Tabakkonzern prozessiert

Philip Morris gegen Uruguay

26. Mai 2011 17:59

US-Tabakkonzern klagt gegen staatliches Nichtrauchergesetz – Land erhält internationale Unterstützung

Montevideo/Puebla - Uruguay versus Philip Morris, "David gegen Goliath". So titelten Zeitungen in dem kleinen Land am Rio de la Plata am Mittwoch, dem ersten Prozesstag des US-Tabakgiganten gegen den uruguayischen Staat. Anlass ist das seit 2006 dort geltende Nichtrauchergesetz, das Rauchen in geschlossenen Räumen verbietet, die Steuern drastisch erhöht hat und strikte Vermarktungsregeln vorschreibt.

So ist die Aufschrift "light" verboten, und 80 Prozent des Platzes auf der Zigarettenschachtel sind für die Warnung vor den Gefahren des Rauchens reserviert. Das verletzt nach Auffassung des Tabakkonzerns seine Markenrechte und ein Investitionsschutzabkommen mit Uruguay. Treibend für das erste Gesetz dieser Art in Lateinamerika war Tabaré Vazquez, damaliger Präsident und Krebsspezialist.

Zahl der Raucher sank um sieben Prozentpunkte

Bei der nichtöffentlichen Videokonferenz vor dem Internationalen Schiedsgericht für Investitionsfragen in Paris wurden nach Angaben der uruguayischen Regierung formale Punkte geklärt und der Weg für erste Vorladungen freigemacht.

Philip Morris lehnte eine Stellungnahme ab. Angeblich verlangt die Firma zwei Milliarden Dollar (1,4 Mrd. Euro) Schadenersatz. Der Konzern argumentiert, er habe sieben seiner zwölf Marken aufgrund des Gesetzes vom Markt nehmen müssen. Das habe nicht der Volksgesundheit gedient, sondern lediglich lokalen Konkurrenzmarken genützt.

Die uruguayische Regierung verweist auf ihre Fürsorgepflicht für die Bürger. "Wir sind der Auffassung, dass Regierungen derartige hoheitliche Entscheidungen treffen können, und dies sowohl völkerrechtlich abgedeckt ist als auch vom Investitionsschutzabkommen", sagte Präsidialamtsleiter Diego Canepa. Nach offiziellen Angaben sank die Zahl der Raucher von 32 auf 25 Prozent, bei Jugendlichen von 32 auf 18 Prozent.

Uruguays BIP liegt bei Philip Morris' Halbjahresmusatz

Als eines der Länder, das am striktesten die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen das Rauchen umsetzt, wird Urugay von dieser unterstützt. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg spendete dem Land 500.000 Dollar (352.600 Euro) für das Verfahren, das nach offiziellen Schätzungen umgerechnet bis zu 2,8 Mio. Euro kosten und mindestens zwei Jahre dauern wird.

Uruguay hofft auf Unterstützung weiterer Länder. Sein Bruttoinlandsprodukt liegt bei 31 Mrd. Dollar (21,9 Mrd. Euro) - Philip Morris macht jährlich doppelt so viel Umsatz. Eduardo Blanco, urugayischer Kardiologe, glaubt, dass der Konzern bewusst einen kleinen, finanzschwachen Gegner erwählt hat, um ein Exempel zu statuieren, wie er der BBC sagte. (Sandra Weiss, DER STANDARD, Printausgabe, 27.5.2011)

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Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
04.06.2011 19:14
ES ist weg -

alle weg!

Lustig.

gauxx
04.06.2011 20:31

ES hat wahrscheinlich gelesen, dass lange vor dem Bildschirm sitzen zum Tode führt ;)

Wenn du möchtest, können wir uns aber wieder über das Liebesleben der Gelsen unterhalten, oder die Qualifikation der AUtoren von Wiki-Artikeln ...

