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Von den 13 getesteten Produkten schnitten drei mit der Note "sehr gut" ab, weitere drei mit "gut".
Wien - Bei Würstelständen zählen Debreziner zum Standardangebot, aber auch in vielen Kaffee- und Wirtshäusern gehören die scharfen Würste zu den Klassikern. Nach Frankfurtern nahm der Verein für Konsumenteninformation (VKI) für das Magazin "Konsument" nun Debreziner genauer unter die Lupe. Wie erwartet wurde bei den getesteten Würstel-Produkten nicht mit Salz und Fett gespart. Für Überraschung sorgte dagegen, wie viele Produkte erhöhte Keimzahlen aufwiesen.
Debreziner bestehen hauptsächlich aus Schweine- und Rindfleisch, Speck, Wasser, Gewürzen, Salz sowie Paprika, der für die rote Farbe und den scharfen Geschmack sorgt. Anders als bei den Frankfurtern ist hier die Wurstmasse (Brät), die ebenfalls in Schafdärme gefüllt wird, wesentlich gröber. Statt Schweine- und Rindfleisch kann auch Geflügelfleisch wie etwa Pute verarbeitet werden.
Erhöhte Keimzahlen
"Konsument" testete insgesamt 13 Debreziner. Elf Produkte waren verpackt, zwei wurden offen an der Wursttheke gekauft. Untersucht wurde die Zusammensetzung der Debreziner, die mikrobiologische Beschaffenheit der Würstel sowie die Kennzeichnung der einzelnen Produkte. Außerdem erfolgte eine Verkostung aller Proben sowohl durch Experten als auch durch Laien. Das Ergebnis: Nur jeweils drei Produkte erhielten eine "sehr gute" oder "gute" Gesamtwertung: Tadellos im Prüfpunkt Mikrobiolologie waren nur die Produkte von Testsieger Radatz sowie von Wagner & Delikat und Schirnhofer. In etlichen Produkten wurden dagegen überhöhte Keimzahlen gefunden. Die Debreziner von Windisch und Berger waren überhaupt verdorben und mussten weggeworfen werden.
Hoher Fettanteil
Radatz, Wagner & Delikat und Schirnhofer haben nicht nur in der Gesamtwertung die Nase vorn, sondern auch beim Fettanteil. Die Würstel bestanden hier zu rund einem Viertel und mehr aus Fett. Deutlich magerer waren nur die getesteten Produkte mit Putenfleisch - die Debreziner von Hofstädter, Hütthaler oder Pöttelsdorfer.
Der mittlere Fettgehalt aller 13 untersuchten Debreziner lag bei 22,2 Gramm Fett pro 100 Gramm Wurst. Nach dem Bewertungsschema der britischen Food Standards Agency stünde die Ampel bei neun Produkten auf Rot. Auch die übrigen Würstel kämen über ein warnendes Gelb nicht hinaus. Deutlich fettärmer waren Geflügelprodukte. Beim Salzgehalt blinkt die Ampel bei allen Produkten Rot. Der Nitritgehalt hingegen lag erfreulicherweise unter der Nachweisgrenze.
Nicht immer heimische Ware
Ob trotz Auslobungen wie "hergestellt in Österreich" auch immer heimische Ware in den Debreziner-Würsteln enthalten ist, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. "Eine Garantie, dass tatsächlich österreichisches Fleisch verarbeitet wurde, bieten derzeit nur das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biozeichen mit Herkunftsgarantie", informiert die VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. (red)
Weitere Informationen
In der Juni-Ausgabe des "Konsument" oder online unter www.konsument.at
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sg. fr. Birgit Beck,
das ama-gütesiegel ist eine erfindung der ama-marketing gmbh
das ama-gütesiegel ist "kein" behördlich anerkanntes prüfsiegel. es ist ein "pickerl" auf einer verpackung! mehr nicht.
das oben erwähnte bio-kennzeichen wird allerdings überprüft.
Und zwar? Fleisch halt, billiges Fleisch aber immerhin Fleisch.
Weißt woraus Extrawurst ist? Kannst dir vorstellen, wie einer mit dem Kärcher über die Schweinskarkasse geht, und das dann zusammenfegt und püriert?
(Es ist nicht die Schuld der Kebabstandeln, dass vor ein paar Jahren bayrische Betrüger abgelaufenes Fleisch an Dönerhersteller verkauft haben.)
... und zweitens ist es eigentlich zu erwarten, dass in Bio-Produkten höhere Keimzahlen zu erwarten sind als in Produkten die mit Konservierungsmitteln & Co vollgestopft sind.
Mir persönlich sind ein paar Bakterien mehr lieber als die Chemiekeule. Oder dass in meinem Vanille-Joghurt auch echte Vanille drin ist und nicht Vanillin.
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