Exil-Tibeter

Etwa 300 Mönche von chinesischen Behörden festgenommen

23. Mai 2011, 12:37

Bereits seit April keine Informationen mehr

Peking - Die chinesischen Behörden erhöhen offenbar den Druck auf die tibetische Minderheit in der südwestlichen Provinz Sichuan. Nach der Selbstverstümmelung eines 21-jährigen Mönches habe das Militär ein Kloster in der Präfektur Aba gestürmt und etwa 300 tibetische Mönche festgenommen, sagte der Leiter des Klosters, Kirti Rinpoche, der Nachrichtenagentur Reuters am Montag in seinem Exil im indischen Dharamsala. "Die Unterdrückung wird immer schlimmer." Zu der Massenfestnahme sei es bereits am 21. April gekommen. Seitdem fehle von den festgenommenen Mönchen jede Spur.

Die Angaben konnten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüft werden, weil die chinesischen Behörden ausländischen Journalisten den Zugang in die Unruhegebiete verbieten. Die Behörden waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Das Außenministerium in Peking hatte im vergangenen Monat erklärt, in dem Kloster gehe alles seinen normalen Gang.

Der schwer zugängliche buddhistische Klosterstaat Tibet war von 1720 bis 1912 chinesisches Protektorat und nach dem Ende des chinesischen Kaisertums faktisch selbstständig. 1950/51 marschierten chinesische kommunistische Truppen in Tibet ein. 1959 nach der Niederschlagung des großen Volksaufstands floh das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter, der 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso, mit über 100.000 Landsleuten über die Grenze nach Indien. Am 1. September 1965 errichtete Peking die "Autonome Region Tibet"; deren Fläche ist wesentlich kleiner als die des alten Tibet, von dem Teile den chinesischen Provinzen Qinghai und Sichuan zugeschlagen wurden. Menschenrechtsorganisationen und der Dalai Lama, der sich aus der Exil-Regierung zurückzieht, aber geistliches Oberhaupt bleibt, haben Peking unter anderem Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisationen, sowie "kulturellen Völkermord" durch die massive Ansiedlung von Han-Chinesen vorgeworfen. (APA)

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Michael_Gutsch
20
12.6.2011, 17:56

Was über die Geschichte zwischen 1912 und 1950 nicht erzählt wurde:
95% der Bevölkerung waren Sklaven im Dienste der tibetischen Herrscherklasse (tibetanische Mönche), die Lebenserwartung lag bei rund 35 Jahren, es gab kein öffentliches Bildungswesen, eine gesundheitliche Versorgung für die Sklaven existierte nicht, eine zeitgemäße Infrastruktur (Wasserversorgung, Stromversorgung, asphaltierte Straßen, Eisenbahn, ect.) existierte nicht. Die tibetanische Regierung unter dem Dalai Lama und seinen Mönchskollegen war eine finstere Diktatur und kein Wunderland.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
01
20.10.2011, 17:29

aber wo, diese Sklaven .. wünschen sich den Lama herbei, wetten?

Man diente den Führern, wie es Chinesen auch ihren Schichten gegenüber taten.. Millionen .. starben in chinesichen Bürgerkriegen..
Die Lebenserwartung lag bestimmt höher als bei "35" Lebensjahren (ganz offensichtlich gibt es ein paar schnelle Brüter hier),
wie allgem. das Leben um 1930 ein andees war (siehe Europa, China)!

ein öffentliches Bildungswesen in Tibet als klerikales, vorjahrhundertliches Gebilde zu verlangen ist so viel wie "Mindestsicherung" im Europa des 19. Jh. zu wünschen

Stromversorgung, asphaltierte Straßen.. hihi Er redet immer noch von den 30 - 50ern, diese gibt es im ländlichen China oft noch nicht

Tibet war so finster daß Heinrich Harrer mytologis.

Rester
21
31.5.2011, 13:06
Eine Frechheit!!!!!

Zum einen:
Die Angaben konnten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüft werden, weil die chinesischen Behörden ausländischen Journalisten den Zugang in die Unruhegebiete verbieten.

zum anderen:
Das Außenministerium in Peking hatte im vergangenen Monat erklärt, in dem Kloster gehe alles seinen normalen Gang.

Unfassbar!!!!!

