Ewig gegen Saakaschwili

26. Mai 2011, 18:25

Dass Georgien westlich orientiert, aber eine Ein-Mann-Show blieb, ist die Tragik des Landes - von Markus Bernath

Georgien hat viele Vorzüge und einen Fehler: einen fatalen Hang zu Dramatik und Kompromisslosigkeit. Seit ihrer Unabhängigkeit vor zwei Jahrzehnten lebt die kleine Kaukasusrepublik im Rhythmus politischer Umstürze und Gegenrevolutionen. Der Starrsinn einer Opposition, die auf der Straße statt im Parlament operiert und deren Rückhalt im Volk schwindet, hat nun in Tiflis zwei Tote gefordert. Es könnte das Ende der Dauerproteste sein, sollte sich bewahrheiten, dass der Konvoi einer Oppositionsführerin für die Unfallopfer verantwortlich war.

Die große Mehrheit der Georgier stützt heute die Regierung von Präsident Michail Saakaschwili. Das war noch vor ein paar Jahren nicht so klar, als Saakaschwilis "Rosenrevolutionäre" zunehmend autoritär auftraten und mit Gewalt Demonstrationen auf den Straßen niederschlugen. Der schnell verlorene Krieg gegen Russland 2008 ließ die Georgier wieder zusammenrücken.

Dass Georgien westlich orientiert, aber eine Ein-Mann-Show blieb, ist die Tragik des Landes: Saakaschwili hat keinen möglichen Nachfolger und keinen gewichtigen Gegenspieler. Georgiens Trupp von Oppositionsführern bedient eine kleine Nische von Dauerunzufriedenen.

Innenpolitisch steuert Georgien in eine Phase des Übergangs: Saakaschwili schweigt, ob er - nach dem Vorbild seines Erzfeindes Wladimir Putin - nach dem Ende seiner Amtszeit 2013 als Premierminister zurückkehren will. (Markus Bernath / DER STANDARD, Printausgabe, 27.5.2011)

"Westlich orientiert" zu sein entschuldigt wieder einmal alles... oder? Welch schweres Los hat der arme Mann zu tragen: Immer muss er die unfähigen ewig Unzufriedenen in ihre Löcher zurück prügeln.

Und da oder dort einmal einen kleinen Krieg anzufangen zeugt auch nur von seiner lupenrein demokratischen Orientierung.... geht's noch?

was ist hier tragisch ?

""" Dass Georgien westlich orientiert, aber eine Ein-Mann-Show blieb, ist die Tragik des Landes """

was ist hier tragisch ?

dass Georgien westlich orientiert ist ?
das Georgien eine "Ein-Mann-Show" ist ?
oder das "aber" ???

WAS die sich vom WESTEN erwarten verstehe ich nicht? - östlich liegt Kasachstan und VR China, dort ist Jugend, ZTukunft und Wachstum,
vom Westen kommen ein paar "greise Abzocker" geben Förderungen und Kredite und machen dann aus dem schönen land ein weiteres "Griechenland" ?

Ich fordere eine UN-Resolution,

die anfangs nur eine Flugverbotszone über Georgien darstellt und sich dann in lustiges "Triff den Saakaschwilli mit ner Sidewinder" wandelt !!

sobald daraus ein ernsthafter aufstand wird wie in libyen und er massenhaft das eigene volk niedermetzelt, ja.

bis dahin müssen, wie beim "arabischen frühling", die geistig jenseitigen europäischen freunde des tyrannen - allen voran deutschland und polen - zur raison gebracht werden, um endlich eine demokratisierung möglich zu machen.

Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass das dann passieren würde. Die USA haben keine unmittelbaren machtpolitischen Interessen in Georgien, Stichwort Syrien. Darüberhinaus, den Russen so vor die Haustüre zu pinkeln würden die dann doch nicht so mir nicht dir nichts wagen.

die russen laden eu/usa seit jahren zu diesem "pinkeln" ein, denn sie fordern die absetzung des diktators und die anerkennung von abchasien und südossetien, insbesondere nach der anerkennung kosovos, das sie für eine vergleichbare situation befinden.

russland sollte also keine ausrede für den westen sein, georgien und serbien nicht mit zweierlei maß zu messen.

Quizfrage: Von wem stammt der Ausspruch "Ich wollte, es wäre Nacht oder die Russen kämen"

x) Honecker
x) Saakaschwili
x) Wellington

Waren das nicht die Preußen?

Bei Belle Alliance waren es Wellington und die Preußen. "Die Garde stirbt, aber sie ergibt sich nie"
Und dann lag der andere Herr auf Helena. Jahrelang.

Ich geh jetzt auch liegen. Aber nur bis morgen früh.
:-)

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