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Wer die Hochzeit unbeschwert genießen will, aber keine Zeit oder kein Talent fürs Planen hat, ist mit einem Wedding Planner gut beraten.

Die Leistungspalette der Wedding Planner reicht von der einstündigen Beratung bis zur Organisation der gesamten Hochzeit ...

Manche Paare holen sich auch nur einzelne Tipps und die Vergewisserung, dass sie mit ihren Ideen auf dem richtigen Weg sind.

Je mehr Geld zur Verfügung steht, desto mehr kann an den Hochzeitsplaner delegiert werden, bei kleinerem Budget fungiert dieser als "Coach mit Hausaufgaben".

"Ich wollte den heimischen Markt vor Trittbrettfahrern schützen, denn wenn Pannen passieren, leidet die ganze Branche darunter, weiß "Wedding Angel" Angela Lindner, Initiatorin des Wedding-Planner-Lehrgangs.

"Unbedingt nach Referenzen fragen und wie viele Hochzeiten die Agentur schon professionell organisiert hat", rät Hochzeitsplanerin Evelyne Schärer suchenden Brautpaaren.

Sich als Wedding Planner zu spezialisieren, ist ratsam: So betreut Angela Lindner vor allem internationale Paare, die in Wien feiern wollen; Evelyne Schärer (im Bild links) versteht sich auf Trachtenhochzeiten mit traditionellen Bräuchen .
Es hätte der schönste Tag ihres Lebens werden sollen. Doch während die Gäste im Saal feiern, sitzt die Braut weinend auf der Toilette: Wochenlang hat sie geplant, gemanagt und organisiert - jetzt kann sie sich nicht einmal an den Einzug in die Kirche erinnern.
"So etwas passiert, wenn der Druck, dass alles klappen muss, zu groß wird", sagt Angela Lindner, seit 2006 Hochzeitsplanerin und Inhaberin der Wiener Agentur "Wedding Angel". Genau für solche Fälle seien die Wedding Planner da: "Wenn mir Planung nicht liegt, ich überfordert bin oder zu wenig Zeit habe, ist es ratsam, sich professionell helfen zu lassen, damit ich auch als Braut und Bräutigam den Hochzeitstag unbeschwert genießen kann."
Breite Palette
Die Leistungspalette der Wedding Planner reicht von der einstündigen Beratung bis zur Organisation der gesamten Hochzeit, von der Begleitung beim Brautkleidkauf über Lokalitätensuche und Probeessen beim Caterer bis zur "Projektleitung" am Hochzeitstag. Manche Paare brauchen auch nur die Vergewisserung, dass sie mit ihren Ideen auf dem richtigen Weg sind, andere wollen wissen, wie sie trotz kleinem Börserl eine schöne Feier auf die Beine stellen können. "Für jedes Budget findet sich etwas", versichert Angela Lindner. Am besten sei es, einfach ein erstes Beratungsgespräch zu buchen: "Das Brautpaar schickt mir dafür seine Vorstellungen und was die Hochzeit kosten darf und ich berechne, was drinnen ist." Je mehr Geld zur Verfügung steht, desto mehr kann an den Hochzeitsplaner delegiert werden, bei kleinerem Budget fungiert dieser als "Coach mit Hausaufgaben".
"Drehbuch" für den Hochzeitstag
"Man muss nicht prominent oder Millionär sein, um einen Hochzeitsplaner zu engagieren", zerstreut Hochzeitsplanerin Evelyne Schärer mögliche Bedenken. Sie gründete 2004 die Hochzeitsplaner-Agentur "Your perfect day" und plant Hochzeiten in der Schweiz, in Tirol und Vorarlberg. "Warum sollte man sich für den perfekten Tag nicht von erfahrenen ExpertInnen helfen lassen? Hochzeitsplaner schreiben ganz persönliche 'Drehbücher' für den Hochzeitstag, ohne Langeweile und Stehzeiten, mit straffem Programm, aber möglichst ohne Stress."
Auch emotionalen Stress mit Freunden und Verwandten in der Planungsphase kann ein Wedding Planner gut abfedern, weiß Schärer: "Bei der Hochzeit soll nur das stattfinden, was dem Brautpaar gefällt, aber es fällt nicht immer leicht, das der begeisterten Brautmutter oder den Trauzeugen mitzuteilen. Hier können Hochzeitsplaner gut vermitteln. Die meisten Verwandten sind letztendlich dann auch einsichtig und froh, weniger Arbeit zu haben und die Brautleute entgehen gut gemeinten, aber unerwünschten Spielen und Aktionen."
