Rootkit

Windows-Schädling spioniert Online-Banking aus

Zsolt Wilhelm, 24. Mai 2011, 10:50
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    foto: derstandard.at/screenshot

    Rootkit macht Online-Banking unsicher

32- und 64-Bit-Systeme betroffen - Bislang vor allem brasilianische Nutzer im Visier

Brasilianische Nutzer von Online-Banking-Webseiten sind ins Visier von Cyber-Kriminellen geraten. Antivirenhersteller Kaspersky hat ein Rootkit für das Betriebssystem Windows entdeckt, dass eine Lücke in einer veralteten Version des Webbrowser-Plug-ins Java ausnützt und sich dadurch im System einnistet. Um die Daten dann auslesen zu können, deaktiviert der Schädling die Benutzerkontensteuerung (UAC) und sorgt dafür, dass User beim Besuch von Banken-Webseiten unwissentlich auf eine Phishing-Seite umgeleitet werden.

Ausgeklügelt

Das Besondere an dem Rootkit ist, dass es auch Microsoft-Betriebssysteme mit 64-Bit unterstützt. Auch drüber hinaus haben die Angreifer gehörigen Aufwand betrieben. So gaukelt das Rootkit mit gefälschten Zertifikaten Autentizität vor und deinstalliert überdies noch ein von manchen brasilianischen Banken eingesetztes Sicherheits-Plug-in. Die Schaddateien wurden von Kaspersky als Rootkit.Win64.Banker.a, Rootkit.Win32.Banker.dy und Trojan-Dropper.Java.Agent.e identifiziert. (zw)

Links

Kaspersky

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19 Postings
Füxchen
13
25.5.2011, 06:57
Darum ist es so wichtig, dass Windows bei Behörden, Kraftwerken usw eingesetzt wird

denn dort kann er sich so richtig austoben. IT-Entscheidern sei dank. Alleine dass Windows zb bei der Polizei und der Justiz in Österreich verwendet wird, zeigt die Kompetenz gewisser Leute.

Waldviertler1
22
24.5.2011, 14:26
haha, also für Windows 7, Vista, XP, usw... gibt es seit 2006 eine sehr eklatante Bedrohung, Subvirt, Virtual Machine Based Rootkit! Und wenn`s erwischt hat in Österreich Pech gehabt, weil es gibt eine Wartezeit von 6 Monaten bei einer Anzeige.

TEIL 1: Dieses Rootkit bzw. von chinesischen Hackern umgeschriebenes Subvirt infiziert fast jeden Windows Rechner.

Egal ob man eine aktuelle Internet Security hat, regelmässig Updates einspielt, keine illegalen Sachen herunterlädt, ....... oder eben Windows 7 hat.

Da genügt ein Klick auf einen Link, auf der Website ist dann ein manipulierter Werbebanner, flash oder java exploit etc..... und man hat es auf den Rechner.

Die Infektion wird seit 2006 von keinem AV Programm verhindert, weil es derzeit einfach keine aktive Abwehr dagegen gibt.

Einzig Kaspersky & Trend Micro IS 2010/2011 melden beschädigte Datenbanken, wenn der PC/Laptop offline ist.

Viele surfen Monate lang mit diesem Schädling auf dem Laptop oder PC, bis sie es bemerken.

Grunzbert
00
25.5.2011, 15:25
Und wenn es keine Anzeigewartezeit gaebe, was genau glauben sie wuerde ihnen das nuetzen?

Dass sie die Polizei vor Viren schuetzt/Viren entfernt, oder dass die oesterreichische Justiz gegen chinesische Hacker vorgeht & ihnen ihr Schaden ersetzt wird?
Schuetzen muessen sie sich schon selbst. Noetigenfalls eben kein Windows verwenden.

Waldviertler1
00
25.5.2011, 16:11
Nein, dass von chinesischen Hackern umgeschriebene Subvirt ist für jeden Hacker zu bekommen usw... Dieser Hacker (in meinem Fall sicher aus Österreich) kann dann jede Person angreifen.Da ich schon 2-3 Tage später draufgekommen bin, weiss ich auch

welche Homepage es war, kenne die Person selber gut, die die österr. Homepage registriert hat. (wir waren früher befreundet.....)

