HTC will Bootloader bei Android nicht länger sperren

27. Mai 2011, 08:47
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Hardwarehersteller veröffentlicht offizielles Statement von Firmenchef - Erfolgreicher Druck der Community

Seit dem Start von Android haben die diversen Hardwarehersteller immer neue Anstrengungen unternommen, ihre Geräte gegen jegliche Modifikationen abzusperren. Ärgerlich ist diese Policy für all jene, die ihr Smartphone gerne mit einer alternativen Firmware ausstatten wollen, wird dieser Schritt so doch nicht nur deutlich schwieriger, sondern in vielen Fällen auch gefährlicher - so denn die Community überhaupt eine Lücke findet.

Offen

Entsprechend hat sich gerade in den letzten Monaten der Protest der Community gegen solche Restriktionen zunehmend intensiviert, dabei feiert man nun einen wichtigen Erfolg: Wie der Hardwarehersteller HTC über seine Facebook-Seite verlautbart, wolle man künftig den Bootloader der eigenen Geräte nicht mehr länger sperren. Man höre dabei auf das überwältigende Feedback der eigenen KonsumentInnen, wird Peter Chou, HTC-Chef, in dem knappen Statement zitiert.

Sony Ericsson

Schon vor einigen Monaten hatte Sony Ericsson angekündigt, künftig - zumindest teilweise - auf gesperrte Bootloader verzichten zu wollen. Bei den freigeschaltet gekauften Varianten von Xperia Play, Arc und Co. lässt sich der entsprechende Schutz denn auch bereits deaktivieren.

Google

Google hatte sich in der Vergangenheit immer wieder gegen vollständige Bootloader-Sperren gestellt, und darauf hingewiesen, dass diese die Sicherheit der Geräte nicht verbessern, die KonsumentInnen aber in ihrer Freiheit erheblich einschränken würden. Der Android-Hersteller selbst besteht bei all seinen Geräten der Nexus-Linie, aber auch beim Tablet Motorola Xoom, darauf, dass der Bootlader mit einem einfachen Befehl entsperrt werden kann. (apo, derStandard.at, 27.05.11)

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    Ein gesperrter Bootloader stellt eine der größten Hürden für die Installation alternativer Firmware dar.

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