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Auch wenn sich die Geschäftslage der heimischen kleinen und mittleren Unternehmen heuer deutlich gebessert hat, bleiben einige Schwachstellen. Bei den Gewinnen zum Beispiel sieht es nicht für alle rosig aus: "Die Ertragslage hat sich trotz aller Erholungstendenzen noch nicht wieder völlig normalisiert", berichtet Creditreform-Chef Rainer Kubicki im Mai. Der Aufschwung ist laut Umfrage in der Ertragssituation noch nicht angekommen. Nur bei einem Viertel gibt es steigende Gewinne. "In jüngster Zeit hat sich die Eigenkapitalproblematik im Mittelstand wieder verschärft", warnt Kubicki.
Die Kapitaldecke bei den heimischen Mittelständlern ist im traditionell stark fremdkapitalfinanzierten Umfeld seit jeher dünn. Derzeit weisen 23,6 Prozent der KMU eine Eigenkapitalquote von unter zehn Prozent ihrer Bilanzsumme auf. Die Situation hat sich allerdings in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, wie Peter Voithofer, Chef der KMU-Forschung Austria im Gespräch mit derStandard.at betont. Im Bilanzjahr 2008/09 verfügten sie über eine Durchschnittsquote von rund 25 Prozent. Auch die traditionell besonders schwachbrüstigen Tourismusbetriebe haben ihre Kapitalbasis auf stabilere Beine gestellt.
Basel III kommt 2013
Für eigenkapitalschwache Unternehmen wird es allerdings mit Basel III nicht leichter, sich zu finanzieren. Viele befürchten, dass die neuen Eigenkapitalvorschriften, die 2013 in Kraft treten sollen, eine Verschärfung in Sachen Kreditvergabe mit sich bringen könnten. Öffentlichkeitswirksam hat Erste-Group-Chef Andreas Treichl kürzlich dramatische Aussichten für das vielbeschworene "Rückgrat der heimischen Wirtschaft" heraufbeschworen. Für die Banken bedeutet Basel III nämlich, dass sie ab dann eine Eigenkapitalquote von mindestens acht Prozent aufzuweisen haben, der Anteil des so genannten harten Kernkapitals ("Core Tier 1" besteht aus einbezahltem Kapital, offenen Reserven und Gewinnvorträgen) soll von zwei auf 4,5 Prozent steigen.
Um diesen Vorgaben gerecht zu werden, können die Kreditinstitute einbehaltene Gewinne in quasi unantastbares Eigenkapital verwandeln, eine Kapitalerhöhung versuchen oder höhere Zinsen verlangen und die Kreditkonditionen "anpassen". Im Endeffekt wird es wohl eine Mischung werden. Steht die vielfach bereits in den vergangenen zwei Jahren gefürchtete und gesehene Kreditklemme nun tatsächlich ins Haus? "Die Situation ist eher unaufgeregt", sagt Voithofer. Dass die bei der Kreditvergabe stärker in Rechnung genommenen Faktoren auf breitere Beine gestellt wurden, dieser Wandel habe sich ohnedies bereits seit mehreren Jahren vollzogen. Dass die Zeit des billigen Geldes vorbei ist, hat sich aber auch schon Anfang April durch die Erhöhung der Leitzinsen der Europäischen Zentralbank auf 1,25 Prozent abgezeichnet.
Moderate Kosten für Kredite
Die Kreditfinanzierungskosten sind für KMU in Österreich derzeit dennoch relativ moderat. Für Unternehmenskredite unter einer Million Euro fallen durchschnittlich 2,65 Prozent, für Summen über einer Million Euro 2,29 Prozent Zinsen an. Im EU-Durchschnitt liegen die Zinsen durchaus deutlich darüber. Bürgschaften und Garantien der öffentlichen Hand federn außerdem auf wirtschaftspolitischer Ebene die Probleme in der Finanzierung über Kredite ab.
Das Austria Wirtschaftsservice (AWS) stellte etwa von Jänner bis März der österreichischen Wirtschaft 139 Millionen Euro an Förderungsmitteln zur Verfügung. Die Förderbank der Bundesregierung vergab in diesem Zeitraum insgesamt 1.508 Förderungszusagen: Kredite, Haftungen, Zuschüsse, Eigenkapital und Beratungsleistungen. Gefördert werden alle Unternehmen, die der Wirtschafts- oder Ziviltechnikerkammer angehören (mit Ausnahme der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft). Die Bandbreite reicht von der Jungunternehmerförderung über die Förderung von bestehenden Unternehmen bis zur Unterstützung bei Internationalisierungsambitionen. Tourismusbetriebe im weiteren Sinn (neben der klassischen Hotellerie gehören dazu auch gewerbliche Sportbetriebe und Wettbüros) können mit der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) eine Spezialbank anzapfen.
