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Um drei Prozentpunkte war die Wahlbeteiligung bei der ÖH-Wahl 2011 höher als 2009, als ein historischer Tiefststand erreicht wurde. Das ist schön, weil jede einzelne zusätzliche Stimme wichtig und wertvoll ist für das Gelingen einer Demokratie. Aber 28 Prozent Wahlbeteiligung sind noch immer extrem wenig.
Warum gehen so wenige Studierende zu "ihrer" Wahl? Weil viele von ihnen wissen, dass es seit 2005 gar keine richtige "Wahl" mehr ist. Denn das österreichweite Studentenparlament können sie nicht mehr selbst wählen, nur noch die Vertretung auf Uni-Ebene, die ganz andere Aufgaben - näher am studentischen Alltag - hat. Damit wurde die Bundes-ÖH als politischer Player geschwächt.
Die abgeschaffte Direktwahl der Bundesvertretung ist ein Erbe von Schwarz-Blau. Mit einem demokratiepolitischen Handstreich wollte diese Regierung die "falsche" Regierung im Studentenparlament durch ein neues ÖH-Wahlrecht wegreformieren. VSStÖ und Gras, "die Linken", hatten - nach Einführung der Studiengebühren - die Erbpacht der ÖVP-nahen AG durchbrochen. Ironie der Geschichte: Auch die nächste "Wahl" gewannen VSStÖ und Gras.
"Richtige" ÖH-Wahl hieße: Die Studierenden wählen für ihr Parlament ihre repräsentativen Abgeordneten, die sich in den (hochschul-)politischen Diskurs im Land einbringen. Im Zweifel immer mehr Demokratie als zu wenig. Denn demokratiearme Wahlen machen Demokratien arm. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, Printausgabe, 28./29.5.2011)
- auf www.zpa.at fordern wir die Beendigung der Zwangsmitgliedschaft in der ÖH !
die leute gehen nicht zur ÖH Wahl nicht weil es kein direktes Wahlrecht gibt, sondern weil die ÖH aus einem Haufen Kasperln besteht. Im Gegenteil, ich denke wenn man die Vertretungen an den Unis mehr in den Mittelpunkt stellen würde, würden eher mehr Leute wählen gehen. Die Bundes-ÖH redet mit ihrer abstrus-linken Schwerpunktsetzung einfach an ~80% aller Studenten komplett vorbei.
Warum sitzt denn der "abstrus-linke" "Haufen Kasperln" in der ÖH? Weil die Studenten sie gewählt haben!
Wenn die Bundes-ÖH an den Studenten völlig vorbeireden würde, dann würden die Studenten doch einfach andere Parteien wählen. Aber stattdessen interessiert sie's einfach nicht. Naja, selber schuld.
Abgesehen davon wird die ÖH in der Politik nie etwas mitzureden haben, weil sie, mal abgesehen von ein paar Hörsaalbesetzungen, keine Druckmittel hat. Aber selbt die Hörsaalbesetzungen schaden ja langfristig auch den Unis und Studenten und nicht der Regierung. Die paar Wählerstimmen, die die ÖH vertritt, machen bei einer "richtigen" Wahl auch keinen großen Unterschied aus, da konzentriert man sich lieber auf andere Wählergruppen. Also wenn die Regierung ein die Unis betreffendes Gesetz erlassen will, dann macht sie es auch. Die ÖH darf dann halt in der ZIB eine Stellungnahme dazu abgeben.
die ÖH- Studentenkammer ist nichts anderes als eine durch Zwangsmitgliedschaft finanzierte Spielwiese für zukünftige Parteikader, - die einzelnen Parteien wälzen so die Kosten für Nachwuchstraining auf die Allgemeinheit der Studierenden ab, - so wie es eben im übrigen politischen System in Ö auch funktioniert.
Wie kommen Sie zu ihrer Behauptung, dass die ÖH eine Spielwiese für künftige Parteikader sei? Haben sie dafür Belege?