Schau genau
Österreichweit gibt es rund 60 Wedding Planner mit mehr oder weniger fundierter Ausbildung. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. "Deshalb ist bei der Auswahl Vorsicht geboten", warnt Evelyne Schärer. "Viele glauben, sie können das, weil sie schon einmal private Feiern geplant haben - das kann sehr ins Auge gehen." Die Brautleute würden sich zu hundert Prozent auf den Wedding Planner und seine MitarbeiterInnen verlassen, er oder sie sei deren persönlicher Butler und "zweites Hirn". Von der Hochzeitsband bis zur Nussallergie des Bräutigams muss er alle nur erdenklichen Details berücksichtigen, denn: "Wenn etwas schief geht, kann das den ganzen Tag ruinieren. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Florist die falsche Kirche dekoriert, die Torte nicht geliefert wird oder der Pfarrer nicht erscheint, weil der Hochzeitsplaner sich nicht doppelt und dreifach abgesichert hat."
"Können Sie noch etwas retten?"
Um Pannen zu vermeiden, sollten die Brautleute unbedingt nach Referenzen fragen und wie viele Hochzeiten die Agentur schon professionell organisiert hat, rät Schärer, die auch Präsidentin des Verbandes Unabhängiger Schweizerischer Hochzeitsplaner (VUSH) ist. Diesen hat sie selbst 2008 gegründet, um einen hohen Qualitätsstandard der Schweizer Hochzeitsplaner zu garantieren, denn: "Es gab immer wieder unglückliche Paare, die schlechte Erfahrungen gemacht hatten und mich verzweifelt fragten: ‚Können Sie noch etwas retten?‘"
Professionelle Ausbildung
Der VUSH bietet auch einen Diplom-Lehrgang an, der den Standard der Hochzeitsplaner zusätzlich heben soll. Auch in Österreich gibt es seit 2009 eine professionelle Ausbildung zum Wedding Planner: Angela Lindner hat als Leiterin gemeinsam mit dem WIFI einen österreichweiten Zertifikatskurs initiiert, um eine hohe Servicequalität in ihrem Berufsstand zu schaffen und ein einheitliches Berufsbild zu definieren. "Ich wollte den heimischen Markt vor Trittbrettfahrern schützen, denn wenn Pannen passieren, leidet die ganze Branche darunter. Und ich wollte mit dem Jennifer-Lopez-Klischee des Wedding Planners aus den Hollywood-Filmen aufräumen."
Erstklassiges Netzwerk
Unerlässlich für ein erfolgreiches Planungsunternehmen ist ein Netzwerk an erstklassigen und verlässlichen LieferantInnen - von FloristInnen über KonditorInnen, FrisörInnen bis zu Cateringbetrieben. "Die NetzwerkpartnerInnen sollten unterschiedliche Affinitäten haben - von minimalistisch bis zu oppulent, traditionell und phantastisch, damit jeder Hochzeitsgeschmack abgedeckt ist", weiß Angela Lindner. "Da gehört viel Ausprobieren und 'Klinkenputzen' dazu, bis man die richtigen Partner beisammen hat."
Auch als Wedding Planner selbst sollte man sich auf einen Themenbereich oder eine Zielgruppe spezialisieren, um sich innerhalb der Branche abzugrenzen. So betreut Angela Lindner vor allem internationale Paare, die ihren "großen Tag" mit allem Drum und Dran in Wien feiern wollen - und oft nur einen Tag Zeit haben, um für die Vorbereitungen hierher zu kommen. Bis in den Himalaya, nach China und Bangladesh hat sie schon gefaxt, geskypt und Fotos von Musterstoffen verschickt und so mancher ihrer Vorschläge wurde vom Businesstrip aus dem Flugzeug rückbestätigt. Evelyne Schärer wiederum plant viele Hochzeiten in der freien Natur, in Tracht und mit traditionellen Bräuchen, am Bodensee, im Bregenzerwald oder Winterhochzeiten in den Bergen.
