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Im Prinzip ist das einfach nur derstandard.at-Jargon für den guten alten Leserbrief. Da man sich unter Leserbrief aber eher sowas wie Franz Weinpolter und Franz Ehm vorstellt, nennt man das hier eben anders. ;)
Mit anderen Worten: Das ist nicht der Tod des guten Journalismus – dafür sind ganz andere Dinge verantwortlich.
NAja die Idee ist schon gut mMn. Vor allem kannn man vom kostenlosen Feedback profitieren und so ein Artikel ist ja wohl auch Eigenwerbung idR. Natürlich wärs toll für die veröffentlichten zumindest nen 100er plus Gratisabo anzubieten. Der Vorteil nichts anzuibieten liegt aber mMn primär darinn, dass sich nur Leute beteiligen denen wirklich etwas an einem bestimmtem Thema usw. liegt.
Mal gucken vielleicht hab ich mal Zeit und auch den Mut etwas einzureichen. Da man nicht anonym ist fallen halt so manche Themen für mich leider weg.
Nein aber in dem Fall schon. Arbeit ist ja auch relativ. Wenns da Geld geben würde plus vielleicht noch ohne das der Name aufscheint, dann wird die Redaktion doch zugepflastert mit Artikel. Wird Sie vermutlich so schon von Publizistik usw. Studenten, die geil auf ne Referenz sind...
Aber wie gesagt, ein geringer Betrag oder ein Gratis Abo wirds für veröffentlichte möglicherweise schon geben...
Ich find die Idee vom Standard jedenfalls sehr sehr gut!
Nach diesem Prinzip (Null-Entlohnung) habe ich vor einigen Monaten einen von mir verfassten Reisebericht über Russland an den Standard geschickt, mit Fotos, die ich dort selbst geknipst hatte.
Nicht nur musste ich den Beitrag dermaßen kürzen, dass er total entstellt war und kaum noch Sinn ergab, sondern sagte mir die Standard-Mitarbeiterin, dass er "zu kritisch" sei, ich sollte einen "fröhlicheren" Bericht über Russland zeigen.
Als wäre das nicht genug, müsste ich auch noch die ganz kleinen Wasserzeichen mit meinem Namen unten links auf den Fotos wegschneiden.
Daraufhin meine Antwort: "Vergessen Sie es!"
Ich zitiere:
"Nicht nur musste ich den Beitrag dermaßen kürzen, dass er total entstellt war und kaum noch Sinn ergab, sondern sagte mir die Standard-Mitarbeiterin, dass er "zu kritisch" sei, ich sollte einen "fröhlicheren" Bericht über Russland zeigen."
Den haben Sie wahrscheinlich für die Reise-Ecke eingeschickt. Da muss man aber dazu sagen, dass da klarerweise eher "positive" Reiseerlebnisse gefragt sind, ein politisch/extrem kritischer Artikel mit ein paar Fotos ist dort einfach fehl am Platz, weil die Leser dort *Reise*berichte lesen wollen und keine Abhandlungen über politische Zustände o.Ä.
ich weiß nicht wohin sie reisen, mit welcher erwartungshaltung und einstellung, aber ich wüsste schon gern, was in dem zielland sache ist wenn ich einen bericht dazu lese.
negativ beispiel an der spitze sind die presse/standard artikel über den "zarengold" zug, die in unregelmäßiger regelmäßigkeit veröffentlicht werden. k**z, würg. wer sich die mühe macht und ein wenig googelt findet auf nicht zensurierten blogs von reisenden die ganze geschichte: nämlich dass der zarengold touristen nepp ist und das "authentische gefühl" - das suchen die touristen in der transsib - dort sicher nciht zu finden ist. die berichte in den zeitungen stellen es so dar, als ob es nur mit dem zarengold geht und keine regulären züge buchbar sind. lüge!
Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Man kann seine Erfahrungen ja durchaus in Blogs, Foren oder sonstigen Reiseplattformen veröffentlichen, das ist sogar für alle hilfreich, die das auch gerne machen würden. Allerdings muss das ja wohl nicht in einer Online-Zeitung wie derstandard passieren. Und wenn man als Verantwortlicher die Wahl hat zwischen einem positiven Reisebericht, der Lust macht, das nachzumachen oder einem eher negativ gehaltenem, der keine Lust auf Nachmachen macht, dann wird auf jeden Fall der Positive genommen...
Politisch?! Es war ein REISEBERICHT, also nichts politisches.
Es ging bloß darum, dass ich Russland nicht als Paradies auf Erden beschrieben habe.
Reisende sollten sich keine Illusionen über ihre Reiseziele machen. Ehrlichkeit ist besser als dort vor Ort enttäuscht zu werden. Dann freut man sich, wenn es doch schöner war als man es erwartet hatte.
