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Anonymous meldet sich nach "Servergate" zu Wort
Die Beschlagnahmung von Servern der deutschen Piratenpartei durch die Polizei am vergangenen Freitag zieht Kritik von mehreren Seiten nach sich. Während Mitglieder des lose organisierten Aktivistennetzwerks Anonymous die Berichterstattung über die Ursache der Ermittlungen kritisieren, zweifeln Beobachter an, ob die Vorgehensweise der Polizei angemessen war.
SSH-Schlüssel veröffentlicht
Am Freitag war sehr früh berichtet worden, dass die Veröffentlichung eines SSH-Schüssels in dem für alle zugänglichen Online-Schreib-Tool Etherpad Anlass für den Durchsuchungsbeschluss war. Damit hätten Unbekannte die Server des französischen Energieunternehmens EDF angreifen können, das auch mehrere Kernkraftwerke betreibt. In den Medienberichten wurde teilweise suggeriert, dass dadurch Anschläge gegen die Kernkraftwerke selbst möglich gewesen wären.
Angriff gegen Anlagen nicht möglich
Wie telepolis nun berichtet, erklären Anonymous-Aktivisten in einer Videobotschaft auf YouTube, dass man keine derartigen Angriffe gegen EDF geplant habe. Es habe zwar eine DDoS-Attacke am 18. Mai gegen die Website des Unternehmens gegeben. Die Anlagen durch einen solchen Angriff zum Absturz zu bringen ist technisch nicht möglich.
DDoS-Angriffe auf BKA und Polizei
Zudem seien einige Anonymous-Mitglieder für die DDoS-Attacken auf die Websites des deutschen Bundeskriminalamts und der Polizei verantwortlich, die dadurch am Freitag ebenfalls länger nicht erreichbar waren. Auch die spanische Piratenpartei habe Etherpad zur Organisation von Protesten verwendet, die ebenfalls vom Netz genommen worden seien. Die Polizei habe somit die Proteste behindert. Die Piratenparte selbst distanziert sich von den DDoS-Angriffen.
#Servergate
Die Beschlagnahmung der Server kam nach einem Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Paris. Die Piratenpartei aber auch Beobachter kritisieren, dass es nicht verhältnismäßig gewesen sei, die Server vom Netz zu nehmen und damit die Website der Partei zwei Tage vor den Landtagswahlen in Bremen für mehrere Stunden unzugänglich zu machen. Die Piratenpartei speichert keine IP-Adressen und kommuniziert das auch öffentlich. Die Polizei hätte daher ohnehin keine Anhaltspunkte erhalten, von wem der SSH-Schlüssel veröffentlicht wurde. (red)
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Ach hier muss man nun plötzlich doch etwas für die Sicherheit der eh zu 100% sicheren Atomkraftwerke tun?
Ja sowas aber auch. Die herrschenden Zampanos richten es sich wieder einmal wie es ihnen passt.
Ich glaube ich werde in Ermangelung jedweder Hackerqualifizierung zum Wutbürger.
In Bremen gibt es ja schon eine Wutbürger Partei. Hier hätte sie meine Stimme auch sicher.
kann sich noch jemand erinnern, wie bei stuxnet länge mal breite erklärt wurde, warum die wichtigen controll-pcs (deutscher) kernkraftwerk nicht infiziert werden können (kein internetanschluss, kein usb-port, spezielles betriebssystem)?
was ist eigentlich daraus geworden? lassen wir uns echt so verarschen?
jemand hat das gerücht ausgestreut, man könne AKWs hacken, es wird gedruckt und haufenweise leute schlucken den mist
ich wollte nur den widerspruch zu früheren meldungen aufzeigen - es wäre zum lachen, wenn's nicht zum weinen wäre...
dann hört sich der Spaß auf, da muss dei Polizei eingreifen.
Und das einzelne Mitglieder(Gruppen) da aus dem Ruder laufen können und nicht wissen wo die Grenze ist wird ja auch von Anonymous-Aktivisten kritisiert und offen diskutiert.
Sehr geehrtes Innenministerium,
aus gesicherter Quelle weiß ich, dass der User, der sich im Standardforum als "edurkheim" ausgibt, die Möglichkeit und Absicht hat, in mehreren französischen Atomkraftwerken schwere Störfälle zu produzieren. Ich empfehle eine baldigste Einleitung härtester Maßnahmen gegen diesen User (Beschlagnahmung seiner Computer, Infiltrierung seiner eMails und Telekommunikationskanäle, öffentliche Bekantmachung und Diffamierung, etc...) um edurkheim's vorhaben rechtzeitig zu unterbinden.
MfG,
ein besorger Bürger.
dass ich in dem Artikel nicht davon lesen konnte, dass irgendwelche Aktivisten Kernkraftwerke angreifen: Wenn ich an die jüngsten Zwischenfälle in Kernkraftwerken denke, bin ich mir nicht so sicher, ob die nicht in anderen Händen vielleicht sogar sicherer wären...
Dachte mir schon, dass die Steuerung nicht ein normaler Windows XP Rechner macht, der noch dazu deshalb im Internet rennt, damit die Leute im Überwachungsraum über Webradio Musik hören.
Warum müssen kritische Anwendungen überhaupt eine Internetverbindung haben?
Vielleicht um dem Verein für Antipiraterie zu trotzen?
http://derstandard.at/130455258... Abbottabad
dass die Betriebssicherheit durch einen _Hacker-Angriff_ gefährdet werden kann, sollte unsere erstrangige Sorge deren Abschaltung sein.
Die Bestrafung irendwelcher Täter wäre nach einem GAU unsere kleinste Sorge.
Für einen Angriff auf die Homepages diverser Betreiber haben hingegen die gleichen Gesetze und Regeln zu gelten, wie für jede andere Homepage auch (es sei den, man ist AKW-Lobbyist).
Pro oder kontra Kernkraft?
Natürlich sind AKW nicht 100%-ig sicher, eigentlich so unsicher, dass man sie sofort vom Netz nehmen sollte.
Aber: Zumindest in Europa sind Infrastrukturbetreiber nicht so blöd, dass die Server, die die Infrastruktur steuern, direkt aus dem Internet erreichbar sind. Normalerweise muss man da über mehrere Hops (Remotesessions) gehen, die keinen direkten Daten- oder Befehlstransfer vom Rechner, an dem der Bediener sitzt, zur zu bedienenden Anlage zulassen.
"In den Medienberichten wurde teilweise suggeriert, dass dadurch Anschläge gegen die Kernkraftwerke selbst möglich gewesen wären."
So ein Unwissen kann auch nur von sensationsgeilen Journalisten stammen, die keine Ahnung von Netzen und Werken haben...
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