Linux Distribution

Fedora 15 ist da: Mit GNOME3 und Systemd

Andreas Proschofsky, 24. Mai 2011, 16:30
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    Der Desktop von Fedora 15, gegenüber dem Default-GNOME3 ist nur das Wallpaper leicht angepasst.

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    Programmstart und Co. sind in den Übersichtsmodus der GNOME Shell gewandert.

Neue Version der Linux-Distribution bringt zahlreiche Änderungen - Zwischen neuer User Experience und Änderungen unter der Haube

Mit einer rund zweiwöchigen Verzögerung gegenüber dem ursprünglichen Release Plan haben die EntwicklerInnen des Fedora-Projekts nun eine neue Version der Linux-Distribution zum Download freigegeben. Fedora 15 verspricht dabei besonders umfangreiche Neuerungen, die sich vor allem mit den Stichwörtern "Systemd" und "GNOME3" umreißen lassen.

Boot

So führt man mit Systemd nun jenes neue Boot-System ein, das man eigentlich schon in Fedora 14 integrieren wollte - nur um es dann recht kurzfristig wieder zu entfernen. Dieses ersetzt die bislang von Fedora genutzte Kombination aus Ubuntus Upstart und den klassischen SysVinit-Skripten. Aus diesem Schritt verspricht man sich mannigfaltige Verbesserungen, etwa in Fragen Administration. Die EndbenutzerInnen merken die Änderung in Fedora 15 vor allem an einer deutlich reduzierten Bootzeit des Systems.

GNOME3

Die wohl augenscheinlichste Änderung ist aber der Umstieg auf die neue Desktop-Generation GNOME3. Fedora ist hier die erste große Distribution, die diesen Wechsel vollzieht, was angesichts dessen, dass Sponsor Red Hat einen bedeutenden Teil der GNOME3-Entwicklung übernommen hat, nicht weiter verwundern darf. So übernimmt nun hier also die GNOME Shell die Herrschaft über den Desktop-Alltag - und damit eine grundlegend veränderte User Experience.

Vanilla

Fedora liefert GNOME3 weitgehend unverändert aus, dies sowohl in Hinblick auf die Funktionalität als auch, was Theme und Icons anbelangt. Lediglich das Hintergrundbild hat man dezent angepasst. Für weitere Details zu GNOME3 sei insofern auf den zugehörigen Test verwiesen.

Firewall

Zu den weiteren Neuerungen von Fedora 15 gehört die Möglichkeit dynamisch neue Firewall-Regeln festzulegen, also im laufenden Betrieb und ohne den zugehörigen Service neu starten zu müssen. Neben der schon länger angebotenen Vollsystemverschlüsselung erlaubt die Distribution nun auch - einfacher als bisher - per ecryptfs  nur das Home-Verzeichnis einzelner NutzerInnen zu verschlüsseln.

Platz machen

Durch den Umstieg auf das LZMA-Packverfahren hat man zusätzlichen Platz auf den Live-Medien von Fedora geschaffen, und kann so mehr Programme mitliefern. Wie auch bei anderen Distribution steigt Fedora mit der Version 15 von OpenOffice.org auf LibreOffice um, auch wenn die meisten NutzerInnen dies wohl bestenfalls am Branding bemerken werden. Bei der Funktionalität gibt es ja noch relativ geringe Unterschiede.

Kern

Die Basis des Systems bildet Kernel 2.6.38.6, die gcc wurde in Version 4.6 zum Kompilieren der Binär-Pakete verwendet, Python 3.2 und RPM 4.9 stellen weitere Eckdaten dar. Als alternative Desktops bieten sich unter anderem KDE 4.6.2 und Xfce 4.8 an.

Download

Fedora 15 kann wie gewohnt wahlweise als umfangreiche Install-DVD oder als schlankes Live-Medium mit GNOME-Desktop heruntergeladen werden. Alternativ gibt es auch wieder diverse "Spins" mit anderer Softwareausstattung, als etwa mit KDE im Vordergrund oder auch mit spezieller Ausrichtung auf den Bildungsbereich.

Einen ausführlichen Test zu Fedora 15 werden wir am Sonntag veröffentlichen. (apo, derStandard.at, 24.05.11)

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Posting 1 bis 25 von 57
1 2
g *star
00
26.5.2011, 13:20
als treuer ubuntu user.. komm ich plötzlich doch ins grübeln

gnome scheint mir um einiges sinnvoller zu sein .. :°

mad bad boy
00
26.5.2011, 21:20

bin seit 7.10 ein ubuntu user.
gestern von 11.04 auf fedora 15 umgestiegen.
es ist ein bischen anders als ubuntu aber auf jedenfall flotter.

