Mindestsicherung im Test

Soziale Hängematte: Erste Woche, erste Probleme

30. Mai 2011, 06:42
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    Die Bilanz von Christine, Fabian und Sepp Bliem nach einer Woche: kein Kino, kein Ausgehen, kein Einkehren beim Ausflug, trotzdem wird es knapp.

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    Bürgerliste-Gemeinderätin Ingeborg Haller hat sich am Anfang einige Male einladen lassen - eine "Verletzung der Spielregeln".

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    Schuldenberaterin Inge Honisch gesteht, dass sie sich nur schwer auf die neue Situation einstellen kann: "Ich würde es nur schaffen, wenn ich mich extrem einschränke."

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    Schuldenberater Thomas Jedlizka ist bereits an einige Probleme gestoßen: Ein neuer Drucker ist nicht drin, genausowenig das gewohnte Bier nach dem Klettern.

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    Weil Elfriede Konderla als Pensionistin nur 270 Euro im Monat, also 9 Euro am Tag, zur Vergügung stehen, bedeutet das vollkommenen Luxusverzicht - da sind nicht einmal extra Frankfurter drin.

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    Die erste Woche hat für FPÖ-Gemeinderätin Renate Pleininger wenig berauschende Details aufgezeigt: "Mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass Verzicht, Kontrolle und Einteilung für mich ein Problem darstellen können."

Erste Erfahrungsberichte jenes Salzburger Projekts, bei dem 20 Personen nur mit der Mindestsicherung auskommen wollen

Vor etwas mehr als einer Woche stellte derStandard.at das Projekt "Schaukeln Sie mit in der sozialen Hängematte" vor. Nun gibt es eine erste Zwischenbilanz: Die hochgerechneten 13 Euro pro Tag (eine teilnehmende Pensionistin hat 9 Euro zur Verfügung) lassen keine Extratouren zu. Ein Buch ist gerade noch drin, ein neuer Drucker für den Computer nicht. Essen im Restaurant geht sich kaum aus, an einem Getränk wird stundenlang festgehalten. Eines der Hauptprobleme: Gefühle von Scham und Peinllichkeit machen sich breit, wenn man sich etwas nicht mehr leisten kann. Und wer schummelt und sich dauernd einladen lässt, wird auf die Projektvorgaben hingewiesen.

Die Erfahrungsberichte der ersten Woche in alphabetischer Reihenfolge der teilnehmenden Personen:

Familie Bliem: Christine (Weltladeninhaberin), Sepp (Arbeitnehmer im Schärfdienst), Fabian (Schüler)

"Wir haben in sechs Tagen 137 Euro verbraucht und das eigentlich nur für Notwendigkeiten. Unser Luxus? Die Heuschnupfentabletten für Fabian - die waren homöopathisch (12,60 Euro). Der Tabak für Sepp (9,60 Euro) und mein Olivenöl (8 Euro). Wir brauchen 8 Euro am Tag für Essen. Da haben wir aber bisher an unseren Essgewohnheiten und vor allem auch am 2/3 Bio-Einkauf nichts geändert. Ich koche natürlich selber und es gibt nicht besonders oft Fleisch. Da ließe sich vielleicht trotzdem noch etwas einsparen. Besonders, wenn man bedenkt, dass mein Olivenöl eine ganze "Tagesration" ist. 

Ansonsten: kein Kino, kein Ausgehen, kein Einkehren beim Ausflug. Freunde würden natürlich ihre Unterstützung anbieten bzw. uns einladen. Aber das nehmen wir konsequenterweise nicht an - es wäre uns auch peinlich. Eine Ausnahme wird das Champions-League-Finale, das wir bei Freunden schauen, wo wir allerdings so wie immer unser eigenes Bier mitnehmen.  Eine gewisse soziale Vereinsamung ist/wäre absehbar. Einen Abend 'musste' ich etwas konsumieren (2 Euro für einen gespritzten Apfelsaft, an dem ich mich den ganzen Abend festgehalten habe). Ich bin im Vorstand eines Vereines und wir hatten Sitzung bei einem Wirt. In diesem Vorstand säße ich allerdings sicher nicht als Mindestsicherungsbezieherin.

