Häftlinge in China für lukrative Onlinespiele missbraucht

27. Mai 2011, 09:08
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    foto: blizzard

    Vielleicht mit Credits gekauft, die von China-Häftlingen zwangsweise erspielt wurden: "Spectraltiger" aus World of Warcraft.

Während des Tages müssen Strafgefangene in China Steine klopfen, bei Nacht virtuelle Drachen töten

Onlinespieler nennen es "Goldschürfen": durch Geschick Guthaben in Onlinespielen wie World of Warcraft ansammeln, die zum Kauf von Spielfiguren verwendet oder beim Verkauf an andere Spieler in Bargeld verwandelt werden. Dieses Schema nutzen Wärter chinesischer Straflager zu ihrem persönlichen Profit: Bei Tag müssen die von ihnen bewachten Häftlinge physische Arbeit verrichten, bei Nacht in Onlinespielen Punkte sammeln. Bekannt wurde dies jetzt durch einen Bericht der britischen Zeitung Guardian aufgrund der Information eines chinesischen Whistle Blowers.

Mehr Geld durch Onlinespiele

"Die Gefängnisbosse verdienen mehr Geld, indem sie die Häftlinge zum Onlinespielen zwingen, als durch die manuelle Zwangsarbeit im Lager", erklärte der frühere Wärter Liu Dali. 2004 wurde er selbst zu drei Jahren Strafarbeit verurteilt, weil er die örtliche Regierung über Korruptionsfälle in seiner Heimatstadt informierte.

Minenarbeiten tagsüber

Liu musste untertags Minenarbeiten verrichten, Stäbchen und Zahnstocher aus Holz für den Export nach Südkorea schnitzen sowie zur persönlichen "Besserung" kommunistische Pamphlete auswendig lernen. Nach der Arbeit "mussten wir spielen, bis wir fast nicht mehr sehen konnten. Wenn wir die Quoten nicht erreichten, wurden wir in den Quartieren mit Plastikrohren geschlagen."

400.000 "Goldschürfer"

Einer Schätzung der Universität Manchester aus 2009 zufolge gibt es weltweit rund 400.000 "Goldschürfer", 85 Prozent davon in China und Vietnam - während Millionen an Onlinespielern bereit sind, diese Credits zu kaufen, um ihr Spiel voranzutreiben. Das populäre World of Warcraft hat rund zwölf Millionen Abonnenten. Die Weltbank bezifferte den Wert des "Goldschürfens" 2009 auf drei Milliarden Dollar (2,1 Mrd. Euro). (spu/ DER STANDARD Printausgabe, 27. Mai 2011)

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Obusha
 
00
30.5.2011, 08:19

da wär doch karte-zählen lernen und einmal die woche casinoabend lukrativer....

Nerdrage
51
29.5.2011, 19:11
nicht schlecht

statt stundenlang rumzufarmen zahlt man einen bruchteil seines realen stundenlohns für einen batzen gold und kann sich so auf die wirklich spass machenden inhalte in mmorpgs konzentrieren.

möchte hier keine unbezahlte werbung machen, aber es gibt auch chinesische level services, die einem das lästige hochleveln von charakteren ersparen. wer hat schon lust zum xten mal dieselbe kack-quest zu machen, nur weil man einen anderen charakter im endcontent spielen möchte und blizzard etc. einem dafür geld und zeit stehlen will?

gäb zwar sinnvolleres was die häftlinge machen könnten (z.B. strom erzeugen um die akw-problematik zu mildern), aber besser das als für nichtstun kost und logie zu bekommen.

Ex-Spectator
05
28.5.2011, 10:37

Nerdkorrektur: den Spektraltiger gibt's nicht für ingame credits sondern über ein im realen €-Markt angesiedeltes Kommerzprodukt, das WoW Trading Card Game, zu kaufen. Natürlich enorm seltene Karte, macht auf ebay 400€ aufwärts…

Briefmarkenkleber
10
31.5.2011, 18:02
Menschen, die sich mit Herkunftsfragen von Spektraltigern beschäftigen, erscheinen mir ... dumm.

grnlng
00
30.5.2011, 09:10
falsch!

da der spektraltiger schon seit einiger zeit nicht mehr beim aufheben gebunden ist kann man ihn sehrwohl auch mit wow-gold klaufen!

Noxventa
01
30.5.2011, 08:12

Stimmt. Daran merkt man dass sich viele Autoren nicht wirklich mit der zugrundeliegenden Materie beschäftigen und irgendwas schreiben was gut klingt.

trollkind
00
28.5.2011, 10:05
immer das gleiche ...

