Caracas kontert US-Sanktionen

26. Mai 2011, 18:30

"Feindlicher Akt" – Auslöser sind Geschäfte mit Iran

Caracas/Teheran/Washington - Auf die Strafmaßnahmen der US-Regierung folgte eine scharfe Reaktion aus Venezuela: Die Regierung in Caracas hat die US-Sanktionen gegen den staatlichen Ölkonzern PDVSA wegen dessen Iran-Geschäften als "feindlichen Akt" zurückgewiesen. Caracas behalte sich eine angemessene Antwort auf diese "imperialistische Aggression" vor, sagte Außenminister Nicolás Maduro.

Die USA hatten neue Sanktionen gegen sieben Unternehmen verhängt. Neben der PDVSA sind kleinere Energie- und Logistikfirmen betroffen, die verbotenerweise Benzin nach Iran geliefert hätten. Sie können künftig keine Verträge mehr mit der US-Regierung abschließen. Mit dem Schritt will Washington den Druck auf Iran erhöhen, der vom Westen verdächtigt wird, an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten.

Die Auswirkungen der Sanktionen dürften sich in Grenzen halten, weil Venezuela weiter Öl an die USA und auf den Weltmärkten verkaufen darf. Trotz enger Handelsbeziehungen ist das Verhältnis zwischen Venezuela und den USA aber ohnehin gespannt.

Die spanische Polizei hat unterdessen illegale Lieferungen von Kampfhubschraubern und anderem Kriegsgerät an den Iran und an Venezuela gestoppt. Fünf spanische Geschäftsleute und drei Iraner wurden festgenommen. In Lagerhallen hätten die Ermittler neun Kampfhubschrauber und weiteres Kriegsmaterial im Gesamtwert von 100 Millionen Euro sichergestellt. (Reuters, dpa/ DER STANDARD, Printausgabe, 27.5.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2
Horst Holger
00
14.6.2011, 21:24
kleine Lehrstunde für all diejenigen (Fledermäuse, holzingers & Co.),

die sich über den Zustand Venezuelas nur über aporrea, amerika21 und wikipedia informieren. Es steht schlecht um das Land, das wissen die meisten und die Finanzexperten bestätigen es. Venezuela ist der schlechteste Schuldner der Welt, gleich nach Griechenland. Kein normaler Investor wird dort z.Zt. investieren- Hugo sei Dank! Aber ansonsten alles prima, demnächst hat es Chavez geschafft, daß 100% aller Verbrauchswaren eingeführt werden und Ölexporte 100% aller Ausfuhren ausmachen. Die meisten freuen sich auf das Ende des Öls, wenn es denn mal kommt, das ven. Volk zittert und leidet weiter....
http://www.ftd.de/finanzen/... 38823.html

peg
01
29.5.2011, 20:44

CHINA AND VENEZUELA EXPAND SPACE COOPERATION

http://gizadeathstar.com/2011/05/c... operation/

Horst Holger
00
Schweine im Weltall?

http://youtu.be/rOmjVpdq-G4

hansito
10

... und hat mit dem Thema was zu tun?

Horst Holger
41
27.5.2011, 21:19
spannendes Thema!

mal angenommen, die Melkkuh des Hugos verkauft kein Öl mehr in die USA, was passiert dann? Man sucht sich einen anderen Handelspartner? Wohl kaum vorstellbar, denn:
1. viele Länder hüten sich inzwischen davor, mit Chabez Geschäfte zu machen und
2. viele Länder können sein "schlechtes" Öl gar nicht verarbeiten.
Was bleibt also? Nicht viel! Ausser der Ölwirtschaft gibt es keinen Industriezweig mehr, der in Venezuela (Danke Hugo!) richtig funktioniert, Ölexporte machen etwa 85% der Einnahmen des Landes aus. Ein Großteil der Lebensmittel des Landes müssen inzwischen importiert werden. Bleibt also noch die Sonne und nette Leute- ABER: kann man davon eine Bevölkerung ernähren? Steinzeit als Option?

BatoutofHell
01
die Melkkuh des Hugos:-)))

vor chavez:
Der Erdölkonzern versorgte die venezolanische Oberschicht mit Arbeitsplätzen.
Schon vor chavéz hatte eine PdVSA-Studie festgestellt, dass gut 12 000 Angestellte überflüssig seien.
Man nannte die Verwaltung des Konzerns Hollywood, weil jeder Mitarbeiter ein Double zu haben schien.
die vorgänger regierungen haben das land bis aufs blut ausgebeutet.