Das Auto ist natürlich vorhanden (wenn auch selten genutzt), einmal Tanken schlägt sich negativ zu Buche. Alleine die Vorstellung: kein Auto, keine Vorteilscard - ich wäre in Golling festgenagelt und Salzburg würde zum weit entfernten Luxus. Selbst mit Vorteilscard (und die müsste ich mir erst einmal leisten können) wäre die Fahrt zu teuer (5,60 Euro hin und retour). Ich wäre auf Golling und mein Fahrrad reduziert, mein Aktions-Radius, mein soziales Umfeld hieße nur mehr Golling und Umgebung.

Was mich nervt: Die Gedanken sind dauernd beim Geld. Das hatte ich zuletzt während meiner Studienzeit (damals hatte ich auch kein Geld und musste mir alles selber finanzieren) und während eines Jahres in England. Aber: Da war ich viel jünger, fand die Situation viel selbstverständlicher (Studium und kein Geld, das hat irgendwie zusammengehört). Ich hatte kein Kind und keinen Mann und war schlicht und ergreifend nur für mich selber verantwortlich. Ein Riesenunterschied!

Eines ist klar: Aus unserer jetzigen Situation dermaßen reduziert zu werden, öffnet viele Augen. Natürlich konnten wir uns theoretisch vorher gewisse Szenarien ausmalen und wissen nach wie vor, dass dieses eine Monat eine gewisse konstruierte Situation darstellt. Aber eine Ahnung davon, dass Mindestsicherung sicher nichts mit Hängematten-Feeling zu tun hat, bekommen wir allemal.

Unglaublich interessant und sehr motivierend ist die Reaktion unserer Umgebung. Ich komme beruflich mit sehr vielen Menschen in Kontakt und unser Selbstversuch wird überwiegend positiv aufgenommen und führt vor allen Dingen zu zahllosen Gesprächen und Diskussionen. Und das ist doch gut so: über ein Thema zu sprechen, das durch eine Vielzahl von Vorurteilen vorbelastet ist.

Wir haben übrigens trotz der, ich sage einmal: teilweise 'interessanten' Postings im derStandard.at-Forum, überaus positive Rückmeldungen zum ersten Artikel bekommen. Für uns ist dieser Selbstversuch eine absolute Bereicherung. Meinem Mann gehen die Augen auf, wie viel ein paar Euro mehr im Monat bedeuten und was vor allem die Unterstützung von besser gestellten Tanten, Omas und Opas für unser soziales Leben ausmacht. Fabian hat nach anfänglichem Boykott festgestellt, wie teuer unser reduziertes Leben ist bzw. realisiert er seinen Anteil an diesem Leben. Es ist ihm zwar noch immer peinlich, aber seinem besten Freund hat er es erzählt - aus dem einfachen Grund, weil die Mittagspausengestaltung nicht in der Weise wie bisher machbar ist."

Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste

"Nach einer Woche geht es mir gut - was zeigt, dass die Realität von wirklich armutsgefährdeten Menschen nicht simulierbar ist und das Projekt nur der Bewusstmachung dienen kann. Ich führe ein kleines Bücherl, in das ich meine Ausgaben hineinschreibe. Allerdings habe ich die Spielregeln nicht ganz eingehalten, weil ich Essensvorräte und Einladungen nicht bewertet habe. Daher sind die von mir bisher ausgegebenen 60 Euro nach oben zu korrigieren - obwohl bei den Lebensmitteln, die ich einkaufe, auch welche für meine Tochter dabei sind.

Ich habe mir um 15,40 Euro ein Buch gekauft - ein Luxus. "Das demokratische Weinbuch" von Rainer Balcerowiak passt zufällig auch zum Thema. Geht es doch dabei um ein Plädoyer für eine umfassende Teilhabe aller Menschen am Weingenuss, denn guter Wein muss nicht unbedingt teuer sein. Dennoch muss man sich bei umgerechnet 13 Euro pro Tag für den Gesamtbedarf schon überlegen, ob sich eine halbwegs gute Flasche Rotwein auch wirklich ausgeht."

