Zahlen mit Plastikgeld im Urlaub kann teuer kommen

  • Wer mit Kreditkarte Geld abhebt, zahlt unter Umständen saftige Spesen.
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    Wer mit Kreditkarte Geld abhebt, zahlt unter Umständen saftige Spesen.

Im Euro-Raum fährt man mit Bankomatkarte am günstigsten - Wo es keinen Euro gibt, muss man mit Spesen bis zu fünf Prozent rechnen

Wien - Beim Zahlen und Geldabheben im Ausland kann man sich leicht im Spesendickicht verirren. Relativ licht ist es noch im Euro-Raum. Bei der Bankomatkarte fallen hier keine Spesen an. Mit der Kreditkarte zahlt man nur beim Geldabheben, dann aber kräftig: Es schlagen "drei Prozent, mindestens aber 2,5 bis 4 Euro" zu Buche, so Gabriele Zgubic, Leiterin der AK-Konsumentenpolitik, in einer Aussendung. Hebe man aber kein Bargeld ab, dann komme man in diesen Ländern ohne Kreditkarten-Spesen aus.

Außerhalb des Euro-Raumes ist noch mehr Vorsicht geboten. "Wer mit der Maestro-Karte Bargeld abhebt, hat Gebühren von 0,75 Prozent plus 1,82 Euro. Bargeldloses Zahlen kostet 0,75 Prozent plus 1,09 Euro", so Zgubic. Ziehe man sein Geld vom Geldautomat, komme das also teurer als eine Zahlung direkt im Geschäft oder Restaurant. 100 Euro im Türkeiurlaub kosten an Bankomat-Spesen bei Barabhebung 2,57 Euro und bei Direktzahlung 1,84 Euro.

Richtig teuer wird es aber erst mit der Kreditkarte. "Wer Geld abhebt, zahlt zusätzlich zu drei Prozent Gebühren noch eine Manipulationsgebühr von bis zu zwei Prozent", so Zgubic. Für 100 Euro Bargeld würden dann bis zu 105,50 Euro (Diners Club) abgebucht. Begleicht man seine Rechnungen direkt an der Kasse, belaufen sich die verrechneten Manipulationsgebühren auf ein bis zwei Prozent.

Bei den Kreditkarten lohnt es sich auch, auf das Gesamtpaket zu achten. "Das Angebot ist breitgefächert und geht von einer einfachen Karte ab einer Jahresgebühr von 18 Euro bis hin zu Karten mit Versicherungsschutz, etwa für das Reisegepäck", sagte Zgubic. Mastercard- und Visa-Kreditkarten gibt es in Österreich auch zum Aufladen. Diese sogenannten Prepaid-Karten werden durch Bareinzahlung oder Überweisung verwendbar. Die Gebühren fürs Aufladen machen laut AK null bis ein Prozent aus. (APA)

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