Linek Karl
 
10
27.5.2011, 12:51
"Autonome Region Tibet"; deren Fläche ist wesentlich kleiner als die des alten Tibet

Wenn die, zum Großtibet zugerechneten Gebiete, dazugerechnet werden, dann sind weniger als 50 % der Bevölkerung Tibeter. Warum wird immer wieder darauf verwiesen, dass China die Verwaltungseinheit verkleinert hat, aber nicht, dass das durchaus sinnvoll ist.

Dort wo Tibeter oder andere chinesische Minderheiten lokal einen großen Anteil (durchaus nicht immer mehr als 50 %) der Bevölkerung stellen, wurde autonome Bezirke eingerichtet. Verwaltungstechnisch kann man da der chinesischen Regierung doch nichts vorwerfen.

Marxistin
11
27.5.2011, 12:44

Free Tibet

BatoutofHell
11
26.5.2011, 19:02
Gemütsmensch
611
23.5.2011, 20:29
.... und nach dem Ende

des chinesischen Kaisertums faktisch selbstständig, heißt es im Bericht.

Das Wesentliche wird dem Leser vorenthalten. Tibet erklärte 1912 einseitig seine Unabhängigkeit. Was folgte und vierzig Jahre dauerte erinnert an die DDR.
Es wurde ein Mönchsstaat etabliert, der einer Diktatur glich und der die eigene Bevölkerung wie Leibeigene behandelte
Näheres und Brutaleres gibts nachzulesen in Harrers "Sieben Jahre in Tibet".

Aber das wollen die Free-Tibet-Fans nicht wahrhaben und blenden die Fakten aus. Zum Glück gibts Zeitzeugen wie Harrer und Aufschnaiter, die das gut dokumentiert hatten.
Die Wiedereingliederung in den chinesischen Staatsverband kommt einer Befreiung der Zivilbevölkerung gleich.

flying bird1
01
26.1.2012, 22:52

Sie sollten sich besser informieren bevor Sie immer denselben Mist widerkäuen. Der Dalai Lama hatte bereits eigenständig mit Reformen begonnen. Er wollte eine Demokratie etablieren. Aber dann kam ja die kommunistische Befreiung. Das Ziel waren die Ausbeutung der Bodenschätze und die Übersiedlung mit Han Chinesen.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
01
20.10.2011, 17:31

Noch so ein Träumer

40 Jahre - und Mönchsstaat etabliert.. ?

Tibet instruierte China, einstens

insertnamehere
 
44
24.5.2011, 09:24
Tja.

Blöd nur für die Tibeter, dass ihre "Befreiung" und "Wiedereingliederung" ausgerechnet zu einer Zeit war, als die VR sich grade zu ihrer mörderischen Höchstform warmlief.

Verglichen dazu wär die DDR ja ein Kuraufenthalt gewesen.

Linek Karl
 
20
27.5.2011, 13:10

Wirklich schlimm war die gesamtchinesische Hungersnot Ende der 50er Jahre. Sie wurde durch eine Dürre ausgelöst, aber durch eine schlechte Politik verschlimmert. China hat daraus gelernt und das hat sich ja auch nicht wiederholt.

Weiters war auch die Kulturrevolution schlimm. Natürlich war dafür die chinesische Regierung verantwortlich. Es setzten sich jedoch die gemäßigten Kräfte durch. China ist heute anders als zur Zeit Maos.

Insofern ist es doch besser für die Tibeter, dass sie keine Lamas als Herrscher haben.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
11
20.10.2011, 17:32
besser, daß keine Lamas

woher willst das wissen`?

behaupten was durch Gewalt herbeigeschaffen wurde ist kein Beweis für aktuell nicht erlaubte Selbstbestimmung dort

Gemütsmensch
23
24.5.2011, 09:37
Lernen S`Geschichte,

guter Mann/gute Frau!

Wenn ein Volk wie die Tibeter bis 1952 nicht einmal künstliche Bewässerung ihrer Felder kannten und bis dahin ein Drittel der männlichen Bevölkerung in Klöstern und Tempeln sich vom Rest durchfüttern ließ, dann ist die "Befreiung" als eine Wohltat und als Fortschritt zu bezeichnen.
Während der Mönchsdiktatur von 1912 bis 1952 betrug die Lebenserwartung der Tibeter gerade 40 Jahre.
Kein Wunder, wenn man Schulmedizin (keine Operationen am lebenden Menschen) ablehnt und sich auf "buddhistische" Wundermitteln verlässt.

Alles nachzulesen beim Harrer.....