Inge Honisch, Schuldenberaterin und Sozialarbeiterin

"Ich bin über dem Limit dessen, was ich brauchen darf. Ich schaue zwar beim Essenseinkauf sehr genau, würde es aber nur schaffen, wenn ich mich extrem einschränke und auf so manches verzichte. Dass der Test bei nur einem Monat eine Gratwanderung ist, wussten wir von Anfang an. Selbstverständlich wollten wir das nie ins Lächerliche ziehen - ganz im Gegenteil. Ich habe ja seit Jahren eine gute Kostentransparenz mithilfe eines Haushaltsbuchs - nur muss ich normalerweise nicht monatlich mit so wenig auskommen. Andere Teilnehmer sind sicher bessere Beispiele als ich."

Thomas Jedlizka, Schuldenberater

"Da meine Familie nicht mitmacht, versuche ich wie ein einzelner berufstätiger Erwachsener mit den 400 Euro durchzukommen und grenze alles, was mich betrifft, möglichst genau ab. Ich bewerte alles, was ich konsumiere und (ver)brauche, täglich beim Eintrag ins Haushaltsbuch (z.B. Abendessen mit Familie € 2,50 ...). Seit letzten Freitag denke ich von Tag zu Tag in 13-Euro-Schritten. Während der Arbeitswoche gehe ich mittags in eine Kantine um 4 bis 5 Euro warm essen. Das brauche ich unbedingt, um in der Arbeit genug Energie zu haben. So habe ich für Ernährung bisher täglich um die 7 bis 8 Euro gebraucht.

Gleich am ersten Tag hatte ich einen Reifenplatzer am Fahrrad, der sich nicht durch Kleben reparieren ließ. Der Schlauch kostete 5,99 Euro. Am selben Abend hat der Drucker beim PC seinen Dienst versagt und ich habe ihn bis dato nicht reparieren können. Möglicherweise wird ein neuer Drucker fällig. Den kann ich mir aber in diesem Monat sicher nicht kaufen. Nachdem ich - ohne viel zu überlegen - versprochen habe am Wochenende meine Tochter ins Stadion zum Match RB Salzburg - SV Ried zu begleiten (diese hat in der Schule eine Freikarte erhalten) bin ich erstmals stark aus meiner 13-Euro-Rechnung ausgebrochen. Ich saß zwar im Stadion ohne weitere Konsumationen, aber allein der Eintritt hat ein Loch ins Budget gerissen. Vorgestern war ich bei mir in der Nähe an einem Kletterturm klettern, das übliche Bier danach ist sich aber nicht mehr ausgegangen. In diesem Fall war der Freund erheitert, jedoch wenn das immer so wäre, käme auch etwas Peinlichkeit und Scham ins Spiel.

Kurzum, das Denken hat sich in den letzten Tagen ziemlich verändert. Was geht sich aus, was kann ich mir leisten? Und vor allem, wie wäre es, wenn das ein längerer Zustand wäre, wenn man wirklich von Armut betroffen ist. In einer netten Wohnung mit Terrasse mit funktionierender Infrastruktur lässt sich natürlich auch viel leichter Verzicht üben, als wenn ich solche Ressourcen in einer Sozialwohnung nicht hätte."

Elfriede Konderla, Pensionistin

"Eine Woche habe ich nun schon versucht mit 9 Euro pro Tag zu leben. Da ich nicht berufstätig sondern Pensionistin bin, soll ich mit monatlich 270 Euro das Auslangen finden.
Eigentlich ist das ganz einfach. Für vier Wochen schiebe ich alle Ausgaben, die 'Luxus' betreffen, weg. Ich gehe nicht auswärts essen, kauf mir keine Klamotten, das Benzin fürs Auto zahlt mein Mann, verlängerte Wochenende (sprich Kurzurlaube) mache ich nach den vier Wochen. Doch wie schaut's aus, wenn das ein ganzes Jahr gehen soll? 