..jetzt liefert die PdVSA devisen für die Sozialprogramme, die Millionen von Armen Alphabetisierung, Schulbildung, Kleinkredite, Landtitel und medizinische Versorgung.

viva caracazo

Horst Holger
11
woher sind Sie denn entflohen?

auf Freigang? Vorher nur gelegentlichen Internetzugang gehabt und von der Aussenwelt für Jahre ausgeschlossen? So könnte man fast ihr Posting interpretieren. Nach den Massenentlassungen der Fachkräfte bei der PDVSA durch Chavez ging erstmal gar nix mehr, die Produktivität ist heute noch am Boden. Hugo ist doch genau derjenige, der einen Riesebeamtenapparat aufgebaut hat, der völlig unwirksam vor sich hinwirtschaftet. Man kann numal auch keine unqualifizierte Arbeiter als Rechtsanwälte, Richter oder Ingenieure beschäftigen und meiner niemand merkt das! Ledezma hat es vorgemacht: nach seinem Amtsantritt als BM von Caracas hat er über 100 Chavisten rausgeschmissen ohne Jobbeschreibung und keiner hat´s gemerkt.

BatoutofHell
11
auf Freigang

mag sein, das ich auf Freigang bin.
hätten typen wie sie das sagen, wäre ich wahrscheinlich in schutzhaft - aber mit überzeugung.

viva caracazo

Horst Holger
11
tolle Antwort, Danke!

hat uns ungeheim weitergeholfen, ihr profundes Wissen über Ven.! Ich empfehle auch Ihnen: erst informieren, dann posten. Das spart Ihnen Hohn und Spott und uns die schmerzlich anzuschauenden Inhalte Ihres Postings!

BatoutofHell
21
typen wie sie/ihr

will ich nicht weiterhelfen.
wer zu faul ist um sich zu informieren, oder nicht sinnzusammenhängend verstehen kann, dem ist nicht zu helfen.
das der inhalt meines postings euch schmerzen bereitet ist mir wurscht.
hohn und spott haben sie aber verdient.

viva caracazo

Nirgendwo
25
27.5.2011, 13:42
Der Pleitestaat USA hat eh bald kein Geld mehr

um Öl zu kaufen.

hansito
12
28.5.2011, 19:18

... und dann freuen wir uns alle, nicht wahr? Dann könnens wenigstens nicht mehr blöd posten, so wie es jetzt von Ihnen gemacht wird! Dann gibts nämlich keine Sozialhilfe mehr für Sie!

Horst Holger
20
27.5.2011, 21:20
genau!

das ist so wahrscheinlich, wie daß der Hugo nach den Wahlen in 2012 noch Präsident bleibt

lagrangian
00
27.5.2011, 09:38

wo ist der konter?

HAL 9000
45
26.5.2011, 18:39

"Die Auswirkungen der Sanktionen dürften sich in Grenzen halten, weil Venezuela weiter Öl an die USA und auf den Weltmärkten verkaufen darf."

Wie großzügig, die USA (!) erlauben Venezuela, an den Weltmärkten Öl zu verkaufen...

Redwraithvienna
11
30.5.2011, 20:20
Die frage ist halt blos wer kann ausser den USA

die die Infratruktur dafür haben (also nicht "die USA" der staat sondern die Firmen die dort sind) das (extra) Heavy Crude oil das Venezuela hat verarbeiten ?

Die Antwort ist schlicht : Nicht viele, und keiner der das Zeug nicht selbst fördert.

Sprich wenn Chavez nicht vor den USA pleite gehen will dann muss er wohl das Zeug an die USA weiterhin verkaufen.

Zumindest bis er andere abnehmer gefunden hat.

carl guggelhupf
01
27.5.2011, 01:08
Mal ganz abgesehen davon

dass Iran die alten Bell 212 selbst im Programm hat und auch die Ersatzteile dafür selbst herstellt. Also warum soll der Iran 9 Stück, hahaha 9 (!) Stück, irgendwo einkaufen wo er doch selbst eine der größten Hubschrauberflotten der Welt hat und auch selbst Hubschrauber baut? Weil es Hubschrauber aus ehemaligen israelischen Beständen waren? Mh, neeee.

Ich denke eher, dass die drei Iraner dabei waren um mit ihrem Fachwissen den Zustand der Maschinen für den venezuelanischen Käufer zu checken.

diamant
10
27.5.2011, 07:09
http://de.wikipedia.org/wiki/Stre... e_des_Iran

'Die Heeresflieger-Abteilung ist relativ klein und hat etwas über 100 Transporthubschrauber und rund 50 Bell AH-1.....'