Auch Briefträger brauchen Liebe..
01
20.10.2011, 17:34
künstliche Bewässerung..

ich denke ihre Offenbarungsversuche erinnern mehr an künstl. Erregung

jemand, der annimmt es hätte keine künstliche Bew. gegeben, nimmt auch sonst allerhand an.

Siehe da

Kowosch
 
12
26.5.2011, 15:42

Aha, dann war der Kolonialismus in Afrika also ausnahmslos eine Wohltat für die dortigen Menschen?

Und der Afghanistan-Einsatz müßte Ihnen auch als Modernisierungsprojekt an einer rückständigen Bevölkerung besonders lieb und teuer sein.

Auch wenn ich weder ein Anhänger afrikanischer Medizinmänner (da gibt es auch solche und solche, habe ich schon erlebt), noch der archaischen Stammeskriegern der Taliban oder auch der tibetischen Priesterkaste bin - ich denke, es gbt da legitimere Wege, die Entwicklung einer anderen Gesellschaft zu beeinflussen, als dort einzumarschieren.

Jürgen Rembremerding
41
25.5.2011, 14:24
Bevor Du anderen Ratschläge gibst,

solltest Du selbst zur Kenntnis nehmen, welche Art von "Befreiung" und "Fortschritt" seinerzeit in Tibet Einzug gehalten haben:

http://derstandard.at/126220914... es-Hungers

salman
 
12
24.5.2011, 21:18

Ich bin auch gegen den free- Tibet- Hype und die Verklärung der vermeintlich friedlich in sich ruhenden Bevölkerung Tibets ...

aber Lebenserwartung, Infrastruktur und Medizintechnik sind KEINE Argumente, die für eine Annexion sprechen!

BatoutofHell
42
24.5.2011, 17:41
Lernen S`Geschichte - Tibet wollte nicht befreit werden.

die chinesn haben tibet besetzt, 95% ihrer heiligtümer zerstört, tibeter gefoltert und ermordet, und jetzt läuft ein verdrängungs genozid.

kein Tibeter hat nach Wohltätern und befreiern und nach Fortschritt geschrieen

chinesenpropaganda aus der botschaft -sonst nix.
immer selben floskeln und textbausteine - das fällt auf.

also:Lernen S`Geschichte, und hörens auf zu L*gen.
http://www.igfm-muenchen.de/tibet/tib... start.html

FREE TIBET

insertnamehere
 
15
24.5.2011, 12:27
Und dieses geknechtete Volk durfte dann erste Reihe fußfrei beim "Großen Sprung nach vorn" dabei sein.

Ich vermute mal, dass der eine Erhöhung der Lebenserwartung auch nicht grade begünstigt hat.

Gefolgt von der segensreichen Kulturrevolution.

Die Tibeter haben den so ziemlich furchtbarsten "Befreier" gekriegt, der zu der Zeit zu haben war. Wahrscheinlich wären sie sogar mit Stalin noch besser dran gewesen.

Iris Berger
41
23.5.2011, 21:34

Es hat sich zum Glück sehr viel verändert, seit Harrers
"Sieben Jahre in Tibet".

Auch die Zivilbevölkerung will endlich autonom sein, unabhängig von China.

Linek Karl
 
21
27.5.2011, 12:57
Es hat sich zum Glück sehr viel verändert, seit Harrers "Sieben Jahre in Tibet".

Glück war nicht im Spiel. Wenn sich etwas verbessert hat, dann müssen sie schon das der chinesischen Regierung anrechnen, ebenso wie sie alles Schlechte der chinesischen Regierung anlasten.

Mostbluzza
10
24.5.2011, 09:43
na was jetzt?

autonomer oder unabhängig von china?

zweiteres fordert nicht mal der dalai lama für tibet.
aber man kann ja immer was draufsetzen und den leuten was vorschlagen ...

wer zahlt schafft an, tibet ist bettelarm und wirds immer bleiben. china entwickelt die gegend, auch unbestritten klar ist, daß die denkfreiheiten minimal sind.

aber soviel freiheit haben die GR (bald) auch nicht (mehr).

Gemütsmensch
11
24.5.2011, 08:36
Frage:

Wer ist für die (positiven) Änderungen verantwortlich??

insertnamehere
 
32
24.5.2011, 09:26
In erster Linie Mao durch sein Ableben.

Durch diese Tat hat er nicht nur das Los der Tibeter, sondern auch das aller andern Einwohner der VR China ENTSCHEIDEND und nachhaltig verbessert.

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