Straßenanbindung nach Aspern: Stadtregierung zufrieden

24. Mai 2011, 16:31

Erschließung der "Seestadt Aspern" sichergestellt

Die rot-grüne Wiener Stadtregierung hat sich am Dienstag mit der neuen Lösung für die Straßenanbindung des Stadtentwicklungsgebiets in Aspern durchaus zufrieden gezeigt. Der betreffende Teil der A23-Verlängerung wird als Landesstraße (Kosten 231,6 Millionen Euro) realisiert, was nach Angaben des Verkehrsministeriums eine Einsparung von 436,4 Millionen Euro gegenüber einer Autobahn bzw. Schnellstraße bringt.

Die Kosten für die Errichtung werden durch den Bund abgedeckt, die Erhaltung und Betreuung der Straße erfolgt durch die Stadt. Wiens Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner und der Bezirksvorsteher der Donaustadt, Norbert Scheed, sprachen in einer gemeinsamen Aussendung von einem "hervorragenden Ergebnis". Die Finanzierungsgespräche mit dem Bund seien gut verlaufen. Die hochrangige Erschließung der "Seestadt Aspern", wie das ehemalige Flugfeld inzwischen genannt wird, sei damit sichergestellt.

Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou begrüßt die finanzielle Einigung ebenfalls. Sie sprach von einer "stadtverträglichen Straße": "Damit kommt es zur überfälligen Entlastung von Hirschstetten, von Aspang, Essling und Breitenlee." Nach der finanziellen Einigung stehe nun die Detailausgestaltung des Projektes an. (APA)

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15 Postings
Franz Stefan
00
28.5.2011, 13:26
Entlastung

Dass die Erzherzog Karl Strasse täglich mehrmals über ihre Kapazität belastet ist, ist der Frau Verkehrsstadträtin halt noch nicht gesagt worden.
Vielleicht brauchte es auch ein Fahrverbot für Pkw, die nur mit dem Fahrer besetzt sind.
Die Kreuzung mit der Stadlauerstr. ist jetzt schon das reinste Nadelöhr, trotzdem wird nun lustig das Q22 Projekt angegangen. Die paar tausend zusätzlicher Leute werden wir pro Tag auch noch ein paar mal über die Kreuzung kriegen.

Neutrino45
00
26.5.2011, 21:12
Werte Redaktion.

Die betreffenden Stadtteil heißen nicht Aspang und Essling, sondern Aspern und Eßling.

Briefmarkenkleber
03
25.5.2011, 14:16
Schande

Dass Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou von einer "stadtverträglichen Straße" mit überfälliger Entlastung von Hirschstetten, von Aspang (sic!), Essling und Breitenlee" redet, spricht Bände. Jagd die Frau aus diesem wichtigen Ressort, das ist doch peinlich.

kredo
00
27.5.2011, 12:02
Peinlich?

jagd (sic!)

unterwegs in Österreich
01
25.5.2011, 10:54
Und bekommens auch eine Straßenbahn

oder werden sie ins Auto gezwungen=?

Johannes Kopp
 
10
25.5.2011, 12:46
Die bekommen:

1) eine U-Bahn
2) scheinbar gleich 2 Strassenbahnen
3) den Anschluss an die Autobahn um schlappe 231 Mio.

Die Umgebung hat von alldem nichts, denn weder werden die Strassen noch die Öffis bis zum Stadtrand ausgebaut, um vielleicht mal die Pendlerströme abzufangen.

Das ganze gleicht eher einem vorzüglich ausgestattenen "Ghetto am Krautacker".

und nebenbei werden historisch gewachsene Ortskerne der Umgebung weiterhin zerstört.

Josef Rohaczek
01
25.5.2011, 14:33
wer san "die"?

Der 22. Bezirk ist flächenmäßig der größte Bezirk in Wien mit über 150.000 Einwohnern. Des san "die", die schon lange auf eine ordentliche Verkehrsanbindung gewartet haben. Mir ist nur eine Straßenbahnlinie bekannt, die "die" bekommen und zwar von Kagran, Gewerbepark Stadlau nach Hirschstetten zur Hausfeldstraße führen soll.

R. Lexer
00
26.5.2011, 08:29

Gerade die flächenmäßige Größe heißt ja auch, dass auch nicht der ganze Bezirk von der U2 profitiert. Im Einzugsbereich vom 24A ändert sich zB gar nichts.

Und genau betrachtet hat der 22. Bezirk schon seit 1982 "die U-Bahn". Nur halt am westlichsten Rand.

Quim Barreiros
00
25.5.2011, 17:43

Und gleichzeitig soll die ÖBB-Station Hausfeldstraße geschlossen werden, so dass Leute, die im Marchfeld wohnen und im Gewerbepark arbeiten, erst wieder Auto fahren werden.

Ob die Straßenbahn dann von der Hausfeldstraße jemals ins Flugfeld verlängert wird, ist unklar.

Neutrino45
00
26.5.2011, 21:15
Die Umsteigestation

die jetzt Hausfeldstraße heißt, heißt dann Aspern und liegt ganze 700 Meter weiter östlich. Das werden die Pendler aus dem Marchfeld intellektuell schaffen.

R. Lexer
00
26.5.2011, 08:38

Ich glaube, Umsteigen und für eine Station mit der U-Bahn fahren ist zwar keine Verbesserung, aber noch im Rahmen des Zumutbaren.

Johannes Kopp
 
01
25.5.2011, 15:34
"Die" sind die Bewohner der "Seestadt"

Und hätten Sie mein Post auch richtig gelesen, würden Sie verstehen, dass ich genau dass meine: Die Seestadt erhält neben U-Bahn (U2), zwei Strassenbahnanbindungen (Linie 25 und 26) sowie auch Autobusanbindung und nun einen Autobahnanschluss. Der Rest des Bezirks geht da nämlich grossteils leer aus. Oder sehen Sie irgendwo eine bessere Verkehrsanbindung zum Beispiel nach Essling?

Linie H2
00
25.5.2011, 16:28

Zwei neue Linien ist etwas übertrieben: Das einzige neue Stück vom 25er ist die Verbindung in der Tokiostraße, der Rest existiert schon heute... von Seiten der Stadt hat man halt nicht verstanden, dass man um dasselbe Geld einen flächenmäßig großen Bezirk lieber mit 10 Straßenbahnlinien erschließt als mit einer U-Bahn, zu der erst alle hingekarrt werden müssen.

Johannes Kopp
 
00
25.5.2011, 16:42
Nicht ganz

Linie 25 endet heute bei Aspern (Friedhof) Oberndorfstrasse. Wird verlängert über Heldenplatz-Siegesplatz-Gross Enzersdf.Strasse (wo früher der 317er fuhr) und biegt dann scharf links in die Seestadt.
Die Linie 26 wird komplett neu gebaut.

Ich vermisse halt irgendwo "das Abfangen" der Pendler aus Richtung Gross Enzersdorf an der Stadtgrenze (wohin mal der 317/217er fuhr) und die Errichtung einer P+R Anlage ebendort. Mit den derzeitigen Plänen wird man keinen Pendler in die Öffis bringen...

Johannes Kopp
 
00
25.5.2011, 15:39
Zur Erläuterung

biite schauen Sie mal den Plan an (aus Artikel "Eindrücke von der Baustelle Seestadt Aspern) dann sehen Sie , was ich meine:

http://derstandard.at/130455222... =5&_seite=

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