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... Gehaltsanpassung auf meinem Lohnzettel. DAS ist Leistung bringen. Billiger, billiger, billiger und sparen. Der Manager will ja schließlich seinen nächste Gehaltsanpassung argumentieren.
>dass Ihre Leistung mehr Wert wäre?
Die 2 Fremdsprachen sind eine osteuropäische und natürlich englisch (Office english, presentations, negotations). Die Leistung wäre (wieder mit "sie sparen Geld" argumentiert): Sie ersparen sich 2 Dolmetscher, hochgerechnet auf die nächsten 30 Jahre sind das .... Aber finde erst mal nen Job ... Unmöglich.
ok - jetzt müssen's Ihre Basisqualifikationen (Studium, Fremdsprachen) noch mit den Bedürfnissen der Arbeitgeber abgleichen, und in die Richtung weiter entwickeln, die die Arbeitgeber wollen.
"Der Manager" will nicht zwangsläufig sparen, sonder ein gutes Preis-Leistungsverhältnis (aus seiner Sicht, nach seinen Bedürfnissen und Anforderungen). Je eher Sie das anbieten, was er will, desto eher ist er bereit dafür (mehr) zu bezahlen. Nicht mehr, nicht weniger.
Das Problem liegt an der Branche selbst, es ist die Baubranche, also entsprechende Zahlungsmoral und Willigkeit. Alle muss billig sein, 10 Anbieter, der billigste wirds. Jeder Bauleiter kann froh sein überhaupt eine schwarze Null mit seiner Baustelle erreicht zu haben und selbst das wird vor Gericht erstritten und/oder per Nachträgen reingeholt. Die Gewinnmargen der Baufirmen sind lächerlich gering und Studenten gibts im Ausland auch die man zu lokalen Verträgen anstellen kann, außer in Afrika und selbst da muss es billig billig billig sein, dicke Konkurrenz eben. Jedenfalls, alle Firmen die sich in Osteuropa orientieren haben mir schon abgesagt.
Warum soll sich das gerade als Experte ändern? Wie gesagt, es gibt keinen Mangel. Man versucht Experten aus dem Ausland zu holen, zB aus Indien. Wenn das nun die Politik verbietet, heißt es seitens der Unternehmen: "Na sowas aber auch, dann gehen wir eben persönlich nach Indien." Auf die Idee, das eigene Volk zu nehmen und weiter zu bilden, ist wohl Indien einfach billiger. Entweder holt man sich die Leute, oder man geht selbst dort hin, die ganze Firma natürlich.
Nun kann ich etwas darüber erzählen, was es heißt, Leistung zu bringen. Jemand der die glorreiche Idee des Outsourcings hatte, hat Leistung erbraucht. Er hat argumentiert: Tja, ich hab da diese tolle Idee, ich erspare euch Millionen an EURs, was spricht da gegen eine "kleine"
Wenn ich als Nicht-Experte keinen Job finden kann, dann kann es erst recht nicht an Experten mangeln. Wenn diese nicht von den Firmen ausgebildet werden, dann gibt es schlicht keinen Mangel. Rumheulen es würden Experten fehlen, aber selbst nix in die Hand nehmen und anpacken sei den Firmen mehr nahegelegt als mir.
Wenn mir was nicht passt, dann ändere ich den Zustand. Warum soll das selbe nicht für Firmen gelten, gerade jene die ohnehin genug Kohle haben.
Die Begründung ist ja die: Wenn ich als Nicht-Experte keinen Job finde, muss ich Schluss folgern, dass auch keine richtigen Experten gebraucht werden, da offensichtlich der Wille (=Geiz) fehlt um einen Nicht-Experten zu nehmen und diesen zum Experten auszubilden.
Oder Anders: Als Experte können's sich Jobs üblicherweise aussuchen, oder sich selbstständig machen und mehrere Kunden bedienen. Das ist auch Recht gut bezahlt.
Als Facharbeiter ist's schwieriger, aber auch nicht so schlecht.
Als fertiger DI sind's - egal ob mit Fremdsprachen oder anderen Zusatzqualifikationen - Berufseinsteiger.
Es ist den wenigsten Unternehmen möglich, einen Experten auszubilden.
Dazu brauchen's jemanden, der bereits Experte ist, und der muss viel Zeit investieren.
Ausbilden können's das mittlere Segment, Spezialisten können's ausbilden lassen (asser Sie sind ein grosser Konzern und können es sich leisten, Leute mal 6-12 Monate quer durch den Konzern zu versenden, um da zu lernen. Der Weg zum wirklichen Experten ist individuell - die können's einfach nur nehmen, wenn's da sind. Oder abwerben. Oder extern zukaufen.
Sie reden hier aber über Experten, die niemand ausbilden mag/kann/darf/ was auch immer. Also können diese Experten gar nicht existieren und die somit wären die zugehörigen Positionen schlicht erfunden und dann heißt es prompt "Mangel" :) Mir mangelt es auch an einem Ferrari mit Mecedesleuchten. Ich suche händeringend, finde ihn aber nicht, komisch :)
Experte werden's durch Ausbildung, viel Weiterbildung, eigene Erfahrung, und dadurch, dass SIe Interesse zeigen, am Puls bleiben und ihn mitbestimmen, etc...
