Fedora 15: Mit GNOME 3 zu neuen Höhenflügen

Andreas Proschofsky
29. Mai 2011, 16:01
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screenshot: andreas proschofsky

Alle sechs Monate gibt es eine neue Ausgabe der vom Softwarehersteller Red Hat maßgeblich gestützten Community-Distribution Fedora, so weit - so bekannt. Insofern also kein sonderlich ungewöhnlicher Vorgang, dass vor Kurzem mit Fedora 15 eine weitere Release freigegeben wurde. Und doch handelt es sich bei dieser nicht einfach um ein "durchschnittliches" Softwareupdate für das Projekt.

Alles neu

Mit GNOME3 bringt Fedora 15 nämlich eine grundlegende Überarbeitung der User Experience am Desktop. Dem eigenen Ruf einer "Leading Edge"-Distribution gerecht werdend, ist Fedora denn auch die erste der großen Distros, die die neue Desktop-Generation mitliefert. Angesichts dessen, dass GNOME3 unter maßgeblicher Beteiligung von Red-Hat-EntwicklerInnen entstanden ist, eigentlich kein all zu überraschender Umstand. Aber eben auch einer, der ein neues Zeitalter am Linux-Desktop einläutet.

Unterschiede

Denn wo sich die großen Distributionen früher in Desktop-Fragen (zumindest in Hinblick auf den GNOME) nur über relativ oberflächliche Unterschiede differenzierten, beschreitet Ubuntu ja seit kurzem mit "Unity" eigene Wege. Wer die Wahl zwischen Fedora und Ubuntu trifft, bekommt nun also nicht einfach nur unterschiedliche Icons und Themes, sondern auch andere Desktop-Konzepte geboten.

Wie sich Fedora 15 in diesem Vergleich hält, welche Neuerungen es bringt, und für wen es von Interesse ist, soll auf den folgenden Seiten näher beleuchtet werden.

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Synapse

habe gerade rausgefunden dass synapse in den f15 repos enthalten ist -- eine super ergänzung wie ich finde

Habs grad (in der virtualbox) installiert (danke fuer den tip mit der 4.0.8 die auch mit 3D umgehen kann!.

Ich wollt fedora nicht nur wegen gnome3, auch systemd find ich absolut den richtigen ansatz!

Nach 1h aber schon werd ich zurueck zu ubuntu 11.04 gehen und mir dort gnome3 mit irgendeinem PPA holen. Hauptgrund: Katastrophales font-rendering in Fedora15. Hab auch ein bisschen was probiert, aber anscheinend scheint Fedora bei Fonts schon immer schlecht gewesen zu sein (oder Ubuntu gut). Hat wer vl. doch noch einen tipp, wie ich das gleiche hinting/anti-aliasing wie in ubuntu bekomme? Angeblich hat da canonical irgendwas eigenes gemacht in der hinsicht.

Weiss nicht wies unter Ubuntu laeuft, aber ich hab die Inifinality patches installiert (http://www.infinality.net/) und damit schauen die Fonts schon mal um einiges besser aus.

danke! super tipp! gerade für fedora16/gnome3 installiert, und die schriften sind um einiges schärfer!

brilliant

habe bereits seit der Beta auf Fedora15 upgeradet und es läuft stabil und die Performance ist echt gut.
Die Bootzeit ist dank systemd deutlich kürzer zu Fedora14.
Das neue Bedienkonzept von Gnome3 mit der Gnome-Shell finde ich super. Wenn man es eine Zeit nutzt und sich damit auseinander setzt bzw. darauf einlässt, dann merkt man schnell die Vorteile und dass der Wechsel von Gnome2 zu Gnome3 durchaus Sinn macht! Finde meinen Geschäfts-Laptop auf dem leider Windoofs XP läuft(kann ich bedauerlicherweise nicht ändern) mittlerweile wirklich umständlich und angestaubt, man ganz davon abgesehen, dass es im Vergleich zu Fedora ewig langsam ist.
Mit RPM-Fusion ist Fedora wirklich für jeden und alles zu gebrauchen und empfehlenswert!

finde gnome 3 durchaus gelungen, es ist zwar anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber zur not gibts ja noch immer die konsole :D

falls jemand probleme in der virtualbox hat, dass nach dem login der screen von gnome 3 "hängt" kann versuchen die sprache auf englisch umzustellen, hat laut einigen foren, blogs und eigener erfahrung das problem gelöst...

kann man fedora auch testweise benutzen und sich mit den funktionen vertraut machen ohne es gleich vollständig installieren zu müssen? ISO datei runterladen, auf cd brennen, dann öffnen ohne installation?

