Paradontalerkrankungen nehmen zu

25. Mai 2011, 12:28
  •  Mangelndes Bewusstsein der Bevölkerung für Zahlfleischprobleme führt dazu, dass Behandlungen erst spät beginnen.
    foto: apa/georg hochmuth

    Mangelndes Bewusstsein der Bevölkerung für Zahlfleischprobleme führt dazu, dass Behandlungen erst spät beginnen.

Paradontitis ist Hauptursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter - Zahnfleischprobleme werden oft bagatellisiert

Wien - Während die Kariesrate vor allem bei Kindern seit Jahren kontinuierlich sinkt, ist seit einiger Zeit ein Anstieg von Paradontalerkrankungen festzustellen. Paradontitis - die Entzündung des Zahnhalte-Apparats - ist die Hauptursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter. Darauf wies die Österreichische Gesellschaft für Paradontologie (ÖGP) bei einer Pressekonferenz in Wien anlässlich ihrer von 2. bis 4. Juni in Kitzbühel stattfindenden Jahrestagung hin.

Zahnfleischprobleme werden bagatellisiert

Das Bewusstsein der Bevölkerung für Zahlfleischprobleme ist nach Angaben der Zahnärzte zu wenig ausgebildet. Als Folge würden Anzeichen von Erkrankungen bagatellisiert werden, die Behandlung setzt meist zu spät ein. "Ab dem 30. Lebensjahr ist der parandontale Zustand durch den Lebensstil in Mitleidenschaft gezogen. Falsche Ernährung und Rauchen zählen dabei zu den wichtigsten Faktoren, die das Zahnfleisch schädigen können", hieß es bei der Pressekonferenz. Paradontitis werde weitgehend von den gleichen Faktoren begünstigt wie Herz-Kreislauferkrankungen. "Der Paradontitis-Risikopatient ist in vielen Fällen gleichzeitig auch der mit dem erhöhten Herzinfarktrisiko", erklärte Axel Mory von der ÖGP.

Unregelmäßige Zahnarztbesuche

Mory beklagte die mangelnde Disziplin der Österreicher, wenn es um Zahnarztbesuche geht: Nur 41 Prozent der über 14-Jährigen haben bei einer aktuellen Umfrage des market-Instituts im Auftrag des Wrigley Oral Healthcare Programs an, regelmäßig zweimal pro Jahr zur Kontrolle zu gehen. 49 Prozent tun dies nach eigenen Angaben nicht immer, zehn Prozent gehen überhaupt erst bei Schmerzen zum Zahnarzt. Hauptgrund für die mangelnde Frequenz: 53 Prozent vergessen darauf, 28 Prozent haben Angst. (APA)

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Problematisch finde ich, dass es offenbar keine einheitlichen Standards für Mundhygiene-Behandlungen gibt.

Das scheint jeder Zahnarzt individuell zu definieren.
Beispiel: Jahrelang bei der Zahnärztin 2mal jährlich zur Mundhygiene, wo jedes Mal eifrigst mit der Salzlösung "sandgestrahlt" wurde.
Dann einmal an der Univ.-Zahnklinik, erstmals wirklich SUPER, aber völlig andere Strategie: Nur alle paar Jahre einmal "Sandstrahlen", dafür gründliche manuelle Reinigung nach dem Ultraschall - und eine in der Zahnarztpraxis nie entdeckte kleine Zahntasche gefunden, und beseitigt.

Diagnose-Probleme

Ich hatte einmal irre Schmerzen im Kiefer, die bis in den Rücken ausstrahlten. Monatelang bin ich von Zahnarzt zu HNO-Arzt gerannt, keiner fand raus was los war. Ich bekam Physikotherapie verschrieben. Als es dann unerträglich war, wechselte ich zum dritten Mal den Zahnarzt. Siehe da, er fand die Ursache: Ein komplett vereiterter Zahn - der natürlich raus musste. Jahre später habe ich immer noch Probleme, mittlerweile ist dort ein Stiftzahn implantiert, die Schmerzen kommen immer wieder. Und wieder findet der Zahnarzt die Ursache nicht. Meiner Ansicht nach haben die alle Probleme wirklich was Hundertprozentiges zu diagnostizieren. Mit kommt immer vor, die raten mit ihren Panoramaröngtenbildern nur herum!

und was macht der zahnarzt dann?

nichts und kopfschütteln und hygienetermin:

1. teuer
2. die schulung der assistentin wird von einschlägigen firmen gesponstert =
3. literweiser verbrauch von mitteln in meinem mund, die ich nicht in mein klo schütten würde.
4. herumstochern in entzündeten zahnfleischteilen und folgend herumstochern in gesunden teilen die
5. nachher auch entzündet und von der chemie verätzt sind und
6. eine ideale angriffsfläche für keime bieten

am ende brauchts eine antibiotikabehandlung um den zustand vorher wieder herzustellen.

