CyanogenMod lässt Android-Berechtigungen gezielt zurückziehen

24. Mai 2011, 11:08
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Neue Testversion des Community-Android will Googles Berechtigungssystem nachbessern

Das Berechtigungssystem von Android soll eigentlich verhindern, dass Apps Zugriff auf all zu viele Möglichkeiten des Smartphones haben. Wer etwa keinen Zugriff auf den Standort der NutzerInnen oder auch das Netzwerk benötigt, beantragt diese Funktionen gleich gar nicht. Den BenutzerInnen werden die angefragten Berechtigungen einer App noch vor der Installation angezeigt, und auf diese Weise Transparenz geschaffen, so zumindest der Grundgedanke.

Problematik

Dabei stellen sich allerdings zwei Probleme: Einerseits sind viele NutzerInnen mit solch detaillierten Informationen überfordert und klicken so recht blind auf "weiter", andererseits gibt es keine Möglichkeit die Vergabe gewisser Berechtigungen zu verbieten. Zumindest den zweiten Punkt geht nun die Android-Community selbst aktiv an.

Gezielt

So haben aktuelle "Nightlys" von CyanogenMod eine neue Funktion implementiert, die zumindest Power-UserInnen zusätzliche Möglichkeiten an die Hand gibt. Über eine zusätzlichen Eintrag in den CyanogenMod Settings können nämlich fortan gezielt einzelne Berechtigungen für Anwendungen entfernt - oder auch wieder aktiviert - werden. Wer also ein bestimmtes Programm unbedingt haben will, aber nicht akzeptiert, dass es Zugriff auf den eigenen Standort hat, kann diesen hier verhindern. 

Repräsentation

Manuell vorgenommene Beschränkungen werden in der Liste der Berechtigungen durchgestrichen dargestellt. Jegliche Veränderungen werden hier umgehend wirksam, die Ausnahme bildet nur die Reaktivierung der Netzwerkfunktionen für einzelne Apps, hierfür ist ein Neustart des Systems erforderlich.

Ausblick

Es ist davon auszugehen, dass die beschriebene Funktion auch in der nächsten stabilen Release von CyanogenMod landet, die dann wohl die Versionsnummer 7.1.0 tragen wird. CyanogenMod ist ein ganz von der Open-Source-Community getragenes Projekt, die alternative Firmware unterstützt zahlreiche aktuelle Smartphones. (apo, derStandard.at, 24.05.11)

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