Auf Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96H) findet man eine Liste sämtlicher ÖH-Vorsitzender seit 1945. Von all diesen Personen haben die wenigsten später irgendein bundespolitisches Amt inne gehabt. Man sollte schon ein bisschen fundierter vorgehen bei seiner Kritik und nicht einfach nur Phrasen dreschen!
Ihr Artikel ist für die Katz. Ich wüsst jetzt keinen Studenten, den dieses ÖH-Parlament interessiert, nicht mal mich, der sich als sehr politikinteressiert bezeichnet.
Aber dieses Kasperltheater was da jetzt schon abläuft, mit einer Direktwahl wäre das noch viel schlimmer, wobei dann würds wahrscheinlich noch weniger interessieren, da alles noch viel wienlastiger wäre. Diese ÖH-Bundeszeitschrift, die einem da manchmal zugeschickt wird, landet bei mir immer gleich im Müll: Voll von irgendwelchen Wiener Gschichterln, Gendersachen und absolut nix Relevantes, was mir als Studierendem nützen würde!
Und auch ansonsten fühl ich mich von diesem GRAS/VSStö-Klotz nicht vertreten.
nicht zur wahl gegangen
einfach weil ich die öh nicht legitimieren will. eine interessensvertretung ist gut und recht, aber ohne dubioser zwangsmitgliedschaft und fragwürdiger mittelverwendung
und das hängt nicht (nur) von den fraktionen ab, sondern von der institution als solches
und es stellt sich auch die meiner meinung nach berechtigte frage, ob wirklich alles mit wahlen und demokratie sinnvoll zu entscheiden ist. gerade wenn es um bereiche geht, wo nicht herrschaft oder die thematik der gesetzgebung zu klären sind.
vielleicht denkt ja der ein oder andere (öh-)nichtwähler ähnlich?
freue mich auf grün-rote reaktion bzw. auch von allen anderen fraktionen ;)
Die ÖH Wahlen interessiert keinen Studenten, weil:
a) kein Mensch durchblickt wen/was man da genau wählt (die Kandidaten sind auf meiner Uni (mdw) vorgestellt mit 2zeiligen Absätzen im ÖH Magazin)
b) die ÖH nullkommajosef präsent ist ... Ausnahme: zu Weihnachten vor der Uni schön Punsch verkaufen (tolle Leistung)
c) die ÖH sowieso wies mir scheint nur Spielwiese für angehende Politiker (bzw Möchtegernpolitiker) ist, und und der Profilierung bzw. Präsenz dergleichen dient (Danke Sigrid für deine wertvollen gesellschaftspolitischen Kommentare immer)
An unserer Studienrichtung (PoWi) sind 4000 Leute inskribiert von denen überhaupt nur 1500 prüfungsaktiv sind (laut Angabe des UNIVIE Controllings). Wählen waren 1100. Das ist vielleicht ein Extremfall, weil ma schnell mal in PoWi inskribiert, aber generell schätz ich mal Daumen mal Pi das sicher knapp die Hälfte der aktiven Studierenden auch zur Wahl geht, an Unis ist es halt im Gegensatz zur AK halt leichter wahlberechtigt zu sein.
so ein schwachsinn, erstens weiß kaum ein student wie das wahlsystem funktioniert und ich hab noch keinen getroffen dens interessiert ob das jetzt eine direkt wahl oder eine beschickung ist.
zweitens geht keiner hin weil die ÖH nicht einmal probiert sich als vertretung für alle zu repräsentieren und absurdeste Tätigkeiten fördern die nicht einmal ansatzweise für die Studenten repräsentativ sind. Da läufts so wie in der echten politik, wer die kasperln an der spitze lächerlich findet geht oft erst gar nicht zur wahl.
Jeder Student ist für JEDE Studienrichtung, die er belegt, für jede Uni auf der er eingeschrieben ist, wahlberechtigt. So kommt es z.B. dass manche Fraktionsmitglieder offiziell gleichzeitig Soziologie, Mechatronik, Wirtschaftsinformatik, Jus und Medizin studieren, vielleicht sogar in verschiedenen Städten.
Das tolle Wahlgesetz machts möglich.
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