Pavo Nurmi
00
26.5.2011, 19:56
mich juckts auch

...ich glaub so geht es vielen. ich steig glaube ich auch um von ubuntu: und fedora scheint mir einer der besten kandidaten zu sein. freu mich schon auf den test am sonntag.

g *star
00
ich möchte ja nicht voreilig sein,

aber hatte mit fedora 15 schon bei der installation probleme -.-
der Desktop ist leicht versetzt (schwarzer balken am rand, ein teil fehlt dafür), auch die auflösung passt nicht! nach update des os ist das behoben!

generell finde ich keine gefallen an gnome3! (obwohl ich unity auch kritisch gegenüberstehe, ist es mir bei weitem lieber als gnome3)

ps: ein wenig testzeit geb ich dem ganzen noch, bin mir aber ziemich sicher, dass ich wieder wechseln werde - netter narwal, ich komme wieder

We ? Adobe
00
26.5.2011, 10:35
Ich bin einfach nur begeistert!

Da und dort müssen einige Dinge händisch nachgebessert werden. Ein kleiner Know how wäre ratsam, aber jetzt läuft s pipi fein alles. Wunderbar!

Böarny
00
25.5.2011, 15:36
mal austesten ob swichable grafics unterstützt wird...

das ist das was mich noch von den meisten Linux Distributionen abhält...
durch Trick im ubuntu 10.100 hingebracht.

AngelusNoctis
00
26.5.2011, 18:26
Bitte?

Jede Distrubtion mit >=2.6.34 unterstützt vgaswitcheroo.

bos
00
25.5.2011, 15:01
Pirelli Modem der TA

Habe unter Fedora 15 große Probleme mit dem WLAN des Pirelli Modems der TA. Verbindung ist ca. 10-15sec. stabil und friert dann ein. (Ethernet Verbindung ist stabil.)

Kennt wer einen Lösungsansatz?

Danke.

P.S.: Ansonsten finde ich, dass Fedora 15 mit Gnome 3 wirklich super gelungen ist!

MicZol
 
00
26.5.2011, 09:18
bei ist die Verbidung zum Pirelli Modem ebenfalls stabil

mit_abstand
00
25.5.2011, 18:33

Das hängt eher vom verwendeten WLAN-Adapter als vom Router ab. Bei mir funktioniert WLAN problemlos mit dem Pirelli.

bos
00
26.5.2011, 09:33

Und wie kann ich den WLAN-Adapter herausfinden?

moosetest
00
26.5.2011, 12:55
lspci

Mit dem Kommandozeilenbefehl lspci kannst man sich alle PCI Geräte ausgeben lassen. Ein "lspci | grep -i [SUCHBEGRIFF]" kann man den Dschungel etwas lichten. Als Suchbegriff wäre hier ether net wlan wifi o.ä. sinnvoll. Mit dem was man rauskriegt Google quälen (instable freezes problem etc.), und man sollte einen groben Überblick bekommen.

We ? Adobe
00
26.5.2011, 10:34

welchen hersteller hast du?

bos
00
26.5.2011, 11:46

Laptop Hersteller = Dell
WLAN Karte = Intel WiFi Link 5000 Series WLAN Half-mini Card oder Intel WiFi Link 5300 oder Intel WiFi Link 5100
(lt. Dell Support Page)

Graph Bobby
04
25.5.2011, 12:51
A*-Tritt fuer Grafikkartenhersteller

An ATI & Nvidia:
1) ATI: Dass ein Treiber beim Versuch, eine eingefrorene Grafikkarte neu zu initialisieren, das ganze System niederreisst, betrachte ich als fundamentalen Designfehler und extrem schlampige Implementierung.
Das Problem einfrierender Grafikkarten ist 20 Jahre alt, nichts dazugelernt? Wie waers mit einer simplen "RESET"-Instruktion?
2) Der proprietaere ATI-Treiber ist voelliger Mist, und das Uninstallscript hat sogar das X11 so demoliert, dass nichtmal mehr der VESA-Treiber ging.
3) Dualscreensetups sind schon Rocket-science, nichtwahr?
4) Ihr seid die Hardwarebude von Microsoft, Quantitaet fuer den Massenmarkt, aber keine Qualitaet fuer Profis, oder? Wo sind voll funktionsfaehige, stabile Linux-/Solaris-/AIX-/QNX-Treiber?