Ein kleines Beispiel: Gestern war ich auf der Schranne. Nur ein bisschen rumschauen. Gegen Mittag meldete sich der Hunger und ich wusste, für den heutigen Tag sind die 9 Euro schon anderwärtig verplant. Da sind ein paar Würstel nicht mehr drin. Ich hab es geschafft, nichts zu essen, aber leicht ist es mir nicht gefallen. Die nächsten drei Wochen werden sicher noch einige Erfahrungen für mich bringen. Ich lerne sicher viel aus diesem 'Überlebenstest'."

Daniel Pfeifenberger, Geschäftsführer einer Telefonanlagenfirma

"Das größte Problem sehe ich in Salzburg bei den Wohnungskosten, mit 380 Euro kommt man nicht weit und muss erstmal eine entsprechende Wohnung finden. Bei den anderen Ausgaben vermute ich, dass die gefühlte Armut das größere Problem ist. Wenn ich mir bewusst mache, in welcher Situation ich sein könnte, wenn ich auf die Mindestsicherung angewiesen bin, ist auch klar, dass es deutliche Einschränkungen im Komfort geben muss. Meine Beobachtung der letzten Monate sagt mir, dass ich mit gut 250 Euro für Lebensmittel und Haushalt auskomme und der Rest dann sparsam eingesetzt werden muss.

Die Grundregel für meinen Versuch ist, Geld sehr bewusst auszugeben aber nicht massiv zu sparen oder Gewohnheiten zu ändern. So erledigen wir unseren Wocheneinkauf immer samstags am Grünmarkt und achten sehr auf gute Qualität und hochwertige Produkte. Nun muss ich also auch mit diesen Einkäufen zurechtkommen, wobei gefühlt der Einkauf bei Metzger und Gemüsestand finanziell deutlich effizienter ist, als der (Groß-)Packungseinkauf im Supermarkt. Da wir wirklich nur Samstag einkaufen und unter Woche nur mal schnell Milch besorgen, kann ich jetzt noch nicht so gut abschätzen, wie weit ich mit dem Budget kommen werde. Nächste Woche wird sich hier schon ein deutlicheres Bild zeigen. Im Haushaltsbuch wird mitgeschrieben."

Renate Pleininger, FPÖ-Gemeinderätin

"Meine Erfahrung der ersten Woche war nicht gerade berauschend. Ich habe mir beim Einkaufen sehr schwer getan und bereits am Freitag, meinem Einkaufstag, mehr als ein Viertel meines Budgets ausgegeben. Die restliche Woche habe ich versucht, so gut es ging, mit meinem Geld zu haushalten, was bei meinen vielen Terminwahrnehmungen nicht leicht war.

Jeden Cent vorm Ausgeben zwei Mal umzudrehen, genau darauf zu achten, was man in den Einkaufswagen legt, vor allem Preise zu vergleichen und alles, was man ausgibt, aufzuschreiben, fällt mir ziemlich schwer. Mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass Verzicht, Kontrolle und Einteilung für mich ein Problem darstellen können. Ich habe es mir leichter vorgestellt und hoffe, dass es mir in der kommenden Woche besser geht."

(Aufgezeichnet von Martin Obermayr, derStandard.at, 30.5.2011)

Kommentar posten
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franz metzler
 
01
Himmlisch speisen-zu höllisch tiefen Preisen -mit wenig Einkommen ( monatl. € 800.-) locker auskommen

Leben mit € 120.- monatl. Ausgaben für Lebensmittel (Essen)--kein Problem.
Bin pensionierter Küchenchef,66, habe ein wirtsch. Konzept zusammengestellt (das ich auch lebe), wo man seine Ausgaben, oft bis zur Hälfte reduzieren kann, ohne auf Gewohntes zu verzichten.
zeitsparend-nervensparend-geldsparend
Vom ausgeklügelten EINKAUF von Lebensmittel und
Haushaltsprodukten, über wirtschaftlichen KOCHEN der vielfälltigen VERWERTUNG und RESTLOSEN
Verarbeitung von Produkten, und der Vermeidung
unnützer Ausgaben im Haushalt. Mein Speiseplan
ist ausgewogen,vielfälltig, gesund und köstlich.
Ich halte österreichweit, diese wirtsch.Kochkurse, an
den Volkshochschulen ab (kein zus.Einkommen, es
ist ein 0-Summen Spiel).Ich möchte damit zeigen, das man auch m

