"Top 100"

Sebastian Kurz sucht Super-Migranten

25. Mai 2011, 13:51

"Integration durch Leistung und Eigenverantwortung" - Will Top 100 Migranten vor den Vorhang holen

"Integration durch Leistung" - unter dieses Motto will Staatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) seine künftige Arbeit stellen, wie er im Ö1 Morgenjournal ankündigte. Dazu möchte er die Kampagne mit dem Titel "Top 100 Migranten" ins Leben rufen, die positive Beispiele von Integration aufzeigen soll und sein Ziel  mit der gezielten Vergabe von Fördermitteln erreichen. Im Herbst sollen die Migranten präsentiert werden, ein Ranking soll es dabei nicht geben.

Er wolle nicht nur die negativen Beispiele zeigen. Bisher habe es beim Thema Integration auf der einen Seite viel Hetze gegeben und auf der anderen viel Träumerei, sagte Kurz. Es sei aber weder richtig, dass es nur Probleme gebe, noch, dass alles eitel Wonne sei. Er habe einen "völlig neuen" Zugang, so Kurz. Er wolle bei Migrantinnen und Migranten Motivation und Eigenverantwortung stärken und der "Mehrheitsgesellschaft" zeigen, dass es auf Leistung ankomme und nicht auf die Herkunft.

Top 100 Migranten sollen Mut machen

Damit seien nicht nur Prominente gemeint, sondern auch "ganz normale Menschen", die einen Lehrabschluss geschafft haben, erfolgreiche Unternehmer sind oder ihren Weg bei der Polizei gemacht haben. Diese Beispiele sollen Mut machen, meint Kurz.

Mit den Geldern des Innenministeriums sollen künftig jene Projekte gefördert werden, die Leistung und Eigenverantwortung in den Vordergrund stellen, so Kurz. Im Moment läuft gerade die Vergabe für 2012. Acht Millionen Euro sind dafür budgetiert - zur Schaffung von Deutschkenntnissen und zur Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt.

Grüne: "Nicht besonders originell"

Als "nicht besonders originell" beurteilte Alev Korun, Integrationssprecherin der Grünen, das Vorhaben. "Es ist eine Binsenweisheit, dass zur Teilnahme an der Gesellschaft sowohl Eigenverantwortung als auch Förderung gehören", so Korun. "Nach vier Wochen im Amt diese Binsenweisheit verstanden zu haben, ist nicht besonders originell." Statt das Rad neu zu erfinden, sollte Kurz dafür sorgen, dass gute Integrationsmaßnahmen Mittel bekommen.

"Bewegung in die richtige Richtung", sieht Werner Kerschbaum, stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Wurde über Menschen mit Migrationshintergrund gesprochen, standen bisher Mängel und Probleme wie Arbeitslosigkeit, Kriminalität und schlechtes Bildungsniveau im Vordergrund. Das ist nicht integrationsfördernd."

(APA, red, derStandard.at, 25.5.2011)

Kommentar posten
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kriesch
00
20.7.2011, 23:19

wird wahrscheinlich ein indischer programmierer werden :-)

ND1
10
ist ein "Super-Migrant"

einer der freiwillig wieder auswandert? :-)

nebenerwerbsposter
00
da gibts nur einen

slavko, den oberhäuptling der tschuschenkapelle! der kann sogar den kurzen bubi noch zum netten menschen machen.

legal eagle
 
01
oiso:

wenn auf der liste nicht alle herkunftsländer der zuwanderer in ihren tatsächlichen prozentuellen anteilen verzeichnet sind, ist die ganze aktion schon für den hugo. weil einen integrationsstaatssekretär, der unter "migrant" nur die yugos und türken versteht, den brauch'ma echt net.

werner_m
00
28.5.2011, 22:11
Vorschlag:

Lamin J.

wolkenberg
12
28.5.2011, 10:28
wo kann ich mich melden?

bin das kind von migranten und arbeite bei der sozialpartnerschaft.

mehr integriert geht gar nicht.

siliconvalley
02

solange Sie nicht ein früh pensionierter OeBB Bediensteter sind, sind Sie nicht integriert. Also bilden's eana nix ein ;-)

Fanny B
00
27.5.2011, 11:25

was bitte ist daran neu?

temporär autonom
 
00
27.5.2011, 10:57
naja

mein vorschlag für den Super-Migranten wäre Andreas Goldberger. Während andere leute bis zur 10 Jahre für den Staatsbürgerschaft warten müssen, hat Goldberger innerhalb von drei Tagen geschafft, die österreichische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Irgendwelche Superkräfte muss also Goldberger haben

Wappen hea
00
29.5.2011, 12:45

naja nasale Superkräfte und nicht kalter Schnee waren wohl für seinen kurzfristigen Wechsel der Staatsbürgerschaft ausschlaggebend. Ob das im Sinne einer positiven Leistung mit Vorbildcharakter - nicht für hochmotivierte Parlamentarier - sondern integrationswillige Migranten dient, naja...