Und dass diese Person die Homepage wissentlich für den Hackerangriff zur Verfügung gestellt hat (und teilweise auch warum.... und die daraus resultierenden Folgen) ist mir auch bekannt.

Mein Vorwurf ansich bei der ganzen Thematik ist, dass diese Bedrohung (das virtuelle HackerOS) seit 2006 existiert und bis heute nichts wirklich effektiv dagegen unternommen wird, weder von den AV Herstellern, noch hat MS etwas zur aktiven Abwehr bereitgestellt.

Wenn man eine Anzeige macht, wartet man 6 Monate, obwohl wir viele Beweise & Indizien zusammengetragen haben. Die 2000 € Hardwareschaden sind dagegen eine Kleinigkeit.

Waldviertler1
10
24.5.2011, 14:59
Teil 2: Als Backupinternetleitung wird nämlich ein Nachbar WLAN gehackt und sobald man den eigenen ADSL Wlan Router ausgeschaltet hat, verbindet sich der Laptop unbemerkt mit dem Nachbar WLAN. Und fast alle benützen heute WLAN.

Sogar fast alle Stand-PCs haben WLAN, bei den meisten lässt es sich nichtmal im BIOS deaktivieren, was eben bei Subvirt fatal ist.. Und sobald das BIOS vom Hacker geflasht wurde können den Laptop wegwerfen, weil ein erneutes Flashen mit dem Hersteller BIOS unterbunden wird.

Und dass sind nicht irgendwelche Theorien, bei uns zuhause ist dass so passiert.

Habe einen Link angeklickt, von einer österreichischen Homepage, die von einer österreichischen Person, die mir sehr gut bekannt ist, registriert wurde. Und schon war der Rechner infiziert, hab zwar alles gleich geschlossen, weil mir diese Website mit nur einem Werbebanner & Animation usw.. suspekt vorkam, jedoch lud sich im Hintergrund schon Subvirt herunter während die AV aktiv scannte.

Waldviertler1
10
24.5.2011, 15:08
Teil 3: Und mit aktiv scannen meinte ich, ich habe danach eine Komplettuntersuchung gestartet, bei deaktiviertem WLAN des Laptops! Subvirt installierte sich beim nächsten Start oder Reboot des Laptops. Wir sind zwar schon nach 2-3 Tagen drauf

gekommen auf die Infektion, weil zum Glück das Nachbar WLAN kurz ausgefallen ist und so beschädigte Datenbanken von Kaspersky gemeldet wurden, haben dann div. Rootkitscanner drüber laufen lassen usw.... (u.a. der Inhalt der Infektions-Homepage war weg bzw.... sie war nicht mehr erreichbar)

Haben einen EDV Spezialisten vorbeikommen lassen, um die PCs zu analysieren und um die Infektion zu bestätigen, damit wir bei der Polizei etwas in der Hand haben, dies hat uns aber nichts genützt, weil es besteht in Österreich eine Wartezeit von 6 Monaten bei einer Anzeigen wegen eines Hackerangriffes!!!

Da nützt es auch nichts, wenn man Beweisen konnte, dass diese Person die Homepage wissentlich zur Verfügung gestellt hat und daran beteiligt war.

Waldviertler1
20
24.5.2011, 15:13
Teil 4:Wir haben den teuersten Laptop weiters zum Hersteller geschickt, dort das BIOS flashen lassen und die HDD austauschen lassen (anderes Volumen und andere Marke), sinnlos, Subvirt installierte sich nach Inbetriebnahme wieder.(Laptop war OFFLINE)

d.h.: wurde von uns über 3 Monate nicht mehr ans Internet angeschlossen.

