Verein für Antipiraterie über Kino.to: "Digitales Abbottabad"

23. Mai 2011, 12:04
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Film-Plattform nach Verfügung gegen UPC zur Sperre über andere Domain erreichbar

Nachdem der Verein für Antipiraterie (VAP) die Sperre der Website Kino.to für Kunden des Providers UPC vor Gericht durchsetzen konnte, ist die Seite nun auch über eine andere Domain erreichbar. Da man die Betreiber der Seite nicht ausfindig machen konnte, hatte der VAP UPC stellvertretend für andere Provider geklagt (der WebStandard berichtete).

Alternative Domains

Über die Website selbst und das Forum cinecommunity.to wurde nun eine zweite Domain kommuniziert, über die betroffene UPC-Kunden weiterhin auf die Seite zugreifen könnten. Auch werde man weiterhin alternative Domains einreichten, wenn eine gesperrt werden sollte. Die Betreiber betonen in dem Eintrag zudem, selbst keine Film-Streams anzubieten, sondern lediglich darauf zu verlinken. Deshalb handle es sich auch nicht um eine Streaming-Seite, wird in dem Statement erklärt. Damit widersprechen die Betreiber allerdings ihrem eigenen "Werbespruch", der "Best Online Movie Streams" lautet.

"Digitales Abbottabat"

In einer Stellungnahme gegenüber Gulli verglich VAP-Geschäftsführer Werner Müller Kino.to mit einer sich häutenden "Natter". Man habe erwartet, dass der "erstinstanzliche Anspruch gegen einen Provider leider auch kein Garant ist, dass kino.to oder andere Seiten, die von Urheberrechtsverletzungen profitieren, ihre Tätigkeit einstellen." Die Urheberseite werde langfristig jedoch gewinnen "auch wenn kino.to aus dem digitalen Abbottabad weiter arbeitet", so Müller. In Abbottabad hatten US-Truppen Osama bin Laden erschossen. (red)

  • Kino.to lagert Seite nach Verfügung gegen UPC auf weitere Domain aus
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    Kino.to lagert Seite nach Verfügung gegen UPC auf weitere Domain aus

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