einfach das iso-image runterladen und auf dvd brennen. ein live-system ist schon integriert.

wenn ich die postings hier lese

sehe ich genau den grund, warum am desktop linux nie eine chance haben wird.
sogar linux-user haben unterschiedliche ansichten welche distribution die beste ist und was bei welcher distri besser/schlechter ist.

wie soll da ein durchschnittsuser überzeugt werden linux zu verwenden? bei zig distros mit gänzlich anderen oberflächen, bei der einen ist das programm installiert, bei der anderen nicht usw.

bei windows gibts genau eine aktuelle version (derzeit windows 7)....warum sollte man sich als durchschnittsuser mit stärken und schwächen von mehreren betriebssystemen auseinandersetzen um dann vielleicht doch eine scheisswahl, mangels wissen, zu machen.

Das, was sie als "sogar" bezeichnen, bezeichnen wir Linux-User als riesengrosses Glück.

Sie dürfen nicht von ein paar religiös anmutenden Fanatikern ausgehen, die "ihre" Distri, oder "ihre" DE bis aufs Blut verteidigen.

"Wir Linuxer" finden, oftmals nach einer lange andauernden Phase des Suchens, "die" Distribution, und die DE, die uns am besten passt.

Ist ja nicht so, dass wir auf ein paar Wallpapers, oder Icons, beschränkt wären(wobei ich mir nichtmal so sicher bin, ob man unter Windows die Icons frei wählen kann).

Und das Gute ist, dass man seine Meinung sogar täglich ändern kann, weil die Entwicklung in hunderte verschiedene Richtungen geht, sich täglich irgendwas ändert.

Klar... muss kein Vorteil sein.. nicht für jeden...

ich finds ja schön für dich und für eine kleine minderheit, daß das so ist

aber der durchschnittsuser will nicht die zeit aufwenden um "oftmals nach einer lange andauernden Phase des Suchens" eine linux-distribution auszuwählen und sind einfach nicht intressiert an "Und das Gute ist, dass man seine Meinung sogar täglich ändern kann, weil die Entwicklung in hunderte verschiedene Richtungen geht, sich täglich irgendwas ändert".

man will sofort da tun weswegen man sich vor dem pc setzt ohne nachzudenken.

Ja klar, deswegen verwendet der Durchschnittsuser ja auch Windows. Sagt ja keiner, dass Windows keine Vorteile hätte.

Dieses mit "Linux-Desktop" und "keine Chance haben" ist eine reine Sache der Definition. Aber ganz unrecht haben Sie damit natürlich auch nicht, denn es gibt sogar Linux-Nutzer, und das nicht wenige, die den Erfolg des Linux-Desktops tatsächlich am Marktanteil messen.

Ich selbst mache den Erfolg nicht daran fest, sondern an der (für mich persönlich nutzbaren) Vielfalt und der Hardwareunterstützung. - Und das passt für mich seit 2007/2008.

wenn es für sie persönlich passt ist eh alles in ordnung :-)

ich verwende ja linux auch (als web- bzw. ftp-server) und das ganz ohne irgendeine grafische oberfläche.
der grund:linux ist nicht so resourcenhungrig und es bleibt damit mehr rechenpower für die eigentliche arbeit übrig.

und genau dort, wo dies gebraucht wird, ist linux auch überlegener marktführer.....

"sogar linux-user haben unterschiedliche ansichten welche distribution die beste ist und was bei welcher distri besser/schlechter ist. "

das ist natürlich was schlimmes, unterschiedliche meinungen... ganz böse... windows-userInnen habens da ganz anderes, die müssen nicht zwischen programmen wählen, wie den vlc oder doch nen anderen player, wie firefox oder opera... ach halt, das müssen sie ja doch tun und trotzdem explodiert ihr gehirn nicht - erstaunlich...

das ist eine andere sache

aber es gibt nicht 3 verschiedene windows-oberflächen(für die man sich vor kauf entscheiden muss).
und es ist nichts böses sondern ein durchschnittsuser möchte sich nicht entscheiden müssen-er möchte keine argumente für oder gegen irgendwas abwiegen - er möchte auf den einschaltknopf drücken und seine internetseite aufrufen können oder seinen brief schreiben.

wenn ich ein BS verwende muss die für das betriebssystem aufgewandte zeit < 1% der gesamtnutzungszeit sein.
bei linux ist das sowas von illusorisch

desweiteren:kommt man zu einem unity-rechner und kannte vorher nur KDE dann ist das für den durchschnittsuser wie ein fremdes BS-der unterschied nicht kleiner als zwischen Win und Linux xy

einmal eingerichtet, hat man mit linux fast keinen aufwand mehr. windows muss man im gegensatz dazu manchmal neu aufsetzen, nach installationen bzw. updates neustarten, außerdem muss man antivirensoftware installieren, viele updates manuell durchführen, man wartet bei bugs seehr lange, bis diese behoben werden, der os-start dauert länger usw.