mautz-mautz
00
12.6.2011, 16:22
:)

bitte! das will ich wissen. wie das geht! unbedingt. !:)

dieDritteGeneration
03
dieDritteGeneration

Ich leb schon länger von der Mindestsicherung bzw. davor Sozialhilfe, und muss sagen: Es funktioniert problemlos. Ich führe auch exakt Buch über meine Ausgaben, jeder Cent wird vermerkt. Mich Einschränken oder groß sparen muss ich nicht. Ich reise auch mal gern in Europa herum oder kauf mir einen neuen PC, Essen kommt vom Billa und gelegentlich mal vom Sozialmarkt. Der größte Posten ist die Wohnung, wofür etwa die Hälfte der 861,70 Euro, die mir pro Monat überwiesen werden, draufgehen. Falls ich eine sehr interessante und gut bezahlte Arbeit finde, werde ich diese annehmen. Ansonsten, dolce vita mit Mindestsicherung.

ziegenhals
 
02

man kann auch mit wenig geld auskommen, die leute glauben es nicht, weil sie mehr kaufen als sie brauchen. und sie kaufen mehr, weil werbung und überangebot es ihnen einreden.
meine wenigkeit kommt mit 300 eu/monat aus, davon 100 eu für lebensmittel. esse keine süßigkeiten - wozu? - und trinke nur leitungswasser, außer kaffee in der früh. wobei ich abends auf meine gspritzten auch nicht verzichte.
für leute in finanzieller notlage seien tauschkreise empfohlen, derer es in ö. mittlerweile viele gibt. man spart euros und knüpft nette soziale kontakte.
tauschkreis lets wien: www.waffeltausch.at

ente gut alles gut
10

Wohnen bei Mama?

I. O.
01
Es stimmt beim Lebensmittel

und Kleidung (Ausverkauf, Diskonter, Secondhand....)kan man mit relativ günstig durchkommen...für die Arbeitslosen/Mindestsicherten eher die Probleme die extrem höhe Wohnkosten/Mieten
(welche auch noch ständig steigt!)und die Energiekosten:Heizung/Strom-Rechnungen.
Von die zu Verfügungstehenden ca. 750,- Euro das Wohnkosten verschlingt allein 70 % !
Auch Reparaturen (zB.verstopfte Klo, Geräten, Bodenbelege-verlegen,usw) nicht mehr leistbar sind.
Für Gesundheit bleibt auch nichts: neue Brille, Zahnersatz, Zahnspange für Kinder, Therapien.
Kultur: mit Kulturpass (zum Loben!) und viele "gratis"-Veranstalltung man findet einiges gutes, auch in Bücherflohmark und Büchereien.

die gelben fuer at
00
17.6.2011, 08:58
arbeitslos sein und sich auch noch zu gut sei ein verstopftes klo selber zu reparieren

ist halt schon ein bisschen dreist.

i really hope this name will fi
00

Also ich bin bin bis vor nicht allzu langer Zeit mit 10€/Tag ausgekommen, problematisch wurde es nur, wenn größere Anschaffungen notwendig waren (zB. Kühlschrank kaputt), da sich das Anlegen von Rücklagen nicht ausgegangen ist.

Gusti Rentner
 
01
"...Alle Preise zu vergleichen und alles was man ausgibt, aufzuschreiben"... sollte schon dann geübt werden, BEVOR man/frau arbeitslos wird. Kritisches Konsumieren hat noch niemandem geschadet.