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
04.06.2011 23:27

3 Passivbildschirmtote pro Tag! Bildschirme gehören verboten!

Konsumtrottel 2.0
03.06.2011 08:37
bravo uruguay!

je weniger leute mit diesem schädlichen unsinn beginnen um so besser. interessant zu sehen, wie vehement sogar ein unsympathischer großkonzern wie philip morris von den nikotinabhängigen verteidigt wird wenns um das eigene suchtmittel geht. ich habe selber buchstäblich jahrzehntelang geraucht und bin überglücklich diese sucht endlich loszusein. nikotin ist die dümmste droge überhaupt, der einzige nennenswerte effekt ist, dass man die nächsten x minuten nicht nach einer tschick giert. das ist all die gesundheitlichen folgen doch nicht wert, oder?

Konsumtrottel 2.0
03.06.2011 19:33
na, liebe rotstrichler?

neidig den absprung selbst noch nicht geschafft zu haben? es ist leichter als man glaubt, probieren sie es!

Ich strike einen Multi-Schal
31.05.2011 18:27

Von Gelsen und Gutmenschen - oder wie man die MNR-Plage wieder los wird:

http://www.amazon.de/gp/produc... 56&s=books

Gift
03.06.2011 09:11
jetzt werden wir aber mal als erstes schauen müssen wie wir die suchtkranken tschiker -MR-in den griff bekommen, dann könn ma eh weiterschauen!

Franky A
03.06.2011 16:56

Den einzige Griff, den ihr MNR zu fassen kriegt, ist jener der Türschnalle des Lokals aus dem ihr wieder mal wegen Belästigung der Gästegeflogen seid.

Nix für ungut. Immer brav weiter geiffern; auch wenn nix nutzen wird.

Gift
03.06.2011 18:07
aber geh, bissl nutzen wird schon, wirst sechen!

melora
31.05.2011 13:56
Warum kriegt eigentlich so ein Syndikat wie Philip Morris keinen Mafiaprozess?

Ramba Zambas Sohn
07.06.2011 18:37
Wieso kriegt der Sheriff keinen Prozess wegen Erpressung und Geschäftsstörung?

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
31.05.2011 14:01

Warum sollte PM einen Prozess bekommen?

Wegen der Produktion und Verkauf legaler Genußmittel?

Soll etwa jeder, der etwas produziert das Sie nicht mögen einen Prozess bekommen?

Ihren Größenwahn habe ich ja schon ein paar mal erwähnt, Multikasperl.

melora
31.05.2011 16:46
Weil die Vorgehensweise gegen Uruguay mafiös anmutet.

Multistriker, ich habe es nicht nötig, multipel mit verschiedenen Identitäten unterwegs zu sein, mir genügt eine. :-)

Im Übrigen wünsche ich allen Rauchern, dass sie es irgendwann schaffen, von ihrer tödlichen Sucht loszukommen und bin dafür, dass sie dabei alle therapeutische Hilfe bekommen. Als ehemalige Kettenraucherin weiß ich Bescheid, wie schwierig das ist.

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
31.05.2011 20:43

Das Ergreifen von Rechtsmitteln ist mafiös?

In welcher Scheinwelt leben Sie? Wollen Sie den Rechtsstaat abschaffen?

melora
01.06.2011 09:21
Der Staat Uruguay bewertet die Volksgesundheit höher als die Milliardengewinne eines Multis

Bravo!

Ich hoffe, er gewinnt dabei.

Sind Sie Aktionär bei Philip Morris, weil Ihnen das Schicksal des Multis in Uruguay so am Herzen liegt?

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
01.06.2011 16:28
Haben Sie meine Fragen nicht verstanden?

Das Ergreifen von Rechtsmitteln ist mafiös?

In welcher Scheinwelt leben Sie? Wollen Sie den Rechtsstaat abschaffen?

Kein Heute ohne Morgen
02.06.2011 13:11
Komisch,

sind denn nicht gerade SIE einer von denen, die das Ergreifen von "Rechtsmitteln" hier andauernd mit unzähligen Posts bekämpft? (Stichwort Erlacher)

Messen Sie etwa mit zweierlei Maß, wenns um IHRE eigenen Belange geht?

