Retrospektive für einen "versteckten Riesen"

26. Mai 2011, 13:05
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Bis 17. Juni ist das Werk des für den Poetischen Realismus maßgeblichen französischen Regisseurs Jean Grémillon im Filmmuseum zu entdecken

Wien - Ursprünglich als Musiker nach Paris gekommen, wandte sich der Franzose Jean Grémillon (1901-1959) in den 1920er Jahren nach Arbeiten als musikalischer Begleiter von Stummfilmen selbst dem Regie-Handwerk zu. Seine teils von einer sehr speziellen Klang- und Geräuschkulisse gekennzeichneten Arbeiten waren gerade für den Poetischen Realismus prägend. Von Freitag, 27. Mai, an widmet das Filmmuseum in Wien diesem "versteckten Riesen des französischen Kinos" eine von Ralph Eue zusammengestellte Retrospektive.

Bis 17. Juni stehen sowohl Frühwerke wie das sehr erfolgreiche "Maldone" (1928) oder der Kurzfilm "Chartres" (1923) auf dem Programm, als auch die Filme "Lumière d'été (Wetterleuchten)" (1943) und "Le Ciel est à vous (Der Himmel gehört Euch)" (1944), die beide unter deutscher Besatzung entstanden sind und Grémillon einen prominenten Platz im französischen Film sichern sollten. Unter den von ihm behandelten Themen finden sich Geschlechterverhältnisse ebenso wie politisch-historische Sichtweisen.

Die insgesamt 20 Werke, unter denen sich auch Grémillons letzter Film "Andre Masson et les quatre elements" (1957-59) über den gleichnamigen Maler und Bildhauer findet, werden von einer neuen Publikation über den Regisseur begleitet. (APA) 

  • Mit einem Hauptwerk des Poetischen Realismus eröffnet die  Jean-Grémillon-Werkschau: "Remorques" ("Schleppkähne", 1939-1941) mit Madeleine Renaud, Michèle Morgan und Jean Gabin
    foto: filmmuseum

    Mit einem Hauptwerk des Poetischen Realismus eröffnet die Jean-Grémillon-Werkschau: "Remorques" ("Schleppkähne", 1939-1941) mit Madeleine Renaud, Michèle Morgan und Jean Gabin

  • Ein Kassenschlager anno 1930: Nadia
                                                   Sibirskaïa als "La Petite Lise" ("Die kleine Lise")
    foto: filmmuseum

    Ein Kassenschlager anno 1930: Nadia Sibirskaïa als "La Petite Lise" ("Die kleine Lise")

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