Kostenlose Unterstützung bei Problemen in Schullaufbahn - Von Kurier Aid Austria und Rotem Kreuz initiiert
Wiens erstes "Lernhaus" wird am Dienstagnachmittag offiziell eröffnet. Die in Rudolfsheim-Fünfhaus (Schwendergasse 25-27) angesiedelte Einrichtung bietet kostenlose Unterstützung für Schüler im Alter zwischen sechs und 15 Jahren. In Kleingruppen und ohne Druck soll den Kindern mit speziellen Übungen und Spielen beim Lernen geholfen werden. Ins Leben gerufen wurde das Sozialprojekt vom Verein Kurier Aid Austria (KAA), dessen Obmann Ex-Chefredakteur Christoph Kotanko ist, und dem Roten Kreuz (ÖRK).
Das "Lernhaus" ist in einem ehemaligen Gassenlokal untergebracht und hat bereits Mitte März seinen Betrieb aufgenommen. Laut Projektleiter Herbert Habersack vom ÖRK werden derzeit 22 Volksschüler und 15 Haupt- und Mittelschüler betreut. Geöffnet hat die Einrichtung nachmittags an Schultagen. Am Programm stehen etwa die Erledigung von Hausübungen, individuelle Trainings, gemeinsame Jausen oder Parkausflüge, erklärte Habersack: "Wir sind kein Paukerinstitut, sondern wollen Freude an der Neugier wecken."
Lernbuddys
In Kooperation mit den umliegenden Schulen werden jene Kids im Lernhaus aufgenommen, "deren kognitiver und sozialer Status dies besonders notwendig erscheinen lässt", heißt es in den Projektunterlagen. Als Betreuer fungieren pensionierte Pädagogen und Studenten der Wirtschaftsuniversität - sogenannte Lernbuddys. Außerdem stellt das US-Unternehmen Accenture im Rahmen des Sonderprogramms "Skills to Succeed" Mentoren, welche den Teenagern bei der Berufsvorbereitung unter die Arme greifen sollen.
Um die Finanzierung der Initiative kümmert sich laut Habersack in erster Linie KAA, wobei Geld u.a. von der Stadt Wien, privaten Spendern und Sponsoren aus der Wirtschaft kommt. Das Rote Kreuz dient als Trägerverein. Aktuell sei man bis Anfang 2013 "ausfinanziert", so der Projektleiter. Für Mitte 2012 ist die Eröffnung zweier weiterer Lernhäuser in Niederösterreich und Oberösterreich vorgesehen. (APA)