... aus dem dungeon in den dungeon ...
lg
euer trollkind

Murdock 1984
00
28.5.2011, 09:52
Immer drauf

Aber Facebook sollte auch ein wenig vom bashen und flamen abkriegen. Julian Assange würde sich freuen...

http://www.doppelklicker.de/Julian_As... 704.0.html

yarry
00
28.5.2011, 00:27

ich mein.. Spielen ist okay, aber wenn man dazu gezwungen wird?

Wenn ich jetzt z.B. die ganze Zeit über Super Mario Bros. spielen würde... ich würd mich irgendwann mal erschießen, da ich keine Möglichkeit habe dem Einhalt zu gebieten und weil das Spiel EXTREM FRUSTRIEREND ist (wie ich heute wiedermals erfahren musste), plus nach einem mehr als nur anstrengenden Tag, nach welchem man am liebsten in ein Bett fallen würde....

Unmenschlich.

Heavyweather
10
27.5.2011, 19:45

Das ist wieder so ein typischer chinesen Job...für ein bisserl Geld stundenlang zwangsspielen.

Wie lange braucht man eigentlich bis man Gold für 10€ verkaufen kann?

syntax error
10
27.5.2011, 16:31

loooool

Andreas83
12
27.5.2011, 15:33
Mah stellts euch nicht so an

Wie denkt ihr denn wies in einem chinesischen gefängis zugeht.. ich denke wow spielen, ist denen ihr geringeres problem...

Waldviertler1
00
27.5.2011, 13:52
Das sind ja Zustände, wie im alten ROM: "Brot und Spiele"

RevX
00
27.5.2011, 13:02

Ich kenne WOW nicht wirklich: Wie wird aus abgebautem virtuellem Gold reales Geld?

Anonÿm
00
27.5.2011, 13:23

Indem man ingame Geld (ingame als Gold bezeichnet) an echte Spieler gegen echtes Geld verkauft. Ebay ist voll mit so etwas.

Vendettix
00
27.5.2011, 13:22

Edit: Aus Gold wird kein reales Geld. Sie machen aus dem Gold virtuelles Geld und das virtuelle Geld verkaufen sie dann um echtes

Vendettix
00
27.5.2011, 13:21

Edit: Aus Gold wird kein reales Geld. Sie machen aus dem Gold virtuelles Geld und das virtuelle Geld verkaufen sie dann um echtes

Klappe zu, Lindwurm tot.
00
30.5.2011, 11:39

Es ist ja schon krank, dass es dafür einen Markt gibt.

Vendettix
00
27.5.2011, 13:20

Mehrer Berufe benötigen Gold um andere Sachen herzustellen.

Daher verkauft man dann das Gold im Auktionshaus und erhält dafür virtuelles Geld

Tommy1971
00
27.5.2011, 11:42
wobei sich mir die frage stellt, ...

... warum jemand solche credits überhaupt kauft! damit betrügt man sich ja selbst, oder verstehe ich das was nicht (aber ich spiele ja solche spiele nicht und insofern verstehe ich vielleicht auch nicht).

fakt ist aber: sobald es einen markt für irgendwas gibt - hier eben für die credits - wird es dort auch angebote geben, die auf verbrecherische art und weise zustande kommen. das ist ganz normal, weil billiger.

Vendettix
01
27.5.2011, 12:15

Vielleicht kann ich Ihnen ein wenig Licht ins Dunkel bringen:

Man zahlt ja bei WOW (zB) eine monatliche Grundgebühr von etwa 12 €.

Manche Dinge kosten in der virtuellen Welt extrem viel virtuelles Geld. Man bekommt zwar durch das Aufleveln (jetzt bis Lvl 85 möglich) schon etliches an Geld zusammen, man muss aber auch für die Berufe welche man erlernt hat und die Ausrüstung auch wieder einiges investieren.

Also schlußendlich bleibt nicht viel vom virtuellen Geld über. Es gibt aber Leute die verbringen einen halben Tag in dem Spiel und "farmen". So kommen die dann zu mehr Geld.

Spieler die nicht so viel Zeit haben investieren einfach weitere 10 € ("is ja kein Geld") und bekommen so 1000 virtuelles Gold für quasi keine Arbeit.

MBR
00
27.5.2011, 10:54

geniale idee

Li-La-Launebär
103
27.5.2011, 10:03

wenn ich im knast zocken könnte wäre ich ein glücklicherer gefangener. :)

klar kent
02
28.5.2011, 16:40

sehr zynisch. solche dumme witze kann man sich nur als fetter, reicher nerd leisten.

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