Finanzhilfe

Kredit aus Moskau soll Weißrussland vor Bankrott retten

25. Mai 2011, 18:34

Neue EU-Sanktionen nach Verurteilung Oppositioneller

Minsk/Brüssel/Wien - Ein Milliardenkredit aus Moskau soll Weißrussland (Belarus) vor dem Staatsbankrott bewahren. Das Land dürfte ein Darlehen über drei Milliarden Dollar (2,13 Mrd. Euro) von der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) - de facto von Russland - erhalten. Laut dem russischen Finanzminister Alexej Kudrin sind die Finanzierungsbedingungen bereits vereinbart worden. Demnach soll die Regierung in Minsk 1,24 Mrd. Dollar (880 Mio. Euro) noch heuer erhalten. Im Gegenzug müsse das Land in den nächsten Jahren Staatsvermögen im Ausmaß von mehreren Milliarden Dollar privatisieren, berichtete die russische Agentur Ria Nowosti.

Versorgungsengpässe

Belarus steckt seit Wochen in einer Währungskrise, die auch schon starke Versorgungsengpässe wegen mangelnder Devisen verursacht hat. Der weißrussische Rubel wurde am Montag um mehr als 50 Prozent abgewertet. Mit dem Kredit will Minsk das Loch in seiner Zahlungsbilanz stopfen. Dieses betrug im ersten Quartal 2011 nach amtlichen Angaben 3,5 Mrd. Dollar.

Medienberichten zufolge verhandelt Minsk auch mit den Internationalen Währungsfonds (IWF). Hilfe von der EU kann das diktatorische Regime von Präsident Alexander Lukaschenko nicht erwarten. Im Gegenteil: Wegen der verschärften Repression mit hohen Haftstrafen gegen frühere Präsidentschaftskandidaten und andere Oppositionelle haben die EU-Außenminister weitere Sanktionen gegen Minsk beschlossen. Sie sollen unter anderem Firmen treffen, die besonders eng mit dem Regime zusammenarbeiten. Auch ein umfassendes Waffenembargo ist geplant. Dessen Wirkung dürfte allerdings sehr begrenzt sein, da Weißrussland selbst einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure ist. (dpa, APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 26.5.2011)

 

 

Jürgen Rembremerding
00
26.5.2011, 11:19
"Weißrussland vor Bankrott "

Wie kann das sein?

Bei jedem Thread zu diesem schönen Land melden sich zahlreiche Poster, die uns dankenswerterweise über die weitsichtige und großartige Politik und Wirtschaftsstruktur in diesem Musterstaat aufklären.

Mit diesem soliden Hintergrundwissen gehe ich davon aus, dass "Bankrott" nur eine bösartige Desinformation westlicher Konzernmedien sein kann, die in den Hirnen der plutokratischen Bilderberger gezeugt wurde!

Standard Leser4
 
00
27.5.2011, 05:49
Bankrott nicht gerade, aber ohne Devisen.!

Seit 6 Monaten haben ja die westlichen u Russischen Medien sowie fast alle Kanditaten eine Abwertung des Rubels herbeigeredet. Wer wuerde dann nicht sein Geld von d Bank holen? Cash war angesagt bis eben kein Devisen mehr vorhanden waren, dann folgte d was Sie in Oesterreich vom Mexicoplatz vor 1990 kennen.
Devisenschwarzhandel ! Dieser lockte sofort, wie bei der Ungarischen Abwertung von 240 auf damals 340 Forint die Oesterr Einkaufsameisen, die Russischen Einkaufsameisen an. Die kauften mit ihren Aufgewerteten Rubel alles was es gab. Besonders Benzin u Diesel war gefragt, wer wuerde diese nicht gerne zum Preis von 40 cent Ltr kaufen? 400 % Umsatzplus! Zigaretten Winston. Kent zu 50 cent. Kaese etc
Die Spirale begann sich zu drehen!

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00
26.5.2011, 15:41
Ist eh anders

Alles Propaganda.

In seiner grandiosen Weitsicht hat der Präsident A.L. jede Form der Krise gesetzlich verboten. Zuwiderhandelnde Personen dürfen dann mal im schönen Tschernobyl-Wald eine Runde Holz hacken gehen....

Standard Leser4
 
00
28.5.2011, 10:29

Sie haben auch noch nie eine Rede von Lukaschenko gehoert, noch weniger wissen Sie ueber das Land bescheid, Tschernobyl liegt in der Ukraine einige 100 km entfernt. Die Ukraine wuerde es sicher nicht gerne sehen wenn in ihren Waeldern, Weissrussen Baueme faellen.
Ich koennte Ihnen aber die Moeglichkeit geben bei Lukaschenka in seinem Landhaus, Rasen zu maehen, Holz zu hacken fuer den Winter. Keine Lust ?

Walter Bimini
00
26.5.2011, 12:40
es wird bald viel mehr bankrotte lände geben

auch deutschland wird bald pleite sein. von den anderen ländern der eudssr gar nicht zu reden und auch nicht von pleite imperien usa und großbritannien.

Timagoras
 
00
26.5.2011, 12:40
"Wie kann das sein? "

.
das ist doch nur eine der üblichen "propagandalügen" der "gleichgeschalteten westlichen presse".

in wirklichkeit ist es dort total paradiesisch und eh alles ursuper ...

Walter Bimini
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glauben sie im ernst an die unabhängigkeit der freien westlichen presse?

wenn ja, dann habe ich mitleid mit ihnen.

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