AngelusNoctis
00
25.5.2011, 15:49
Kernel Panic :)

Bei mir tritt sofort nach dem Laden von "radeon" ne Kernel Panic auf ;)

ATI Radeon Mobility 5650 HD :)

xyzasdf
01
25.5.2011, 13:24
OFF-topic? hier gehts um fedora und gnome3!

*)ATI hat grad wieder einen zusätzlichen treiberprogrammierer für linux angestellt.
*)ATI treiber sind meines wissens auch nicht mehr so unbrauchbar wie sie einmal waren.
*)Nvidia treiber funktionieren problemlos. Manches feature geht leider nicht. Von der performace her allerdings top, sogar opencl läuft schneller als mit windows.
*)Video beschleunigung vdpau (nvidia) läuft absolut toll, 0% Cpu auslastung bei einem 1080p film kann schon was :D
*)Darum werden ja freie treiber entwickelt.
*)bei mir friert ein abgestürzter grafiktreiber das system nicht ein. (Ist auch schon sehr lange her das mir das passiert ist) Man muss lediglich den Xserver neu starten.
*)bei den meisten distributionen braucht man kein install oder uninstall script sondern

Graph Bobby
00
25.5.2011, 23:58
Betrifft alle Linux-Distributionen...

...daher nur halb off-topic.
Der abgestuerzte Grafiktreiber hat zunaechst das System bei mir auch nicht eingefroren, sondern erst der Xserver-Restart.
Das bemaengle ich ja. Eine Grafikkarte muss aus jedem unbekannten Zustand mit einer einfachen RESET-Instruktion in einen bekannten Zustand zu bringen sein, dann sind solche Probleme endgueltig geloest.

Ich bin gespannt, wann ich den ersten Treiber sehe, wo ich mit einem Einzeiler eine stabile Dualscreen-Config hinkriege. Was braucht's mehr als:
"Screen:0 on DVI:0 is primary 1920x1200-16@60, Screen:1 on VGA:0 is right-of Screen:0 1650x1050-16@60, Xinerama on".

Ich finde, das ist eine voellig ausreichende und lesbare Configfile.

aceFruchtsaft
00
25.5.2011, 13:03

QNX gibt es als Desktop-OS nicht mehr, AIX hat es vermutlich nie als solches gegeben. Also irrelevant. Solaris auf der Workstation ist praktisch tot, auf dem Desktop sowieso. Wer verwendet sowas noch?

Und wenn man sich schon nicht mit generischen uninstall scripts ärgern will einfach warten, bis es RPMs für die eigene Distribution gibt.

Aber stimmt natürlich, optimal sind die Treiber nicht.

Graph Bobby
00
25.5.2011, 13:02
...und noch einer fuer KDE4 / kubuntu 11.04 & Xorg:

Mit dem OpenSource-Treiber "radeon" auf ATI HD4670:
In den KDE4-System Settings laesst sich das Dualscreen-Setup (1920x1200 an DVI, 1650x1050 an VGA) sogar per Point-and-klick konfigurieren, aber nicht speichern.
Xorg startet problemlos aber immer im Clone-Modus, Xorg -configure dagegen findet keine Screens -> offensichtlich verschiedene Softwareroutinen fuer die selbe Funktionalitaet, schlechtes Softwaredesign.
Logout zu kdm funktioniert bei Singlescreen, im Dualscreen crasht kdm und Xorg bleibt ohne Client einfach stehen (aber wenigstens restartable).
-> KDE4: Weniger Arbeit in ueberfluessige optische Gimmicks investieren, und mehr in Fehlerbehebung und saubere Programmierung, sonst hat keiner was davon.

clever s
01
25.5.2011, 11:54
Strom Verbauch von 3D Desktops

ist der verbrauch von 3D Desktops wie Unity, Gnome 3 und Compiz eigentlich höher?

Der Unkurze
00
25.5.2011, 12:45

ich denke nicht das es einen wirklcih messbaren unterschied im stromverbrauch zwischen gnome 2.4 und gnome3 gibt

Mathias
 
10
25.5.2011, 12:36
Sicher wesentlich höher als mit Xfce.

suka
01
25.5.2011, 14:29

Warum?

xyzasdf
00
25.5.2011, 00:10

glich mal lxde testen, das ist die erste distri die ich kenne die LXDE hat das nicht nachinstalliert werden muss und eine 64bit version davon hat.

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