Reaktion

Töchterle: "Bei Direktwahl gesprächsbereit"

27. Mai 2011, 11:16

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle: Wahlerfolg der JuLis "bemerkenswert", Abschneiden der AG "erfreulich"

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle zeigt sich ob der gestiegene Wahlbeteiligung bei den ÖH-Wahlen erfreut. "Eine starke und repräsentative ÖH ist ein wichtiger Partner für mich", so der Wissenschaftsminister in einer Aussendung am Freitag. Töchterle erwarte eine "konstruktive Gesprächsbasis" mit der neuen ÖH-Führung. Gesprächsbereit zeigte sich der Wissenschaftsminister bei einer Wahlrechtsreform der HochschülerInnenschaft: "Es gibt mehrere Forderungen und Vorschläge seitens der ÖH. Ich bin gerne gesprächsbereit, auch was die Direktwahl betrifft."

Der Minister hob in seiner Aussendung zwei Fraktionen hervor: Den Wahlerfolg der JuLis hält Töchterle für bemerkenswert, da die JuLis mit ihrer klaren Position für Studienbeiträge antraten. Auch das gute Abschneiden der AG sei "erfreulich", es zeige, dass es unter den Studierenden eine "differenzierte Sichtweise" gebe.

Faymann gratuliert VSStÖ

Noch in der Nacht hat Bundeskanzler Werner Faymann dem VSStÖ zum "ausgezeichneten Wahlergebnis" gratuliert. Positiv hob Faymann auch die gestiegene Wahlbeteiligung hervor. "In der Frage der Studiengebühren ist es wichtig, einen klaren Kurs zu verfolgen. Die SPÖ steht hier klar auf der Seite der Studierenden", so Faymann.

Grünewald "etwas überrascht"

"Etwas überrascht" vom Mandatsverlust der Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), die bisher mit Sigrid Maurer den ÖH-Vorsitz stellten, ist der Grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald. Die "gute, professionelle Arbeit der GRAS und der ÖH-Exekutive" wurde "eigentlich nicht so honoriert, wie ich es erwartet hätte". Die "überraschende und signifikante" Steigerung der Wahlbeteiligung sei jedoch ein "großer Verdienst der GRAS und der Exekutive, die gezeigt haben, dass Studierende über den Tellerrand hinausblicken können". Für Grünewald ist die Chance, die Koalition aus GRAS, Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und dem Fachhochschulklub, der Fraktion Engagierter Studierender (FEST) fortzusetzen, gegeben. Auch die Fachschaftslisten (FLÖ) kann er sich als Partner gut vorstellen. "Ich bin optimistisch, dass sich da wieder eine Koalition abzeichnet und die GRAS dabei eine zentrale Rolle spielen werden."

Widmann: ÖH als Verein

Die Abschaffung der ÖH im derzeitigen Sinne und die Umwandlung in einen Verein fordert indes der Wissenschaftssprecher des BZÖ, Rainer Widmann. "Auch die aktuelle ÖH-Wahl hat wieder gezeigt, dass die ÖH in ihrer derzeitigen Form nicht mehr zeitgemäß ist. Daher gehört die ÖH samt der Einhebung der Zwangsbeiträge abgeschafft", so Widmann.(red, APA, derStandard.at, 27.5.2011)

 

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15 Postings
Jülyet Ksantopulo
12
28.5.2011, 09:47
"gute, professionelle Arbeit der GRAS und der ÖH-Exekutive"

Mit dieser Aussage diskreditiert sich Grünewald selbst.

Captain Ludd
00
28.5.2011, 00:18

Komisch.
Als der Töchterle noch in Innsbruck war, waren sich eigentlich alle einig, dass er ein Grüner ist.

per verser
12
27.5.2011, 13:07
"In der Frage der Studiengebühren ist es wichtig, einen klaren Kurs zu verfolgen. Die SPÖ steht hier klar auf der Seite der Studierenden", so Faymann.

köstlich - der faymann sagt damit nichts, aber auch gar nichts konkretes. das kann er jetzt drehen, wie er will, je nachdem, ob ihm studiengebühren in den kram passen oder nicht.

`gsi
67
27.5.2011, 11:52

sehr gut.
Gratulation an die JuLis!

Adam Markus
52
27.5.2011, 12:21

Wenn sich der Minister ( Burschenschaftler und für Studiengebühren) über den Sieg der Liberalen und der AG freut, ist es für mich kein Grund zur Freude.

Jülyet Ksantopulo
00
28.5.2011, 09:49

Sie freuent sich sowieso bloß, wenn KSV und KSV-lili eine absolute Majorität aufwiesen.

asdf 1234
00
27.5.2011, 20:15
another_stranger_me
02
27.5.2011, 16:04

einen MKVer als burschenschafter zu bezeichnen entspricht etwa der gleichsetzung eines SPÖlers mit einem stalinisten...

Adam Markus
00
28.5.2011, 03:27

Ich kann sehr wohl zwischen nationaler und katholischer, oder einer schlagenden oder nichtschlagendenBurschenschaft uterschieden. Burschenschaft bleibt es dennoch.

another_stranger_me
00
28.5.2011, 13:10

nein, eine mittelschulverbindung kann, ebenso wie eine studentenverbindung, nicht mit einer burschenschaft gleichgesetzt werden

besonders zwischen den katholischen und den schlagenden verbindungen ist die spaltung sehr groß

falls es sie interessiert:
https://secure.wikimedia.org/wikipedia... 6sterreich

Captain Ludd
01
28.5.2011, 11:22
Nein.

Eine Mittelschulverbindung ist keine Burschenschaft.

FS4 - the science channel
44
27.5.2011, 12:57

Äh sorry, ich bin bei weitem kein großer Freund von Studentenverbindungen, aber Minister Töchterle ist mit Sicherheit kein Burschenschaftler sondern CVler. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.

another_stranger_me
00
27.5.2011, 16:00

genau genommen ist er KVer - bei der K.Ö.St.V. Sternkorona Hall im MKV

Captain Ludd
00
28.5.2011, 00:15
ganz genau genommen

hat der KV (=Kartellverband katholischer nichtfarbentragender akademischer Vereinigungen Österreichs) mit dem MKV nichts zu tun.

another_stranger_me
01
28.5.2011, 00:38
gggg

(ganz ganz genau genommen) haben Sie vollkommen recht - my bad ;)

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