Dann kam ca. 1 Monat nach der Infektion ein neuer Laptop ins Haus (mit Windows Vista), garantiert sauber, wir haben auch gleichzeitig einen neuen ADSL WLAN Router von der TA bekommen, dann haben wir nur Office 2010 und den ADSL Router installiert übers eingeschränkte Benutzerkonto mit Passworteingabe. Auch infiziert, es sind nämlich keine laufenden Admin Rechte nötig.

Am besten ist es, wenn man 1x in der Woche auch einen Rootkitscanner laufen lässt.

Unter www.antirootkit.com gratis zum Download.

Gmer, Trend Micro Haousecall 7.1, Radix Anti Rootkit usw.... (diese können zwar vom Hacker auch manipuliert werden, aber was besseres gibt es derzeit eben nicht)

ZM
11
24.5.2011, 18:48

subvirt = rootkit für VIRTUELLE MASCHINEN

Ihr Laptop ist keine VM und kann somit von keiner Variante des subvirt betroffen sein.

Vorallem die Spekulation dass es sich um einen chinesischen Virus handelt der quasi alle PCs infiziert hat halte ich für dubios.
Gibt es dazu irgendwelche Quellen ?

Die kritische Stimme
01
25.5.2011, 11:17
Ich nehme an,

es geht um die Java-VM, das ist die Schnittstelle, auf der der plattformunabhängige Javacode aufsetzt, also bloß um "Java selbst", um es vereinfacht auszudrücken.

Wenn die Java-VM "verseucht" ist, kann die Schadsoftware sämtlichen Javacode kontrollieren, also auch z.B. die Passworteingabe an vielen Webseiten.

Das hat nichts mit einer Virtualisierung eines Betriebssystems mit Virtualbox, VMWare, Windows VirtualPC, KVM, QEMU usw. zu tun!

Waldviertler1
00
24.5.2011, 19:38
mit alle PCs infiziert ist gemeint, es ist praktisch für alle MS Windows Betriebssysteme der letzten Jahre verwendbar, dieses von chinesischen Hackern umgeschriebene Subvirt. Dieses Programm wurde ursprünglich von Microsoft selbst entwickelt,

es wurde aber dann von chinesischen Hackern umgeschrieben.

Der Grund warum ich meinen Fall so ausführlich hier beschreibe, ist gerade, weil es nur sehr wenige offene Informationen im Internet über diese VMBRs gibt.

Wir selbst haben einen EDV Experten dafür bezahlt, dass nachzuweisen, uns zu erklären was da passiert und welche weiteren Manipulation er vorgenommen hat.

Hier wird das Problem genauer erklärt (Grafik Seite 5):

http://www.eecs.umich.edu/~pmchen/p... king06.pdf

oder:

http://citeseer.ist.psu.edu/viewdoc/s... 1.1.77.957

hab das mal von 2011 gegoogelt:
http://www.ceilers-news.de/serendipi... erung.html

http://research.microsoft.com/apps/pubs... x?id=67911

cba
12
24.5.2011, 16:22

ich denke, sie haben da was missverstanden. subvirt ist nur ein hypothetischer prototyp, der etwa 2006 von einer uni vorgesetllt wurde, um zukünftige bedrohungen zu skizzieren. meines wissens nach gibt es glücklicherweise bis jetzt keine reale implementierung dazu. subvirt wäre durch die standard-rootkit/viren scanner nicht zu entdecken.

Waldviertler1
00
24.5.2011, 20:51
mein Posting scheint nicht durchgegangen zu sein, deshalb nochmal: Subvirt wurde zwar von Microsoft entwickelt, wurde aber von chinesischen Hackern umgeschrieben, es ist also Realität. Das hat uns Kaspersky selbst und auch ein von uns bezahlter EDV

Experte bestätigt der unsere PCs analysierte und uns die Situation erklärt hat. (habe es hier natürlich sehr verkürzt dargestellt)

Missverstanden habe ich da nichts, bei uns ist es ja so abgelaufen, wie oben geschildert, diese Angriffsmethode ist derzeit zwar selten (im Vergleich zu Viren, Trojanern, usw....), aber für gezielte Angriffe wird dieses System gerne verwendet.