Zeit für Betriebsysten kann ich nicht bestätigen.

Seit ich Ubuntu-Linux nutze brauche ich für Betriebsystemdinge wesentlich weniger Zeit als damals bei Windows.
OK, am Anfang hatte ich ordentlich herumgespielt.

Wenn ich jetzt an den Dateimanager, Suche oder vor allem den Netzwerkmanager denke geht im Ubuntu alles viel schneller.
Ich verwende dzt. Gnome2+Kupfer.

Umstellung auf Gnome-Shell oder Unity zögere ich so weit hinaus wie möglich.

"wenn ich ein BS verwende muss die für das betriebssystem aufgewandte zeit < 1% der gesamtnutzungszeit sein.
bei linux ist das sowas von illusorisch"

Ich verwende Linux erst seit etwa 1 1/2 Jahren, aber Ihre Aussage kann ich nicht bestaetigen. Ich wuerde sogar sagen, dass ich fuer ein Windows System gleich viel Zeit verwenden muss. Denn dort muss ich updates einzeln ausfuehren, mich um die Security kuemmern, etc. Es ist also eine andere Art von Aufwand, die Zeit ist meines erachtens jedoch in etwa die Gleiche.

warum musst du für updates irgendwas tun bei windows?

die kann man entweder automatisch machen (das passiert dann einfach nebenbei) oder man lässt sie sich einfach anzeigen, liest sich kurz die beschreibung durch, und setzt dann ein häkchen ob mans installieren möchte oder nicht.

Habs am 24. ausprobiert und war froh als am 26. Mint 11 "Katya" erschienen ist :-)

Es lag aber wohl eher nicht an Fedora selbst... für mich scheint Gnome 3 nichts zu sein. Mir kommt es umständlicher vor, als würde alles mindestens einen Klick mehr brauchen. Hab es jetzt nun schon einige Male getestet, für mich ist das Bedienkonzept anscheinend nichts. Die riesiegen Icons mit der winzigen schrift in der Applications Übersicht kann ich auch nicht verstehen.

Aber das ist ja das Gute an Linux. Für jeden ist was dabei ;-)

Mir gefällt, dass neue Wege in der Desktopnutzung probiert werden.

Ich freue mich schon auf Gnome3 seit ich davon gehört habe. Dann war meine Enttäuschung groß, als ich erfuhr, dass Ubuntu mit Unity ausgeliefert wird. Ich habe Unity angetestet und bin sehr zufrieden. Leider ist es nicht ausgereift, dafür hat es immer noch alle Spielereien von früher. Daher verstehe ich Menschen nicht, die darüber meckern. Es ist nur eine Erstversion. Es ersetzt nur das Panel und dieses ist halt noch nicht so konfigurierbar. Leider auch nicht sehr freundlich in der Konfiguration. Und, es ist irgendwie nur ein halbes Gnome3 und keine Veränderung im Bedienkonzept. Leider kann man Gnome3 nicht auf Ubuntu installieren, zumindest nicht einfach, bei mir gehts nicht. Daher werde ich jetzt echt mal Fedora ausprobieren.

Habs am Wochenende ausprobiert

und schon wieder Ubuntu drauf.

Die ganzen Hürden um proprietäre Sachen zu bekommen, die graußliche Schriftenglättung, der Installer is ziemlich sch****, auf an usb stick isses nit raufspielen gangen ... von der Benutzerfreundlichkeit sind die locker 5 Jahre hinter Ubuntu her.

das feel von gnome3 gefiel mir allerdings, bis auf das man da auch keine taskbuttons hat, das nervt voll, statt einem klick um zwischen fenstern zu wechseln brauchst jetzt zwei und musst mit der maus zweimal quer über den ganzen bildschirm fahren und zurück. Idiotisch, unbenutzbar.

Fedora geht wesentlich "einfacher" auf einen USB-Stick zu kopieren als Ubuntu, braucht kein spezifisches Tool, wenn du willst geht das sogar in der Kommandozeile mit dd

http://fedoraproject.org/wiki/Fedo... D/USBHowTo

Mein USB-Stick hatte eine falsche UUID in den Startparametern, wer keine Ahnung hat wie er die Richtige findet ist da ziemlich aufgeschmissen.

fedoraplus

absolut zu empfehlen um proprietäre Software (von diversen Codecs über Skype bis zu Google Earth) zu installieren

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