Wie gesagt, ich hab's nicht gelesen.
Aber auch einen Bericht "mah, alles scheisse, fahrt's dort bloß nicht hin" braucht man nicht drucken, das mag ehrlich gesagt auch keiner lesen.
Ich tu' mir mit dem Namibia-Artikel unter http://derstandard.at/130455351... -in-Afrika schon sehr schwer, den braucht man so auch nicht schreiben, weil viele Dinge einfach Unsinn sind oder nicht stimmen. Das ist mitunter auch ein Problem derjenigen, die dort einmal hinkommen und ihre Erlebnisse dann als "allgemeingültig" verkaufen wollen...
Wie gesagt, ich kenne Ihren Artikel nicht, ich hab bei den zwei Reiseberichten, die ich eingeschickt habe bis dato keine Probleme gehabt...
Das waren halt vornehmlich Fotos mit kurzen Kommentaren dazu, so wie das in der Rubrik "Ansichtssachen" halt gefragt sind...
Ich bekomme gratis Content hier, habe eine nette Reise gemacht, mit netten Fotos und wollte vor allem jenen, die die Reise-Sektion lesen, auch etwas zurückgeben.
Ganz einfach eigentlich.
Zudem - klar ist jeder auch ein klein wenig "eitel" - ist's nett, online in einer "Zeitung" seine Fotos zu sehen.
Vor allem, der Link bleibt bestehen und man kann den auch noch Monate oder Jahre später nochmal anschauen oder jemandem weiterleiten.
Wenn's zudem dem Publikum auch noch gefällt ist's überhaupt schön ;-)
Unter einem solchen zu schreiben ist nichts Unübliches oder Verwerfliches, da es dem Schutz des Autors dient (unzulängliche Kommentare werden ohnehin nicht veröffentlicht).
Die Möglichkeit einer Pseudonymisierung ließe vielleicht Stimmen zu Wort kommen, die man sonst nicht hören würde (weil sie Konsequenzen befürchten).
stimmt, es würde reichen, wenn der name der redaktion bekannt ist. stellen sie sich mal vor: sie schreiben z.B. kritisch über das österreichische proporzsystem und stehen kurz vor einer einstellung in den öffentlichen dienst. name gegoogelt, artikel gefunden.
mögliche folge: ein brieferl: leider, wir haben uns trotz ihrer hervorragenden qualifikationen für jemanden anderen entschieden. wir wünschen ihnen auf ihrem weiteren berufsweg alles gute und verbleiben mit freundlichen grüßen....
Schon wieder jemand der Anonym mit Pseudonym verwechselt.
Uebrigens "Die Raeuber" von Schiller wurden auch Anonym veroeffentlicht.
Ich sehe keinen Grund warum eine Story von einem Blogger der seit Jahren hier postet und vielleicht an die 60 Follower hat, oder gar 260 !!!nicht unter seinem Pseudonym veroeffentlicht werden sollte.
Bisschen kurzsichtig der Standard!
Wobei ich annehme,d Stories die gegen Gesetze verstossen, oder Beleidigungen enthalten sowieso nicht veroeffentlicht werden.
Warum also d Einschraenkung?
Es ist schon etwas anderes einen Kommentar in einem Forum abzutippen oder einen sauberen Artikel zu formulieren; und es heiß ja nicht, dass die Redaktion nicht weiß, wer hinter dem Pseudonym steht.
Aber warum sollte ein Blogger, der z.B. seit Jahren ein Pseudonym verwendet nicht im Standard einen Artikel mit eben diesem veröffentlichen können?
Ein Pseudonym ist nicht dasselbe wie Anonymität, ein Pseudonym möchte für etwas stehen (ist also ehrlich), verschleiert allerdings die konkrete Person.
zur Aufgabe seiner Anonymitaet hat.
Bei Ihnen waeren "Die Raeuber" von Schiller sicher nie veroeffentlicht worden.
Das kann zwei Gründe haben: erstens, Artikel, die der Blattlinie nicht entsprechen, außen vor zu halten.
Andererseits zweitens natürlich ein gewisses Mindestniveau zu erhalten, das potentielle Kommentatoren nicht verschreckt: bei www.mein-bezirk.at zum Beispiel gibt es das Prinzip, dass Leser Gratisjournalist spielen und Beiträge schreiben, nur machen sich dort auch Leute mit extremeren Ansichten breit, die dann in ihren Artikeln auf Gott und die Welt schimpfen oder andere Schreiberlinge mit bösen Kommentaren bekleckern. Da überlegt man sich schon, ob man sich die Mühe machen soll.
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