So jemanden können's nicht von aussen dazu bringen - also dadurch, das ihn hinsetzen und sagen "Mach das Training und diesen AUfenthalt dort,..." Sondern bestenfalls dadurch, dass jemanden finden und unterstützen, der interessiert ist, Initiative zeigt, selbst die Richtung vorgibt.
Es gibt kein Studium zum Experten - Das Studium ist bestenfalls der erste Schritt, der die Grundlagen legt und festigt.
Ok, kommen wir zurück zu dem was ich ursprünglich meinte: Es gäbe keinen Fachkräftemangel (unter Experten). Da Sie hier öfter mitlesen, sollten Sie wissen dass es auch hier auf derstandard immer wieder Berichte über Führungspositionen gibt wo sich "viele Bewerber" beworben haben. Eine Frau habe sich durchgesetzt gegenüber den vielen Bewerbern, oder ähnliches ist hier zu lesen.
Außerdem habe ich einen Englischkurs in Wien besucht. Die meisten Besucher dort waren Akademiker, also Dipl Ings (einer war sogar Vertriebsing. war ihm aber zu stressig wie er meinte), Magisters, ein Dr und sogar ein DDr, alle vom AMS finanziert und alle im mittleren bis hohen Alter, also wohl im besten Expertenalter.
Es gibt offene Expertenstellen - Wenn's als Unternehmen jetzt einen Experten brauchen, hilt es nicht, jetzt einen Mittelausgebildeten zu nehmen.
Experten können's auch nicht Ausbilden - Ausbilden können's das Mittlere Segment - Für Experten braucht es starke BEteiligung des BEtroffenen.
Lesen SIe mal die Zeitungen, welche Stellenanzeigen immer wieder drinnen sind, weil sich niemand passender findet - bzw sehen Sie, welche LEute abgeworben werden.
Als Experte sind's übrigens auch nicht schlecht bezahlt (ausser Sie vernahndeln nie und weigern sich auch gegen jeden Jobwechsel).
Ich lese nicht nur Zeitungen. Es gibt tatsächlich Stellen die immer wieder und ständig offen sind. Aber das macht man nur, um einen Mangel zu suggerieren. In Ihrer Aussage ist nämlich ein ziemlicher Widerspruch enthalten. Sie meinen, die Firma braucht JETZT jemanden. Auf der anderen Seite sind Stellen oft Monate lang offen. Meine Schlussfolgerung: Es wird niemand JETZT gebraucht, wenn man es sich leisten kann Monate lang eine Stelle offen zu halten anstatt JETZT jemanden zu nehmen und diesen auszubilden. Ob man nun Monate lang wartet oder jemand Monate lang in Ausbildung ist, was ist die bessere Wahl? Natürlich die Ausbildung, denn wenn jemand nach Monaten erscheint, muss der auch noch eingearbeitet werden etc...
"Natürlich die Ausbildung, denn wenn jemand nach Monaten erscheint, muss der auch noch eingearbeitet werden etc..."
Übrigens werden's als Experte in den seltensten Fällen eingearbeitet. Da haben's Ihre kurze Zeit um zu zeigen, dass SIe's hinbekommen, und das war's dann.
"Ob man nun Monate lang wartet oder jemand Monate lang in Ausbildung ist, was ist die bessere Wahl?"
Wenn ein Vertriebsleiter gesucht wird, dann wird ein Vertriebsleiter eingestellt - und nicht jemand, der es lernen will und vielleicht in 2 Jahren so weit ist.
Da ist es oft sinnvoller, nicht zu besetzten und weiter zu suchen.
Die teuerste Entscheidung ist üblicherweise falsch zu besetzen.
Größenordnung 6. Unterm Strich waren alle unprofessionell.
Das geht sogar soweit, dass man Personalvertreter auf Absolventen-Messen antrifft. Wenn man dann aber genauer nachfragt, ob überhaupt Absolventen gesucht werden, kommen merkwürdige Aussagen auf dem Level "um den heißen Brei labbern", da passen plötzlich Gestik und Mimik nicht mehr zusammen. Was machen Personaler auf Absolventenmessen wenn die Firma nicht mal Trainee-Programme anbietet? -> Suggerieren von einem angeblichen Fachkräftemangel und angeblicher händeringender Suche.
könnte der Verlag dem Ganzen und der Schreiberei auf eine andere Art einen Sinn verleihen:
Schreiben für den guten Zweck.
Die Red. legt eine Liste mit Projekten vor - die User stimmen darüber ab, welches davon innerhalb eines Jahres gefördert werden soll. Amnesty, Ute Bock, Zara, whatever.
Der Standard u. evtl. Werbetreibende legen eine nicht lächerliche Grundsumme ein (min. 4-stellig, huh?) und zusätzlich erscheint am Ende jedes Beitrages ein Donate Button, der mit den diversen "easy/fast/pay" Methoden im Lande verlinkt ist.
Leser können dann Beiträge die sie besonders cool finden, mit 1 - 2 Euro "tippen", um die vom Verlag vorgelegte Spende zu erhöhen, die dann, am Ende eines Jahres ans ausgewählte Projekt ausgezahlt wird.
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