Microsoft schickt Kamera-Autos für Bing Streetside los

23. Mai 2011, 14:22
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Erste Kamerafahrten in Deutschland für den Kartendienst unterwegs - Probleme mit Datenschützern

Seit Montag sind die ersten Fahrzeuge für Microsofts Kartendienst Bing Streetside in Deutschland unterwegs. Die Kamerafahrten starten in den bayrischen Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen und sind laut Zeitplan die kommenden anderthalb Jahre auf Achse. In Summe sollen die Fahrzeuge 150.000 Streckenkilometer erfassen, so Microsoft-Sprecherin Miriam Kapsegger. Als neue Features wurden die so genannten "Nachbarschaftsblogs" integriert, die Nutzern ermöglichen sollen, regionale Gebiete auf neue Art und Weise zu erkunden.

Vorab-Widerspruchsrecht

Nachdem die Straßenaufnahmen von Googles Kartendienst Streetview eine heftige Datenschutzdebatte ausgelöst hatte, wollte Microsoft bewusst mit seinem Konkurrenzprojekt warten. Aber auch die Redmonder wurden rasch mit Kritik der Datenschützer konfrontiert. Der Grund: Sie forderten eine Vorab-Widerspruchsfrist für jene Nutzer, die eine Abbildung ihres Haus im Internet vermeiden möchten.

Datenschutzkodex

Microsoft räume laut Kapsegger allen Bürgern eine Widerspruchsmöglichkeit ein und stehe derzeit in Verbindung mit dem zuständigen Datenschutzbeauftragten von Bayern. Allerdings sehe der zwischen Wirtschaft und Politik vereinbarte "Datenschutzkodex für Geodienste" nicht vor, bereits vor einer Veröffentlichung im Internet Widerspruch einzulegen. (ez, derStandard.at, 23. Mai 2011)

  • Bing Streetside schickt die Kamera-Autos in Bayern auf Achse.
    foto: screenshot, microsoft

    Bing Streetside schickt die Kamera-Autos in Bayern auf Achse.

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