Hausarrest

Strauss-Kahn unter permanenter Beobachtung

22. Mai 2011, 08:36
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    foto: david karp/ap/dapd

    In diesem Gebäude sitzt DSK unter Hausarrest.

Gebäude in Manhattan von Medienvertretern und Schaulustigen belagert

New York - Unter permanenter Beobachtung hat der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft den ersten Tag unter Hausarrest in New York verbracht. Das Gebäude in Manhattan, in dem er derzeit wohnt, wurde am Samstag von Medienvertretern und Schaulustigen belagert. Im Ringen um seine Nachfolge an der Spitze des IWF erhält Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde immer mehr Rückendeckung.

Der 62-Jährige war nach Angaben der New Yorker Behörden am Freitag einer Sicherheitsfirma anvertraut worden, die für seine Überwachung zuständig ist. Zuvor war er gegen eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar (700.000 Euro) aus der Untersuchungshaft freigekommen. Strauss-Kahn ist in New York unter anderem wegen versuchter Vergewaltigung und sexueller Belästigung angeklagt.

Er wohnt nun vorerst unter strengen Auflagen in einer Wohnung am Broadway. Dort wird er rund um die Uhr von bewaffneten Sicherheitsleuten überwacht und muss eine elektronische Fußfessel tragen. Seinen Reisepass musste er bereits abgeben. Verlassen darf er die Wohnung nahe Ground Zero, wo die Zwillingstürme des World Trade Centers standen, nur aus medizinischen Gründen.

Erst später, wenn er in ein ständiges Domizil umgezogen ist, sind auch begleitete Fahrten zu Gerichtsterminen, zu Treffen mit seinen Anwälten oder zu Gottesdiensten erlaubt - allerdings nur bei sechsstündiger Voranmeldung. Von 22.00 bis 06.00 Uhr darf Strauss-Kahn die Wohnung gar nicht verlassen. Besuch darf er nur nach Einwilligung der Justiz empfangen.

Touristenattraktion

Vor dem Gebäude versammelten sich zahlreiche Neugierige, Kamerateams von US-Medien und internationale Journalisten. Das Haus schaffte es zudem prompt in Stadtführungen für Touristen: "Auf der rechten Seite sehen Sie das Gebäude, in dem Strauss-Kahn unter Hausarrest steht", sagte ein Touristenführer zu seiner Gruppe, die an dem Haus im Finanzviertel der Metropole vorbeiging.

In einem Brief an die Bewohner, aus dem das "Wall Street Journal" zitierte, erklärte die Hausverwaltung des Gebäudes, sie sei nicht im Voraus darüber informiert worden, dass Strauss-Kahn hier die ersten Tage seines Arrests verbringen werde. Es sei ihr aber versichert worden, dass er nur ein paar Tage bleiben werde. Einige Bewohner reagierten indes kritisch auf das Blitzlichtgewitter vor ihrem Haus. "Ich finde das beängstigend", sagte etwa die Bewohnerin Gemma Harding.

Strauss-Kahn wird vorgeworfen, vor einer Woche in einem New Yorker Luxushotel ein Zimmermädchen sexuell bedrängt und zum Oralsex gezwungen zu haben. Bei einer Verurteilung drohen Strauss-Kahn, der als aussichtsreicher Kandidat für die französischen Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr galt, bis zu 74 Jahre Haft. Es wird erwartet, dass er beim nächsten Gerichtstermin am 6. Juni auf "nicht schuldig" plädiert.

Wegen der Vorwürfe war er am Donnerstag als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten. Bis spätestens Ende Juni soll über einen Nachfolger entschieden werden. Als chancenreichste Anwärterin auf den Posten gilt Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde. Sie erhielt am Samstag auch Unterstützung aus London, wo ihr Amtskollege George Osborne sie als "herausragende Kandidatin" mit viel Erfahrung würdigte. Rückendeckung erhielt Lagarde auch aus Österreich. Zuvor hatte Deutschland bereits Unterstützung für die Französin signalisiert. (APA)

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14 Postings
lessismore
01
22.5.2011, 20:48

Hmm ... Wer räumt dort auf?

kurtilein
32
22.5.2011, 17:45
BRAVO Frau Sinclair = sehr tapfer

Nun steht die Frau von DSK total hinter ihrem
"lapin chaud" und das finde ich Klasse. Nun spekulativ: Wer hat Interesse am Sturz von DSK ??
a.) Sarkozy b.) die USA c.) IWF und Bankster
Und die Sexfalle - hoch interessant - wie man
eine kopftuchtragende Muslima zum Oralverkehr
zwingt ? Sogar um 100.000 € oder weniger würde so eine läppische Anzeige doch zurückgezogen. Die
Ungereimtheiten in den Ermittlungen lassen auch
tief blicken. Jedenfalls der "Abschuß" mit Demütigung ist mal fürs Erste gelungen. Jeder Vasall der oligarchischen undemokratischen Hintergrundmächte wird sich in Zukunft vorsehen und brav seine Arbeit in ihrem Sinne machen. Und dazu mußte dieser Kopf rollen. Wie Geschichte
sich wiederholt !

cantanto
02
22.5.2011, 22:18
Da rollt aber kein unschuldiger Kopf....

Enrico
44
22.5.2011, 14:34
trotz Bewachung: Der Kahn wird in Kürze den Atlantik überqueren und der Justiz aus Frankreich eine Nase drehen!

In der Heimat des Marqis de Sade betrachten es viele als nationale Demütigung, dass eine amerikanische Schwarze ihren Präsidentschaftskandidaten durch ihre "läppische Weigerung, so einem hohen Tier einen kleinen Gefallen zu tun", "ins Unglück gestürzt hat"...
Wetten dass er bald weg ist?
Grün = er flüchtet nach Frankreich und ist m.o.w. außer obligo, rot ist: er brummt tatsächlich in den USA ...
Spannend wie La Noire - die Illustration dazu >> http://tinyurl.com/LaNoire1w

Radiolar
00
23.5.2011, 01:15
eine Ansammlung von Unsinn

Radiolar
00
23.5.2011, 01:20

Bewaffnete Überwachung 24h und Fußfesseln - wie soll da jemand abhauen

prusiner
02
22.5.2011, 16:17
die Franzosen

werden doch hoffentlich ein ordentliches Spezialkommando haben und ihren Staatsbürger aus den grausamen Klauen der fremden Macht befreien ..

Ph Gudenus
00
22.5.2011, 15:49
Monsieur le Marquis

hält Schwarze in hoher Ehre, besonders jene aus "Französisch” A, was hier der Fall ist. Zeitweise war ein nicht ganz Weisser franz. Staatsoberhaupt!

Personifizierte Unscheinbarkeit
00
22.5.2011, 15:07

Wie ist die Quote?

Enrico
00
22.5.2011, 15:34
... machen Sie den Buchmacher!

Ph Gudenus
00
22.5.2011, 11:36
Französicher Minister des Innern nennt dies:

"trousser une domestique, ça me semble gravissime".

aha102
02
22.5.2011, 09:17

Wieviele Jahre kriegt man in den USA eigentlich bei Mord - in den Bundesstaaten, wo es keine Todesstrafe gibt.

CEEIT
01
22.5.2011, 18:30
Je nach Staat von 20 bis 500 Jahren ist da alles drin.

Außer es gibt einen Formalfehler; dann können Sie trotz begangener Tat auch freigehen.

Hepkat
21
22.5.2011, 10:59

Da muss man für jeden Staat separat nachschauen - kann sehr unterschiedlich sein und ist auch von den Umstände abhängig.

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