Einfühlungsvermögen gefragt
Wer sich für den Beruf interessiert, sollte einige Grundvoraussetzungen mitbringen: Wesentlich sind gute Selbstorganisation, Stressresistenz, Einfühlungsvermögen und ein Gefühl für Zahlen. Haupteinkommen bietet das Hochzeitsplanen jedoch nur wenigen: "Es ist selten, dass man zu 100 Prozent davon leben kann", sagt Evelyne Schärer. "Als Teilzeitjob ist die Tätigkeit aber perfekt, weil man sich das meiste frei einteilen kann." Man müsse als Wedding Planner aber auch damit rechnen, in der Hauptsaison von Mai bis September für die Brautpaare jeweils vier bis sechs Wochen "wie eine Hebamme in Bereitschaft zu sein" und mehrere Hochzeiten gleichzeitig zu betreuen. "Derzeit sind es etwa 20 bis 30 pro Jahr."
"Man muss jederzeit für das Paar greifbar sein", bestätigt auch Angela Lindner. Nur der Sonntag ist ihr heilig: "Der gehört ganz der Familie." Wenn am großen Tag dann alle zufrieden sind und der Ablauf reibungslos klappt, ist das für Lindner die schönste Bestätigung. Zu vielen "ihrer" Brautleute hält sie auch nach der Hochzeit noch Kontakt: "Ein zufriedenes Hochzeitspaar ist meine beste Referenz." Das Geheimnis ihres Erfolges ist für Wedding Planner letztlich dasselbe wie für glückliche Eheleute: eine gehörige Portion Liebe und Leidenschaft. (Isabella Lechner/derStandard.at, 8.6.2011)
ANGELA LINDNER studierte Wirtschaftswissenschaften und organisierte nebenbei Hochzeiten. Ihre langjährige Erfahrung in Eventplanung erwarb sie in einem internationalen Großkonzern. Der Zeitpunkt der eigenen Trauung wurde zur Geburtsstunde ihrer Agentur Wedding Angel. Sie ist Mutter zweier Kleinkinder und lebt mit ihrer Familie in Wien.
EVELYNE SCHÄRER startete ihre Kommunikations- und Marketinglaufbahn in der Modewelt. Zuletzt managte sie verschiedene Kollektionen von Wolfgang Joop. Als Marketingleiterin einer der größten Internetagenturen sammelte sie internationale Erfahrungen im Event-Bereich. 2004 gründete sie ihre Agentur Perfect Day GmbH in der Schweiz und expandierte 2007 in den Westen Österreichs. Darüberhinaus ist sie Gründerin und derzeit Präsidentin von VUSH, dem Verband Unabhängiger Schweizerischer Hochzeitsplaner.
Ausbildung zum Wedding Planner
Die Ausbildung des WIFI wird derzeit in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol angeboten. Die TeilnehmerInnen erlernen anhand praktischer Beispiele die Grundlagen des Hochzeitsprojektmanagements und entwickeln ein eigenes Praxisprojekt. Darüber hinaus erlangen sie einen Einblick in die Abläufe der Unternehmensgründung. Gemeinsam mit der Kursleitung erarbeiten sie gesamte Projektabläufe an Fallstudien, vermittelt durch Vorträge, Gastbeiträge und Exkursionen in Betriebe wie Konditoreien oder Gärtnereien.
Der Lehrgang dauert sechs bis zehn Wochen und kostet rund 900 Euro (Abweichungen nach Bundesländern). Voraussetzung für die Teilnahme sind Kenntnisse im Projektmanagement und ein Mindestalter von 21 Jahren.
Nähere Infos:
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""Unbedingt nach Referenzen fragen und wie viele Hochzeiten die Agentur schon professionell organisiert hat", rät Hochzeitsplanerin Evelyne Schärer suchenden Brautpaaren"
Eh klar, Fr. Präsidentin Schärer, nach dieser Logik dürften dann alle Aufträge bei Ihnen landen und die WIFI-Absolventen träumen weiter von ihrer 1.Referenz.;-)
Aber gut, man kann den Kurs auch mit einer Frisör-Chrash-Seminar koppeln, damit die euphorischen Planner die massigen Leerlaufzeiten mit gegenseitigem Haareschneiden überbrücken können.
Wenn die Braut heulend auf dem Klo sitzt, dann ist sie einfach nicht locker genug. Wenn man schon mit sechs Jahren von der Prinzessinnen-Traumhochzeit träumt und weiße Kleider zu nähen versucht, dann ist die Erwartungshaltung eben sehr groß.