Denn sobald der Hacker auch das BIOS des PCs manipuliert/geflasht hat, ist eine Erkennung umso schwieriger (für den Laien).

Genauere Details aus der Praxis dieses Programms sind auch heute noch nur in der Hackerszene selbst zu bekommen.

Hier noch ein paar öffentlichen Links zur Bedrohung Subvirt:

http://www.eecs.umich.edu/~pmchen/p... king06.pdf

Wolfgang Dlapa
02
24.5.2011, 14:17

den Trojaner Java.Agent.e habe ich in allen meinen Mails von der Östereichischen Botschaft in Bejing gefunden mit welcher ich vor einiger Zeit einigen E-Mail-Verkehr hatte; also nicht nur Brasilien ist betroffen und auch sensible Bereiche von denen man meinen sollte, dass sie ausreichend abgesichert sind, sind davon betroffen!

Hannes31
11
24.5.2011, 12:58

In brasilianischen Firmen ist es sowieso an der Tagesordnung, dass deren Rechner stark verseucht sind (selbst mehrfach gesehen!).

Dort herrscht eher die Meinung vor, dass ein Virenscanner ausreicht und (Security-)Updates unnötig sind.
Die Folgen sieht man dann...

Deci
39
24.5.2011, 11:54
Wow!

Jetzt gibt's schon einen Artikel, sofern es mal einen relevanten Schädling für Win gibt, wie sich die Zeiten ändern!...

Ganz ehrlich: Wer hatte unter Win7 schon Probleme mit Viren etc.?

MS hat da wirklich gute Arbeit geleistet!

Waldviertler1
01
24.5.2011, 21:27
Ja, es gibt eine gravierende Schwachstelle in Windows 7: Subvirt (VMBR), funktioniert bei fast allen MS Betriebsystemen seit XP.

englisches PDF zum Thema Subvirt:
http://www.eecs.umich.edu/~pmchen/p... king06.pdf

kurzgefasstes deutsches PDF:
www.wireless-forum.ch/forum/dow... hp?id=1908

BUCH:
http://www.fruehwarnung.at/home.html

oder ein Asschnitt zum Thema Subvirt / Rootkits aus Wikipedia:

Auf der Konferenz Black Hat im Januar 2006 wurde ein möglicher Rootkit-Typ vorgestellt, der selbst eine Reinstallation des Betriebssystems oder ein Neuformatieren der Festplatte überlebt, indem er das ACPI („Advanced Configuration and Power Interface“) manipuliert oder sich im PC-BIOS festsetzt.

Keine Theorie, mir ist dass passiert, es war zwar ein gezielter Angriff und ist deswegen auch eher selten in Verwendung, aber geben tut es diese Bedrohung schon seit 2006.
mfg

Bischoffsteiner
01
24.5.2011, 11:33
Bürgerkartensoftware

Für Spezialisten zum Austesten: Die umfangreiche "Bürgerkartensoftware" von ASign, die E-Banking mehr schlecht als recht möglich macht, stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko für jeden Windows-Rechner dar.

Die kritische Stimme
00
25.5.2011, 11:22
Komisch ist nur...

... dass die Bürgerkarte samt den dazu gehörigen Lesern praktisch uneingeschränkt auch unter Linux funktioniert.

Vermutlich braucht man da die so genannte "Bürgerkartensoftware" nicht... Das ist ja so wie die ach so tolle Backup- und sonstige SW auf externen Festplatten (nur für Windows, eh klar), oder die ach so tollen Installations-CDs diverser Internetbetreiber.

Bei Linux machst du damit eines: Mistkübel auf, CD rein, Mistkübel zu bzw. Festplatte neu partitionieren und formatieren, was auf's selbe rauskommt.

Komischerweise funktioniert trotzdem alles...

(Ist natürlich nicht komisch, sondern logisch.)

Mazzesinsulaner
 
10
24.5.2011, 14:19

gibts dazu mehr?

Ich verwende die Bürgerkarte zum Abfrage der SV Daten meiner Klienten. Inwieweit gefärdet die ASign Software die Sicherheit?

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