Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Bern - Die Schweiz soll nach dem Willen der Regierung aus der Atomenergie aussteigen. Sie hat sich dafür ausgesprochen, dass die bestehenden Atomkraftwerke am Ende ihrer Betriebsdauer nicht ersetzt werden.
Die Regierung geht dabei von einer Betriebsdauer von 50 Jahren aus. Das erste AKW müsste demnach 2019 vom Netz, das letzte 2034.
Umwelt- und Infrastrukturministerin Doris Leuthard sagte am Mittwoch Nachmittag vor den Medien: "Das Ganze wird nicht einfach. Es geht nicht zum Nulltarif. Aber langfristig lohnt sich das."
Nach der Atomkatastrophe von Fukushima sei an einen Ausbau der Atomkraft nicht mehr zu denken. Vielmehr müsse man nun auf verstärkte Einsparungen setzen, den Ausbau der Wasserkraft und der neuen erneuerbaren Energien fördern und, wenn dies nicht reiche, auf Gaskombikraftwerke und Strom-Importe ausweichen. Ein sofortiger Ausstieg aus der Atomkraft wäre aber nicht realistisch, so Leuthard weiter.
"Stromrappen"
Die Regierung setzt beim Ausstieg aus der Atomenergie auf einen Mix aus zahlreichen Maßnahmen. Wie sie in ihren Medieninformationen schreibt, lässt sie prüfen, ob sie für den auf zwei bis vier Milliarden Franken (3,25 Mrd. Euro) veranschlagten Umbau der Stromversorgung eine Förderabgabe beziehungsweise einen Stromrappen einführen will. Konkrete Vorschläge dazu will die Regierung im Herbst vorlegen.
Gemäß der Ausstiegsstrategie der Regierung muss die Schweiz in den nächsten Jahren vor allem auch Strom sparen. Laut heutigen Prognosen steigt die Stromnachfrage bis ins Jahr 2050 auf jährlich rund 90 Milliarden Kilowattstunden (2010: rund 60 Mrd. kWh).
Die Regierung will diesen Trend mittels Effizienzmaßnahmen brechen. Ziel sei, den Stromverbrauch einigermaßen zu stabilisieren, sagte Energieministerin Doris Leuthard vor den Medien in Bern.
Die Regierung möchte dazu unter anderem die Mindestanforderungen für Geräte verschärfen, Bonus-Malus-Mechanismen einführen sowie die Informationskampagnen der Energie-Sparagentur EnergieSchweiz ausbauen.
Gleichzeitig will die Regierung das Stromangebot verbreitern. Die Regierung will dabei vor allem auf den Ausbau der Wasserkraft und der erneuerbaren Energien setzen. Dazu dient in erster Linie die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV).
Wärmekraftkopplung soll ausgebaut werden
Es brauche aber auch einen Ausbau der fossilen Stromproduktion. Hier steht aber für die Regierung nicht der Bau von Gaskombikraftwerken im Vordergrund, sondern die Stromproduktion durch Wärmekraftkopplung. An den klimapolitischen Zielen wolle sie festhalten, schreibt die Regierung in den Medienunterlagen.
Damit die Stromversorgung mit diesem Strommix überhaupt funktionieren kann, will die Regierung die Stromnetze ausbauen. Dazu brauche es sogenannt intelligente Netze, die eine Optimierung des Stromsystems ermöglichten. Das Schweizer Netz müsse dazu optimal an das europäische Netz sowie an das künftige europäische "Supergrid" angebunden werden.
Noch dieses Jahr strebt die Regierung in diesem Zusammenhang den Abschluss der Strom-Verhandlungen mit der EU an. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern ausgebaut werden.
Zur Unterstützung des Umbaus des Energiesystems will die Regierung auch die Energieforschung verstärken. Dazu sollen die Aktivitäten der Eidgenössischen Technischen Hochschulen und in den Fachhochschulen überprüft sowie die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Verwaltung verstärkt werden. Für Pilot- und Demonstrationsanlagen will der Bund die nötigen Mittel zur Verfügung stellen.
Ganz allgemein soll die öffentliche Hand mit gutem Beispiel vorangehen. Bund, Kantone, Städte und Gemeinden sollen ihren Eigenbedarf an Strom und Wärme weitgehend durch erneuerbare Energien decken. Auch die Wirtschaft wird aufgefordert, Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs zu treffen.