Bisschen runter vom Hormonwahnsinn und alles wird besser.
Ehe (also errare humanum est) sind doch nichts weiter als eine kleinbürgerliche Unterwerfung unter ein heteronormatives Ritual.
Schnickschank, für diese Auswüchse der Bourgeoisie sollte doch gerade die rosa Pravda keine Werbung machen.
/sarcasm off
Aus eigener Erfahrung muss ich sagen: Leute, plant eure Hochzeit selbst! Das Organisieren von Restaurant mit Menü, die Band, die Blumen, die Garderobe, die Hochzeitstorte, etc. DAS gehört zu einer Hochzeit dazu. Erst dann bekommt die Hochzeit die persönliche Note.
Den ganzen Weddingplanner-Kas haben wir wie so vieles wieder mal aus den USA aufgrund eines drittklassigen Filmes übernommen.
wir leben einfach in der beratungsgesellschaft. viele menschen haben einfach keine eigenen ideen, man muss ihnen alles vorkauen, ihnen sagen: jetzt ist es grün - nun darfst du über die straße gehen.
anderseits wollen die obigen damen selbständig und total kreativ sein, mit menschen zu tun haben, ... und sie brauchen ja auch einen job.
ich finde es ist schön, wenn man sich gemeinsam etwas schafft und etwas teilt. auch beim treffen der vorbereitungen für die hochzeit - damit man sich auch an diese gemeinsame phase zurückerinnern kann, nicht nur an den weg zum consultant und an die tafel. (ich glaube, wer sich nicht einmal an den einzug in die kirche erinnern kann, der hat einen anderen grund dafür!)
ich hol mir jetzt eine käsekraine
mit Petersilie und Schnittlauch dekorieren.
Käsekrainer in mundgerechte Stücke schneiden und
blumenförmig luftig leicht auflegen.
Senf umfließt das Gesamtarangement
und Brot, oder die Kaisersemmel
auf roter Serviette beilegen.
Bier oder Weichgetränk wird stilgerecht
aus der Flasche getrunken.
Ihr
Käsekrainer- Planer
also vielleicht bin ich pingelig, aber ich finde dieses "der schönste tag des lebens" immer so deprimierend. gehts danach nur noch bergab?
und warum können die hochzeitsplaner von ihrer arbeit nicht leben? schlecht kalkuliert? keine provisionen mit konditor, floristin und wirtn vereinbart? ich weiß nicht recht.
bin ja der meinung, dass gerade die kleinen unvollkommenheiten und hoppalas eine hochzeit zu etwas besonderem machen. eine hochzeit mit drehbuch ist doch völlig unromantisch und manch einer wird irritiert feststellen, dass es nach dem großen tag KEINE anleitung mehr gibt und das leben eben nicht wie im bilderbuch abläuft. daher: keinen professionellen hochzeitsplaner, sondern lieber auch die unterstützung von family und freunden zurückgreifen.
bei einigen Hochzeiten als Dienstleister dabei zu sein, und das haarsträubende Unvermögen einiger "wedding-planer" live mitzuerleben.
Befreundete Catering-Firmen, schlechte Musik(aber: "den kenn ich, der ist gut!"), komplett irres Timing, wie z.B.: "für die Brautpaarfotos und die Gruppenfotos bleiben jetzt noch 10 Minuten, dann kommt der Animateur, also Beeilung bitte!", was vollkommen an der Realität vorbeigeht, oder Catering, dass übersieht, dass einige Gäste kein Schweinefleisch oder überhaupt kein Fleisch esssen....
Ich will nicht sagen, dass alle Agenturen so sind, aber die, die ich "genießen" durfte, waren alles andere als souverän und haben mehr Unruhe gebracht, als sie beseitigt haben.
Es war Stress pur - für das Brautpaar ebenso w
also ich hab in letzter zeit einige perfekt organisierte hochzeiten gesehen.
zum essen - als gast hat man sich auch zu benehmen - und nicht zu fordern, man ist eingeladen.
darf der fleischesser auf der veganerhochzeit auch auf seinen schweinsbraten oder schnitzel bestehen? ich würd meinen nein. essen was auf den tisch kommt - oder sich schleichen.
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