Wer hingegen in den Umweltschutz investieren will, ist - unabhängig von der Branche - bei der Kommunalkredit Public Consulting gut aufgehoben. Förderungen gibt es hier unter anderem für Investitionen rund um das Thema erneuerbare Energie, Energieeffizienz oder umweltschonende Mobilitätsmaßnahmen. Wer sich in Sachen Forschung und Entwicklung unterstützen lassen will, braucht etwas Zeit und viel Know-how, um eines der zahlreichen Förderungsprogramme der heimischen Forschungsförderungsgesellschaft in Anspruch zu nehmen. Die vielfältigen Förderprogramme der öffentlichen Hand erfordern penible Dokumentation der Forschungsvorhaben.
Andere Instrumente
Neben Krediten und Garantien können KMU aber auch auf Eigenkapital-Instrumente wie Mezzaninkapital, Beteiligungs- und Risikokapital (Venture Capital, Business Angels) zugreifen oder auch den Kapitalmarkt über Börsegänge oder Unternehmensanleihen anzapfen. "Leicht verdientes Geld" ist das alles nicht. Die Ausgabe von Anleihen ist nur erfolgsversprechend, wenn ein Unternehmen hinreichend bekannt ist. Weil mit der Begebung einer Anleihe auch Kosten verbunden sind, raten Experten zu dieser Lösung erst ab einem Emissionsvolumen von rund 70 Millionen Euro.
Wer an einen Börsengang denkt, sollte einen Emissionserlös von rund 30 bis 40 Millionen Euro schaffen. Zu bedenken ist dabei allerdings, dass ein Börsengang auch Verpflichtungen mit sich bringt: Kontakte mit Investoren, laufende Berichterstattung oder auch die Hauptversammlungen. Kleine, innovative Unternehmen sind wohl im Segment Private Equity gut aufgehoben. Banken gewähren diesen Start-ups kaum Kredit. In den meisten Fällen ist ein Risikokapitalgeber sinnvoller, weil dieser auch Know-how und Expertise in Bereichen wie Buchhaltung oder Unternehmensentwicklung zur Verfügung stellt.
Wer arbeitslos ist und künftig sein eigener Unternehmer werden will, kann den Start ins eigene Business auch über eine Finanzierung der Förderbank AWS schaffen. Diese hat ein sogenanntes Mikrokredit-Programm aufgelegt, das jüngst auf ganz Österreich ausgeweitet wurde. (Regina Bruckner, derStandard.at, 29.5.2011)
http://www.ideal-investor.com/
Nützlicher Link für Eigenkapital-suchende Unternehmen
von börsengängen, millionenkrediten usw. zu lesen ist: man nehme doch mal das K raus, für kleinbetrieb, und vergegenwärtige sich die realität: ohne besicherung, die idealerweise in der höhe des aufzunehmenden kapitals bereitgestellt wird (vorzugsweise hinterlegtes sparbuch), spielts gar nix.
die reine augenauswischerei.
... allen kmus, die es noch nicht wissen, dick und fett ins stammbuch geschrieben:
bei der bank austria werden ihnen anläßlich der kmu-tage billigkredite samt förderungen nachgeradezu nachgeschmissen - bin ja selbst ein nebenberuflicher kleinunternehmer, den's getroffen hat.
(und dazu serviert ihnen der herr generaldirektor höchstpersönlich ein schälchen kaffee samt schlag - das ist halt kundenservice)
bitterer ernst:
http://kmu-info-tag.bankaustria.at/domain/domain.jsp
(gelt, da staunen sie ?)
den griechen und anderen schmeißt man das Geld nach die weit weg sind ... und deren Bonität darin besteht steuersklaven zu haben mit lehren Taschen, werend vor der tür Unternehmen was handfestes angreifbares nachhaltiges produzieren
danke für die roten stricherl ..weiß zwar net warum ..aber anscheined habe ich es richtig gesehen .... und man hat sich in der farbe vertan !
oder ist man zu feige zu sagen was da nicht passt ?
grichenland ist vieeeeeeel sicherer als ein unternehmen das arbeitsplätzte hier im land haltet ... tss
Geldschweine wollen an die real erwirtschaftete Kohle von Unternehmern/Handwerkern.
Freu mich schon auf die ganzen Kfz Maier AGs und die dazugehörigen Börsenspielchen von BWL Heinis. Dumme neue Welt.
die tragen im Gegenzug zu den hohen Zinsen auch das Ausfallsrisiko. Venture Capital = Wagniskapital.
Sinnvoll sind Business Angels nur dann, wenn die ein entsprechenden Know How und Kontakte im jeweiligen Bereich haben. Das ist dann primär eine Unternehmensberatung und nicht nur ein Financier.
Da gehts nich um Buchhaltung wies im Artikel steht. Die macht der selbständige Buchhalter bzw. Steuerberater ums Eck auch.
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