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Roboter während eines Fußballmatches beim letzten RoboCup in China
Wien - Roboter, die vollautomatisch Werkstücke schweißen, Gesichter auf Hauswände sprayen, Getränke servieren oder Handys demontieren, präsentierte der Studiengang "Mechatronik und Robotik" im Rahmen der "Robotics Days 2011", die heute, Donnerstag, zu Ende gehen. Die Leistungsschau mit dem Schwerpunkt "Mobile Robotik" sollte vor allem bei Schülern das Interesse für eine technische Ausbildung an der Fachhochschule (FH) Technikum Wien wecken.
Studiengangsleiter Viktorio Malisa betonte, dass die "Mechatronik und Robotik" besonders heuer von Firmen regelrecht "überlaufen wird, die Mechatroniker brauchen". Daher sei man seitens der FH bemüht, einerseits auf das Ausbildungsangebot und andererseits auf die Optionen nach dem Studienabschluss hinzuweisen. Es sei eine Ausbildung mit guten Zukunftsaussichten, so Malisa, was sich auch an der Beteiligung zahlreicher Unternehmen an der Veranstaltung zeige.
"Mir tut es leid, dass relativ wenige junge Leute die Fachrichtung wählen", so der Wissenschafter, der sich vor allem mehr weibliche Studenten in technischen Fächern wünscht. "Die meisten Studenten verlieren wir leider bereits im ersten Semester", wobei Malisa betont, dass es auch AHS-Absolventen gebe, "die nie vorher etwas mit Technik zu tun gehabt haben, aber super unterwegs" seien. "Man kann es schaffen", wenn man sich auf die Technik einlässt, so der Wissenschafter.
Leistungsschau
Die alljährliche Leistungsschau sei auch für die Studenten, die ihre Projekte präsentieren, "eine gute Möglichkeit, etwas zu lernen", vor allem, "wenn unerwartete Fragen kommen", oder der "Vorführeffekt" eintritt und Fehler auftreten. Die insgesamt etwa 800 Schüler aus ganz Österreich sollen so einen umfangreichen und realistischen Einblick in verschiedene Bereiche der Mechatronik und Robotik erhalten.
Etwa die Hälfte der Studenten mache mittlerweile ihr Praktikum außerhalb Österreichs, und etwa 30 Prozent gingen für ihre Bachelor- und Masterarbeiten ins Ausland, so Malisa. Die Vortragenden seien "bunt gemischt", von habilitierten Universitätsprofessoren über Lehrende aus der Wirtschaft bis hin zu internationalen Vortragenden reiche das Spektrum in seinem Studiengang. "Wenn wir jemanden in unserem direkten Umfeld nicht finden, dann sprechen wir ihn direkt an und versuchen ihn zu integrieren. Derjenige kommt dann für eine oder zwei Wochen und hält eine Blockveranstaltung."
Malisa sieht vor allem im Bereich der mobilen Robotik zukünftig viele Möglichkeiten. Sollten diese Innovationen in der industriellen Produktion Einzug halten, seien ganz neue Abläufe und Prozesse möglich, da man dann viel flexibler produzieren könne, so der Studiengangsleiter. Mit den Bereichen Kamera, Sensorik, Antriebe und mobile Navigationsüberwachung setzen sich zur Zeit sehr viele Studenten im Rahmen ihrer Masterarbeiten auseinander. Bis aber beispielsweise ein mobiler Roboter für die Gemeinde Wien als Reinigungsfahrzeug unterwegs sein wird, wird es noch Zeit brauchen. Aber, "das ist der Weg", so Malisa, "die Technik ist schon da, es müssen hier beispielsweise aber noch rechtliche Aspekte geklärt werden". (APA)
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