(APA/sda)
Nur wenn weiterhin alle jungen Schweizer einrücken, stünden der Armee genügend Ressourcen zur Verfügung - Nun ist das Volk am Wort
Zustimmung bei knapp 80 Prozent
Eine Schweizer Ingenieursfamilie hilft Pakistan beim Bau der Atombombe, wechselt dann zur CIA und die USA verhindern ein strenges Urteil
Abstimmung über hohe Managergehälter im März
Schweizer Außenministerium soll Konferenz Ende Juli bezahlt haben - Bern spricht von Vermittlungstätigkeit
Die Eidgenossen stimmen häufig ab und kollidieren häufig mit den Grundrechten
Zuzug sorgt für rasantes Wachsen der Bevölkerungszahl - In der Schweiz leben bereits acht Millionen Menschen
Verteidigungsminister findet Amt "nicht so wichtig"
Vater von Eveline Widmer-Schlumpf trat auch als Komponist "Raetus Telena" hervor
EU-Befürworterin Markwalder relativiert - EWR-Mitgliedschaft verliert an Gunst - Blocher: Wahl zwischen "Pest und Cholera"
Steuererleichterungen für Bausparen verworfen - Initiative "Staatsverträge vors Volk" chancenlos - Revision des Krankenversicherungsgesetzes abgelehnt
Jedoch keine konkreten Hinweise auf Gefahr eines Anschlags in der Eidgenossenschaft
Fast zwei Monate nach dem romafeindlichen Weltwoche-Cover herrscht unter Schweizer Roma weiter Angst
Schweizer Armee rüstet wegen Euro-Krise auf und übt den Ernstfall - Volksabstimmung über Wehrpflicht im nächsten Jahr
SVP-Politiker nannte Asylbewerber "Abschaum"
"Direktdemokratische Partei" will gegen die EU und Islamisierung kämpfen - Gründer hofft auf Treffen mit Strache
Zwei Monate nach der Verhaftung in Hamburg
SVP mit Kürzungsanträgen im Parlament gescheitert - Auf 0,5 Prozent des BNE gestiegen
2.800 Fahrräder um mehr als acht Millionen Euro erhitzen die Gemüter
Laut der Schweizer Regelung gilt als "renitent", wer die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder das Asylverfahren stört - von Irene Brickner
Weniger arbeiten und gleich viel verdienen? Welcher vernünftige Mensch könnte dazu Nein sagen? - Von Michael Möseneder
Generell bin ich ja gegen Atomkraft, aber man sollte nichts überstürzen. Schockierender finde ich dann Tatsachen, wie Politische Vertuschungen etc zu solchen Themen, oder Mangelnde Wartung, die solche Sachen unnötig gefährlich machen. Zum Beispiel in Fukushima soll bereits 16 std nach dem Erdbeben, weit vor dem Tsunami, zur Kernschmelze gekommen sein. http://www.doppelklicker.de/Fukushima... 686.0.html
...die energetische Variante der eierlegenden Vollmilchsau importieren und selber weiterzüchten.
Die Ethikkommission hat nämlich vorgegeben dass eine Stromerzeugung die nicht umweltschädlich ist UND die Bürger nicht weiter finanziell belasten soll gefunden werden muss.
Da die Politiker in Deutschland behaupten dass die Physiker nur dreiäugige Moster züchten können wurden nun die Biobauern dazu verordnet eben diese eierlegende Vollmilchsau zu züchten. Nach guter planwirtschaftlichem Brauch muss diese Sau in fünf Jahren die Stromversorgung sicherstellen.
Die Schwyzerlie werden wohl auch diese Sau auf ihren Almen halten können.
... dass Atomstrom so billig ist.
Der Bürger subventioniert diesen halt nicht über die Stromrechnung, sondern über die Steuer (Endlagerung, Förderungen, ...)
Vom Schadensfall wollen wir ja gar nicht reden, denn den trägt der Bürger ja ebenfalls über die Steuern ( siehe Japan)
In Japan spricht man ja von einer permanenten 20km Sperrzone, dies würde in Deutschland oder der Schweiz - wo die Atomkraftwerke ja nicht direkt am Meer liegen - ca. 1250 km² Sperrzone bedeuten. Im Falle der Schweiz sind das ca. 3% des Staatsgebiets. Würde man solche eventuell auftretenden Schäden versichern müssen (Haftpflicht), würde der Atomstrom wohl ein "paar" Cent mehr kosten. Diese Versicherung übernimmt aber der Bürger mit seinen Steuern.
Der Ausstieg muss natürlich begrüßt werden, auch darum, dass dadurch "geistige und politische Energien" für die Nutzung von alternativen Quellen frei werden. Das Zeitalter der Atomenergienutzung sollte doch nur ein kurzes gewesen sein. Auch wenn die Folgen wegen unseres kurzfristigen Handelns nachkommenden Generationen noch grosses Kopfzerbrechen bereiten wird.
Interessante Ansätze gibt es genug. Stengen wir uns an. Ich möchte auf 2 Quellen hinweisen:
http://www.heise.de/tr/artike... 44851.html
Das Wasserwirbelkraftwerk wurde übrigends in Österreich erfunden. Ein wahre Fundgrube von Ansätzen findet sich unter:
http://www.buch-der-synergie.de/
Vielleicht ein Gedankenanstoss...
Güssing in allen Ehren, aber die Stadt hat grad mal 4000 Einwohner und liegt im Südburgenland mit viel Wald. Versuchens das mal mit Wien zu machen. Damit das funktioniernen könnte, müssten alle Österreicher in eine Stadt ziehen und die restliche Staatfläche mit Wald bepflanzen.
Vorbildlich hat es Güssing geschafft durch die Nutzung erneuerbarer und dezentraler Energien von einem der ärmsten Regionen des Landes zur umweltfreundlichsten Stadt Österreichs zu werden. Die Stadt mit rund 4000 Einwohnern erzeugt mehr Strom als sie verbraucht und ist deshalb zu 100% energieautark.
Bevor man 1991 mit der Entwicklung eines neuen Energiekonzeptes begonnen hat, gab Güssing jährlich 8 Millionen Euro für fossile Energieträger aus.
Nein, aber im Unterschied zu den Erneuerbaren stehen sie schon da und produzieren massiv Stom! Wenn man sich ansieht wie kompliziert es ist heute nur eine Leitung zu bauen, ganz zu schweigen von den bis zu 600 Windraedern die notwendig sind um ein einziges AKW zu ersetzen, wird einem klar warum es entweder dunkel werden wird oder eben stinken wird. Denn so ein Gaskraftwerk hat man ohne viel Gegenwind schnell aufgestellt...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.