4green2
00
27.5.2011, 08:32

die informationen in wiki sind sehr fragwürdig. die meisten infos werden wohl von 1979 stammen und sind meist geschätzt.

"Bewaffnung und Struktur des iranischen Militärs sind wegen der strengen Geheimhaltung des Staates in seinen militärischen Angelegenheiten mehr oder minder spekulativ und beruhen größtenteils auf US-Quellen."

carl guggelhupf
00
27.5.2011, 08:30
Och jo, Wikipedia

alleine die Armee hat ja schon über 300 Kampf- und über 250 Transporthubschrauber. Dazu kommen dann noch Marine und Luftwaffe.
Wikipedia hat einfach nur aufgelistet was die damals von den Amis geliefert bekommen haben und dann davon abgezogen was im Irak-Iran-Krieg verloren ging. Aber dass der Iran selbst Hubschrauber entwickelt und baut, tja, das steht da nicht.

Hier mal n paar Bilderchen der Produktion aus dem Jahre 2006

http://irandefence.net/showpost.... ostcount=1

Girgl Galgenstein
22
26.5.2011, 23:35
Reden Sie keinen Unsinn

der wichtigste Handelspartner Venezuelas sind und bleiben vorerst die USA. Natürlich steht es dem Chavez Regime frei an beliebige andere Länder zu verkaufen. Und sie haben ja recht es zu tun. Aber Chavez soll sich bitte nicht darüber beklagen, dass er dadurch von den USA geschnitten wird, wenn es sich bei den anderen Ländern um irgendwelche Tyranneien handelt.

Horst Holzinger
10
27.5.2011, 14:44
Aber nicht mehr lange.

Venezuela, und nicht nur Venezuela, diversifizieren ihre Handelspartner. Vor einigen Jahren hatten diese Länder die USA quasi exklusiv als Handelspartner.
Mittlerweile ersetzt China die USA sukzessive.

China hat auch den Vorteil, dass es Waren mit Waren bezahlen kann, während die USA immer nur Papier lieferten, das kaum noch einer will.

Dass dies nicht nur auf Venezuela begrenzt ist, kann man z. B. daran sehen, dass Ecuador derzeit ein riesiges Wasserkraftwerk baut, das von China finanziert wird und von Ecuador mittels Öllieferungen abbezahlt werden soll.

Der Einfluss der USA schwindet und die USA können eigentlich nur auf nackte Gewalt setzen (Honduras).

Horst Holger
40
27.5.2011, 21:09
falsch, holzi!

schön, wie Sie sich so immer wieder selbst disqualifizieren und rauskegeln! Welche Geschäfte will Huguito denn sonst noch mit China machen (neben dem Ausverkauf der Eisenerze des Landes)? Denen das Öl der Venezolaner verkaufen? Das "schwere" und stark schwefelhaltige Öl vom Hugo kann bisher m.E. nach in kaum einer der chin. Raffinerien verarbeitet werden, da müsste er sich schon andere Handelspartner suchen. Diejenigen die das können, haben jedoch nur wenig Interesse mit Hugo Geschäfte zu machen. Wunschtraum eines holzingers und Wirklichkeit sind so weit entfernt wie Demokratie und Reichtum in Venezuela. P.S. Ich war derletzt mit Air France in Venezuela und nicht nur die Venezolaner haben die Schnauze voll von den chinesischen Arbeitern, di

Horst Holzinger
10
28.5.2011, 03:00

Die US-Raffinerien sind seit Jahrzehnten auf das venezolanische Öl eingestellt und müssten ihre Raffinerien mit einen zweistelligen Mrd-Betrag auf anderes Öl umrüsten.

Während man auch Schweröl problemlos in Kraftwerken verfeuern kann. Genau das, was China/Indien brauchen, deren Kohlekapazitäten nicht ausreichen.

Die Abhängigkeit ist momentan gegenseitig, wobei Venezuela sich von den USA lösen, die USA aber niemand hat, der das venezolanische Öl ersetzt. Auch eine Vasallenregierung von Königstreuen in Libyen wird die Lücke für die USA nicht schliessen können.

hansito
21
28.5.2011, 19:22

Tja Holzi, jetzt bist mit deinem Latein aber am Ende! Schweröl verfeuern werden sich in Zukunft sogar die Chinesen überlegen müssen! Oder ist dort bei denen die Umwelt immun gegen die Verschmutzungen, Erosion, Wüste Gobi, usw.! Also Holzi, alias Köstler, jetzt konterns mal, so ein paar Statistiken wären jetzt schön!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.