Womit die Frage von melora, auf die Sie nicht mal ansatzweise eingegangen sind, durchaus berechtigt ist.

Aber auch "keine" Antwort ist da eine aufschlussreiche Antwort.
Sie haben offensichtlich ein (finanzielles) Interesse am Tabakverkauf, das WEIT über jeden Eigenbedarf eines "normalen" Rauchers hinausgeht.

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
02.06.2011 15:00

Dummerl - das rosa Schweinchen ergreift keine Rechtsmittel - es denunziert.

Wiki:

Ein Rechtsmittel ist nach deutscher Rechtssprache die formalisierte Anfechtung einer staatlichen Entscheidung, insbesondere einer gerichtlichen Entscheidung (z. B. Urteil), mit dem Ziel der Aufhebung oder Abänderung.

Kein Heute ohne Morgen
02.06.2011 20:24
Übrigens,

Sie werden "maximal" in Süchtlerkreisen glaubwürdiger, wenn Sie von "Dummerln" und "rosa Schweinchen" und von Denunzierung sprechen.

Übrigens, alles nahe dran am Tatbestand von "übler Nachrede", "Rufschädigung" und "Verleumdung".

Aber SIE wissen sicher eh, was Sie da so tun.
;-)

Kein Heute ohne Morgen
02.06.2011 20:16
Interessant,

Sie sind also der Meinung, dass ein "Rechtsmittel" einen höheren Stellenwert hat als das eigentliche Recht bzw. dessen übergeordnetes Verfassungsrecht - was ja BEIDES im "eigenen" Hoheitsrecht" von Urugay liegt.

Und nein, es ist auch NICHT Denunzieren, wenn das Recht als einzigen Formalakt zur "eigenen" Durchsetzung eine Anzeige vorsieht und eben nicht von Amts wegen exekutiert wird.
Was anderes wärs, wenn SIE sich für die amtswegige Durchsetzung des bestehenden Rechts einsetzen würden. DANN wärs zumindest teilweise nachvollziehbar, dass Sie nach Einführung dieser Änderung dann immer noch das Wort "Denunzieren" verwenden wollen - obwohls trotzdem nicht richtig wäre. Immerhin wird durch solche Anzeigen ja NIEMAND in Leib und Seele bedroht.

Ich strike einen Multi-Schal
30.05.2011 13:25

Leben die armen täglichen drei Passivrauchtoten eigentlich noch?

melora
31.05.2011 13:59
Weiß ich nicht ...

5000 beagles jährlich haben diese Verbrecher jedenfalls auf dem Gewissen:

http://www.acigawis.co.uk/smoking_b... at_ici.htm

baal der asoziale
30.05.2011 16:17

Sie sind wiederauferstanden als MNR-Zombies!
;-)_§

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
30.05.2011 15:19

Wenn Sie mir sagen wie die heutigen 3 Passivrauchtoten heißen, kann ich ja versuchen über google herauszubekommen, ob sie noch leben.

gauxx
30.05.2011 21:36
Heute hat´s vielleicht ein paar Haustiere erwischt.

Die neuerste Masche in der Raucherhatz - unsere eingeborenen MNR haben das zwar noch nicht mitbekommen, aber das wird der nächste Geniestreich der selbsternannten "Schützter" ...

z.B. "Sind Fische nicht - im Aquarienwasser - vor der cancerogenen, rauchverpesteten Luft sicher? Doch auch in Aquarien sind die Tiere gefährdet, u.a. durch Rauchen. Zum einen nehmen viele Fische (wie auch aquatile Amphibien) sehr wohl Luft von außerhalb des Wassers auf, zum anderen müssen sie ja auch im Wasser (über die Kiemen) atmen. Wasser, in dem sich durch Raucher Nikotin und andere Giftstoffe aus der Luft angereichert haben "

http://maqi.de/txt/rauch... hunde.html

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