Das ist genau der Grund

warum ich schon seit 10 Jahren nicht mehr beim Zahnarzt war, obwohl ich eine sehr gute Zahnärztin in der Familie habe (bin über 30 und habe keine einzige Plombe). Nur ab und zu eine Mundhygiene (Zahnstein entfernen) das war's. Ist auch wichtig, denn am Zahnstein haften Bakterien die sich nur schwer beseitigen lassen und Parodontitis verursachen.
Viele Zahnärzte sehen gleich hier und da ein Loch und müssen gleich bohren, zur Vorbeugung wie sie so schön sagen (in Wahrheit kriegen sie Kohle von der Krankenkasse). Alles Blödsinn. Wenn man regelmäßig putzt sind auch kleine Kavitäten kein Problem. Es sind immer wieder die selben Punkte die, wenn gewissenhaft und regelmäßig durchgeführt, zur langfristigen Freude mit den Zähnen führen:
o Zahnseide verwen

sie haben einige punkte vergessen, zum beispiel interdentalbürstchen

Ich habe beim 13er und 14er dieses Problem, der Zahnarzt hat gesagt da kann man gar nichts tun, nur putzen.

Weil der genau weiss, dass ich nicht monatlich zur notwendigen Profireinigung um 100 Euro antanzen kann...

Habe üble Erfahrungen mit Zahnärzten.

Auch sekundäre Erfahrungen, also Erfahrungen aus meinem Verwandtenkreis..

Das spricht alles nicht gegen Kontrollen, nur langsam scheint die klassische Angst vorm Zahnarzt einer gesunden Vorsicht zu weichen.

Diese behandlungen muss sich natürlich jeder selber zahlen

Ich gehe regelmässig zum zahnarzt.
Neues zauberwort ist deep scaling. Kostet ein vermögen und sorgt dafür dass der patient garantiert wiederkommt weil die zahntaschen darart ausgemergelt werden dass das nie wieder gut wird.

Wenn Zahnärzte warnen ... :-)

Zur Klärung sollte der zugrunde liegende Wirtschaftsbegriff verwendet werden. Der heißt:

PROFITWARNUNG

Fahren wohl schon zu viele Patienten nach Ungarn?

Abkassiererei

"Hauptgrund für die mangelnde Frequenz: 53 Prozent vergessen darauf, 28 Prozent haben Angst. "

Vielleicht liegt es auch daran, dass man als Patient mittlerweile den Eindruck erhält, dass nur mehr abkassiert wird.
"Wann war ihre letzte Mundhygiene? Was, vor 3 Monaten? Na da müssen wir zuerst eine machen, bevor wir behandeln" (135 € weniger)

2. Termin: Behandlung - es muss eine Plombe getauscht und eine neue gesetzt werden.

Es wird nur mal ersteres gemacht (ca. 10-15 Min.)

3.Termin: es wird die neue Plombe gesetzt. Dabei wird die Farbe des Zahnfleisches kritisiert -> 4. Kontrolltermin und Spezialmundwasser.

ca. 7-8 Wochen sind vergangen - es folgen "Putzschulungen", "Zahnpasta-Empfehlungen", etc.
nach 3 Monat gehts von vorn los...

€ 135,- für eine Mundhygienesitzung ist eh noch günstig, da dürfens nicht zu einem Zahnarzt im 10. Wr. Gemeindebezirk neben der Laxenburgerstraße (Ecke Troststraße). Dort gibt's eine jährliche Inflationsrate von ca 80%. Darauf angesprochen wurde mir kulanter Weise nach meinem lautstarken Protest ein 20% Rabatt eingerichtet (ich hatte also nur eine ~ 50% Erhöhung zu verkraften).

Bin jetzt bei einem wunderbaren Zahnarzt, mit viel Gefühl und live-Fräsen und echt moderaten Preisen auf der Hütteldorfer Straße und sehr zufrieden. Tröstlich!

Kenne ich, meine Zahnärztin hat mir nach längerer Abwesenheit gleich 6 Termine verschrieben und das ist erst der Anfang.
Wobei sie am liebsten alle Zähne rausreißen würde, denn das wird am besten bezahlt im Katalog der WGKK.

So ein Service hatte ich noch nie. Bin aber auch bei ner armen Krankenkasse und kein Privatpatient.

Pro Zahnseide!

Nichts da!

Interdentalbürstchen sind hip! :-)

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