George Dabblju
00
28.5.2011, 16:36
vasteh i net

was meinen sie bitte?

florus flagrantius
03
26.5.2011, 13:44
ein migrant der genug selbstbewusstsein hat, lässt sich nicht von einem pubertierenden vorführen.

::::

URKNALL
01
26.5.2011, 13:03
also heute merke ich, dass mich die grünen mit ihrer ewigen runterputzerei ohne selbt etwas konkretes anbieten zu können echt nerven.

ich finde die aktion ok. warum nicht? da muss man nicht pseudo-überschlau herumnörgeln.

und ich bin weder oevp noch kurz fan...

Fanny B
00
27.5.2011, 11:28

solche Aktionen gibt es am laufenden Band, das ist nicht schlecht, aber es ist nicht der große Wurf des Kurz und wird auch die Probleme nicht lösen.
die Leute kennen eh erfolgreiche MigrantInnen, aber was ändert sich in einem Gemeindebaughetto, wenn der Sympathieträger Dogudan zum tausendsten Mal fotografiert wird?

keywords
00
26.5.2011, 14:11

weil das geld woanders dringender gebraucht wird als bei einer ÖVP prestige-schau.

echt jetzt.

Trevor Goodchild
05
26.5.2011, 12:58
Die üblich dümmlichkeit der OEVP, Superpraktikantin, Supermigrant, Geilomobil etc. - KASPERLVEREIN!!!

Aber schon klar, dass dem Poser nix gscheiteres einfällt. Hauptsach er kriegt an Haufen Geld für seine Dummheit.

charles darwin
01
26.5.2011, 12:45
dogudan

wird nach zeitungsberichten wieder mal vor den vorhang gezogen. ein nobeltürke, der sich beim gastro-vater ins gemachte nest gesetzt hat...(und hinterher SELBST einen tollen aufstieg und unternehmenserfolg geschafft hat ...keine frage) ist totzdem keinesfalls mit bildungsfremden analphabeten zu vergleichen, bei denen alles über 4 jahre schule (und womöglich deutschkenntnisse !!) verlacht wird und frauen 10 meter hinter dem mann hertrippeln dürfen.

Wappen hea
00
29.5.2011, 12:47

... ahja und dessen Unternehmen noch existiert, weil er dem Staat glaubhaft machen konnte: too big to fail (Arbeitsplatzverlust für zu viele)

der schwitzbär der schwitzt sehr
01
26.5.2011, 11:57
Voll geil, die Idee !

bitte Sebasti mach weiter so

Ich find das voll geil wie voll geil du das machst

Auf diese geile Idee wär doch NIEMAND gekommen, außer nur dir

Du bist der Besti, Basti !

Thieme_Wrobel
 
10
26.5.2011, 11:04
Deutschkenntnisse

Da Integration beide Seiten erfordert rege ich hiermit Deutschkurse für Österreicher ohne Migrationshintergrund an:
Dort könnte man beispielsweise lehren, dass Sätze wie
„I hau da in die Goschn, du Tschusch“ oder „Schleich die ham wosd herkummst“ zwar syntaktisch mit viel Bauchweh noch durchgehen, semantisch aber nicht unbedingt zur Integration beitragen ...

Thomas Felder1
01
27.5.2011, 17:58

besser wäre wohl: "Mia san jo bessa ois wia de" und "Jeder Ausläntä, der was doherkummt kriagt glei a gemeintewohnung und mia woatn (fiktive wartezeit einsetzen) Joa"

hoeckma
01
26.5.2011, 11:03
Viel probiert, nichts funktioniert

Alle möglichen Leute aus verschiedensten politischen Richtungen haben überall in Europa versucht eine Integration der Zuwanderer zu schaffen. Keiner mit besonderem Erfolg; Subkulturen, Ghettos, Probleme überall. Preisfrage: Wo ist das Geld? Verdient wer daran, dass Integration nicht funktioniert?

keywords
00
26.5.2011, 10:55

warum supermigrant? wie sird das super denn gemessen? am einkommen? oder an der adaption der kultur?

warum nicht best practise immigration mit allen facetten?

nur aufs positive schauen ist genauso hirnlos wie nur aufs negative schauen.

die realität abbilden wäre sinnvoll, mit allem schönen und allen problemen. aus sicht von migranten, nicht aus sicht von einer inlandsjury, die irgendwen "super" findet.

Dizzy Lizzy
01
26.5.2011, 09:53
abgekupfert!

wie arm, nix eigenes fällt dem burli ein. den "süpermigrant" gabs von den grünen schon im gemeinderatswahlkampf als antwort auf die beknackte övp kampagne "superpraktikant".

anders and
 
00
26.5.2011, 12:54

der beste Wiener Bürgermeister der letzten Jahrzehnte hat auch grinsend zugegeben viele seiner Ideen von der Opposition abgekupfert zu haben - er hat sie dann aber durchgesetzt.

Ist es wirklich so schlecht einmal auf die Grünen zu hören?
Ich denke: nein.

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