Zu meiner Volksschulzeit (1960er-Jahre) regierte noch der "Sparefroh" und lehrte uns in den diversen Schulspar-Werbeschriften der "Zentralsparkasse" und der "Ersten Österreichischen Spar-Casse" das sinnvolle Einteilen unseres Taschengeldes, von dem ein Teil zwecks Sparen auf die Seite gelegt werden sollte. Devise: "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not".

Dank der "Hippie-Bewegung" wurde in den !970ern Konsumverzicht als Sport betrieben, "Second-Hand-Mode" war "in", zum Boykott des "Establishments".

Heutzutage wird in Begleitung der Werbung für "Jugendkonten" und "Studentenkredite" wohl eher das Schuldenmachen propagiert...

Ergebnis: Gezielter Konsumverzicht bereitet extreme Mühe und wird oft unter falscher Schwerpunktsetzung geübt.

I. O.
00
Ja, sparen in gewisse Sinne ist OK, aber...

Ist Ok sparen für eine Ziel erreichen (zB. Wohneinrichtung, eine Urlaubsreise) oder einiges auf die Hohekante legen für Notfälle/Vorsorge....
Aber kenne genügend Leute (vor allem älteren) welche schon krankhaft sind mit ihren sparerei!
Wo für lebt man ,wenn man auf fast ALLES verzichtet, nur um die Konten in Bank füttern...Sparerei auch kurbelt die Wirtschaft nicht an!
Die lange erspartes Geld in Sparbücher verliert auch sein Wert..nach 10-20 Jaren nicht einmal 30 % Kaufkraft hat noch.
Anlagen, Fons...usw nur für Kenner (und für wirklich reichen).Das Risiko für größere Verluste auch groß.
Also sparen: ja, aber überlegt, gezielt, und nicht auf Kosten das Lebensqualität!Wie leben nur EINMAL!

Gusti Rentner
 
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zwecks Sparens

adabei1001
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hab noch nie eine pensionistin "klamotten" sagen hören. coole frau :-)

gleich gleichgültig Gesinnter
 
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1. Foto: Bei der Jedleseerstraße?

Auto Bus
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an die selbstgerechten NOCH verdiener, die den neoliberalen assozialen glauben an "generellen" sozial"missbrauch" glauben und diese perpetuiren.......sie wissen schon?

dass es nicht genug arbeit gibt und eigentlich die einzige loesung dazu waere die steuern von den unternehmen die hauptsaechlich machinen "beschaeftigen" oder im ausland produzieren lasses sehr hoch zu besteuern, die arbeitszeit des einzelnen mittel/hochverdiener zu halbieren oder dritteln, damit auch andere leute mit der gleichen ausbildung und faehigkeiten zumindest paar stunden in der wochen in ihrem fach arbeiten koennen, sowie die mindestsicherung auf ein solides menschenwuerdiges niveau angepasst an die heutige zeit statt an kriegszeiten zu erhoehen und durch die einnahmen aus den steuern (einkommen-/ertragssteuern + mehrwehrtsteuern durch mehr umsatz weil mehr geld zur verfuegung) das soziale, bildung, kultur, gesundheit finanzieren

Euroumrechner
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Ach, wir brauchen nicht wirklich neue Steuern.
Wenn die Gauner hier ihre Steuern abführen würden wie es jeder normale Mensch tut, wär genug Geld für Luxus vorhanden.
Wieviel wurde da mal gerechnet (glaub aber für DT): 8 Mrd € entgehen der Finanz alljährlich wg. Steuerbetrugs. Wenn man das eintreiben könnt, wär genug Geld da für Bildung, soziales, Alte, Kranke, Familien, AlleinerzieherINNEN usw. usw..

derPolizist
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wenn ich manchmal in Haushalte komme, wo eher wenig Geld zur Verfügung steht, aber man merkt, dass zumindest die Erwachsenen Geld für Zigaretten haben und noch mindestens ein (nicht selten exotisches) Haustier wo rumkriecht, dann denke ich mir, dass man wohl nicht wirklich arm sein kann, wenn man sich solchen Schwachsinn leisten kann...

