UN warnen vor Dollar-Vertrauenskrise

26. Mai 2011, 09:28
23 Postings

Sollten Schwellenländer in massivem Umfang die US-Währung verkaufen, könnte das Risiko eines Abgleitens entstehen

New York  - Die Vereinten Nationen haben vor einer Vertrauenskrise des Dollars gewarnt. Sollte der Greenback gegenüber anderen Währungen weiter an Wert verlieren, bestehe sogar das Risiko eines Kollapses, hieß es in einem n Bericht der Wirtschaftssektion zur Lage der Weltökonomie. Der Wechselkurs gegenüber einem Korb von Schlüsselwährungen habe den niedrigsten Stand seit den 1970er Jahren erreicht. Der Trend sei durch Zinsunterschiede zwischen den USA und anderen wichtigen Wirtschaftsnationen forciert worden. Zudem stiegen die Sorgen über die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen, die zur Hälfte in der Hand von Ausländern seien.

Sollten Schwellenländer in massivem Umfang die US-Währung verkaufen, könnte das Risiko eines Abgleitens entstehen, sagte der UN-Ökonom Rob Vos. Ein Kollaps stehe zwar nicht unmittelbar bevor. Aber die Bedingungen dafür würden sich verstärken, so dass es schnell dazu kommen könnte, sollte sich die Lage an anderen Fronten nicht aufhellen.

Die USA hatten Mitte Mai die gesetzlich erlaubte Schuldengrenze erreicht und dürfen sich zunächst kein frisches Geld mehr leihen. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte unlängst vor einer Abstufung der US-Bonität von derzeit AAA gewarnt, sollte die Regierung den immensen Schuldenberg in den kommenden zwei Jahren nicht in den Griff bekommen. Eine Abwertung könnte den Status der USA als mächtigste Volkswirtschaft der Welt untergraben und den Dollar als wichtigste Währung ablösen. (APA/Reuters)

  • Die USA hatten Mitte Mai die gesetzlich erlaubte Schuldengrenze erreicht
 und dürfen sich zunächst kein frisches Geld mehr leihen.
    foto: standard/matthias cremer

    Die USA hatten Mitte Mai die gesetzlich erlaubte Schuldengrenze erreicht und dürfen sich zunächst kein frisches Geld mehr leihen.

Share if you care.