sehr geehrte Frau Innenministerin Mag. Mikl-Leitner!

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Kurz!

Wie wir am 29. 05. 2011 [1] dem Standard entnommen haben, sind wieder 2000 Flüchtlinge aus Tunesien und Libyen auf der italienischen Insel Lampedusa eingetroffen. Dies stellt für Italien eine große Herausforderung dar. Wir sind eine Gruppe von 6 StudentInnen des Masterstudiums für Soziale Arbeit, Sozialpolitik und -management des MCI Innsbruck. Im Rahmen unserer Ausbildung beschäftigen wir uns gerade mit der Thematik der Menschenrechte. Wir sind überzeugt, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte eine Basis der österreichischen Politik darstellt.

Ponticus
01.06.2011 11:18

Was hat Kurz mit "Flüchtlingen" zu tun?

daspo
31.05.2011 21:35
Offenes Mau

daspo
31.05.2011 21:32
offenes Mail an das VN

politint
30.05.2011 20:37
Flüchtlinge

Warum flüchten die eigentlich alle? Der Westen hat ja bereits schon oder ist noch dabei den großen Frieden und Wohlstand zu bringen!!!!!

Dagmar Rehak Wien
 
29.05.2011 18:26

Man könnte die NATO bitten, mit dem Krieg aufzuhören; dann gibt's auch keine Flüchtlinge. Italien ist ja hier in einer Doppelrolle, einerseits Kriegstreiber, andererseits Erstanlaufstelle für die Folgen.

utt=c²uxx+f
30.05.2011 10:47

Es gab schon Flüchtlinge als Demonstranten von libyschen Landsleuten ermordet wurden.

Dagmar Rehak Wien
 
01.06.2011 14:04

Das waren eher völlig unbeteiligte Passanten, die von einem aufgehetzten Mob eingekreist, getötet und mit den Füßen nach oben aufgehängt wurden.

die naive
29.05.2011 14:35
Wie wohl die heimische Bevölkerung mit

diesen extrem vielen Flüchtlingen zu recht kommt?

Interessanterweise berichten die Medien nicht darüber.

muppetbasher
28.05.2011 21:36
Angesichts dieser Meldungen wird der Scheuch sich schon überlegen,

wie wir die nächsten Angstzustände bekommen sollen!
Gell?

Waldviertler1
28.05.2011 14:59
ich wünsche Europa, dass es hunderttausende Afrikaner (aus lybischen Lagern .....) nach Europa schaffen.

Anders kann man diese scheinheiligen Politiker nicht enttarnen, weil es scheint nicht wirklich viele Leute heute zu interessieren, wer der beste Freund dieser Diktatoren war, nämlich der gesamte Westen, sonst würden hier nicht soviele NATO, Obama & USA Fans die Kriege bejubeln.

Schaut euch mal die Privatisierungen, Ölverträge, Abkommen etc.... mit Ägypten & Lybien an, die der Westen in den letzten Jahrzehnten abgeschlossen hat. Was glaubt ihr den, woher die Mubarak Family 40-50 Mrd. € her hat?!

Aber ein Friedensnobelpreisträger muss ein Kriegstreiber sein, hat dass hier noch niemand begriffen!*! Wer hat das Dynamit erfunden?

jolo -
29.05.2011 09:39

"... woher die Mubarak Family 40-50 Mrd. € her hat?! "

Und auf die Gaddafi-Familie vergessen sie ganz ? Die haben sich im gleichen Ausmaß bereichert.

verleih nix
28.05.2011 11:29
ägypten und tunesien hat schon eine million aufgenommen

e.kronberg
30.05.2011 12:27

dort ist auch mehr Platz.

verleih nix
30.05.2011 15:41

sie waren offensichtlich noch nie dort.

Johannes Benn
29.05.2011 15:12
,

das darf man aber auch erwarten. es sind ja auch nachbarlaender.

verleih nix
29.05.2011 17:25

jaja und wir haben bis vor einem monat noch eu-bürger, also praktisch inländer, am arbeiten gehindert.

jo eh
31.05.2011 01:59

am arbeiten (bzw. an einer existenzsichernden erwerbstätigkeit) werden in österreich auch mehr als 300.000 arbeitslose "gehindert".

jo eh
31.05.2011 01:58

wieder mal die unzulässige vermischung von asyl mit wirtschaftszuwanderung.
es ist ein unterschied, ob ein mensch vor verfolgung und krieg flüchtet oder ob er im nachbarland arbeiten will.

verleih nix
31.05.2011 10:19

sie dürften es nicht bemerkt haben: österreich hat sich 1995 entschlossen der eu beizutreten und ist seither teil derselben.

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