Rosa Stahl
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Auch meine Erfahrung. Am wenigsten wird gespart bei Zigaretten, Autos, Handies, Alkoholika, Markenkleidung für die Erwachsenen, eigenartigen Haustieren.
Gespart wird hingegen vor allem bei den Kindern: grausliche Fetzen, Spielzeug höchstens in Klumpertform vom Marktstandl, Schulbedarf wird ignoriert...

Euroumrechner
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Und Sie, Herr Polizei, würden natürlich im Falle von Arbeitslosigkeit (was als Beamter natürlich eh nie passiert), ihr Haustier sofort weggeben? Und wohin? Ins Tierheim? Dort kostet das Vieh dann der Allgemeinheit nix, gell!

Oder ist ihre Empfehlung jetzt, man sollte im Falle von Arbeitslosigkeit das Haustier einschläfern?

derPolizist
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Wer spricht von Arbeitslosen? Es gibt Leute mit recht wenig Einkommen, auch wenn sie arbeiten...

Mir kommt es halt so vor (und das ist natürlich vollkommen subjektiv), dass solche Leute, denen im Beruf viel gesagt wird, sich manchmal Haustiere anschaffen, denen sie möglichst selbst viel anschaffen können (z.B. "Kampfhunde"). Oder Leute, die eine Art Statussymbol haben wollen (Echsen, Schlangen, Spinnen) während die eigenen Kinder vernachlässigt werden und natürlich auch die Wohnung entsprechend ausschaut.

Euroumrechner
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Und was hat das jetzt mit ihrer Aussage "...dann denke ich mir, dass man wohl nicht wirklich arm sein kann, wenn man sich solchen Schwachsinn leisten kann..." zu tun?

Dass viele Leute einfach nur deppat sind, braucht man nicht extra erwähnen und schon gar nicht bei einem Artikel über Mindestsicherung.

derPolizist
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Naja, wenn im Artikel erwähnt wird, dass sich im Versuch der Herr seinen Tabak als Luxus gönnt, wollte ich nur aufzeigen, dass es eben wirklich diese Leute gibt, die sich trotz wenig Geld soetwas leisten, was ich unverständlich finde.

Euroumrechner
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Na dann schreibens das halt so und fangens nicht an irgendwas zu unterstellen oder hinzuzudichten, kann ja keiner Gedanken lesen.

Ich persönlich finde eher, wer sich Tabak als "Luxus" gönnt, ist ein wirklich armes, süchtiges und bemitleidenswertes Wesen.

Berkman
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er sollte...

den tabak neben dem gras anbaun dann kommts ihn sicha billiger diesem junky!!!!!

Euroumrechner
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Seltsam, wenns um die Ärmsten geht, ist der Aufschrei riesengroß, wenns jedoch um Milliarden für Bankenrettung usw. geht, dann sind alle brav ruhig.

Dabei wissen wohl alle, dass sie selbst beim Ersten durchaus mal betroffen sein könnten, beim Zweiten jedoch mit Sicherheit nicht.

Kann mir dieses Verhalten irgendwer erklären, das ist doch absurd.

CentralAI
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An die Griechen und Euch Österreichern

Ich rege mich bei beidem auf.
a) Ich möchte, dass meine Steuergelder effektiv verteilt werden
b) Ich möchte, dass in „meinem“ Land keiner komplett vernichtet wird (KHG und Konsorten ausgenommen).

Aber, das Problem hier im Lande sind Leute die nicht mehr durchblicken, und sich deshalb nur um ihren eigenen Kram kümmern, und zwar durchgängig.

Hätten wir mehr Bürger, denen Verschwendung von Steuergeld nicht egal ist, die sich Weiterbilden um der Mindestsicherung zu entgehen, die sich sozial engagieren, und aktiv gegen unsere ach so unfähigen Politiker aufbegehren, dann hätten wir alle diese Probleme GARNICHT. Die Debatte ergäbe sich nicht!

Also "Bitte gib mir mehr"- Fraktion, pass auf, dass die Nettozahler nicht bald alle weg sind!

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