Rad in Wien

Stadtgeschenke für Fahrradfans

20. Mai 2011, 13:13
  • Artikelbild
    foto: hermann sussitz

    Bis 2015 soll der Radverkehrsanteil in Wien auf zehn Prozent angehoben werden.

Ausbau des Ringradweges, Fahrradstraßen, Leihfahrräder: Die Stadt Wien will 2011 Maßnahmen für RadfahrerInnen umsetzen

Wien - Die rot-grüne Stadtregierung will Radfahrern in Wien das Leben leichter machen - nicht zuletzt deshalb, weil bis 2015 der Radverkehrsanteil auf zehn Prozent angehoben werden soll. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat bereits einige Maßnahmen angekündigt. Zentrale Vorhaben sind unter anderem der Ausbau des Ringradweges sowie die Schaffung von Fahrradstraßen. Letzteren Plan hat jedoch - zumindest vorläufig - der Bund vereitelt.

Generell hat sich die Koalition für das laufende Jahr vorgenommen, elf Kilometer an neuen Radanlagen umzusetzen. 20 Projekte sollen verwirklicht werden, wobei das prominenteste Beispiel der - gerade in den Sommermonaten oft überlastete - Ringradweg ist. Dieser wird bis 2012 auf beiden Seiten durchgängig befahrbar gemacht. Die Markierungsarbeiten haben abschnittsweise bereits begonnen, die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,2 Mio. Euro - wobei für begleitende Wasserrohrarbeiten noch einmal 400.000 Euro veranschlagt wurden. Daneben werden neue Anlagen vor allem in der Leopoldstadt sowie in Transdanubien geschaffen.

Fahrradstraßen geplant

Neben dezidiert ausgewiesenen Radwegen strebt die Stadt die Schaffung von Fahrradstraßen an. Auf diesen hätten Pedalritter Vorrang, wobei Wien auch Autos bis 3,5 Tonnen die Durchfahrt ermöglichen will. Ursprünglich hoffte man in Wien darauf, dass im Zuge der jüngsten StVO-Novelle die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen werde. Die Radstraßen schafften es jedoch nicht durch den Ministerrat, da sich die ÖVP querlegte. Nun werde man auf Landesebene prüfen, welche anderen Möglichkeiten diesbezüglich bestehen, so ein Vassilakou-Sprecher.

Ausgeweitet wird auch das Angebot für jene Hobbysportler, die kein eigenes Gefährt besitzen. In Kooperation mit dem Betreiber-Unternehmen Gewista sollen heuer weitere 20 Citybike-Stationen in Betrieb genommen werden. Derzeit stehen rund 1.200 Leihfahrräder zur Verfügung, wobei die erste Stunde gratis ist, danach für jede weitere sukzessive mehr bezahlt werden muss.

Darüber hinaus wird neuer Parkraum für den nichtmotorisierten Verkehr geschaffen. Laut Vassilakou-Büro stellen Stadt und Bezirke dafür rund 450.000 Euro zur Verfügung, was bis zu 3.000 zusätzliche Abstellplätze bringen soll. Sämtliche Abstellanlagen werden übrigens seit kurzem auf dem Internet-Stadtplan (http://www.wien.gv.at/stadtplan) über einen eigenen Button angezeigt. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 577
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
lenlen
00

Wir brauchen citybike stationen alle dreihundert meter. Das wäre ein Sinnvoller Anfang. Streifen auf den Asphalt zu malen reicht einfach nicht.

Helmuth Moltke
101
Brutalo-Radler

brutale Radler fahren durch FuZos mit fullspeed
Kärntnerstrasse-Stephansplatz -Rathausplatz
nehmen auch Tod von Kleinkindern in Kauf
queren die Kärntnerstrasse im Volltempo !!!
beschimpfen angerempelte Touristen & deren Verteidiger -
http://diepresse.com/home/pano... -die-Stadt
NB: bin selbst begeisteter Radfahrer :
mehrfach über die Glocknerstrasse gefahren

scubaman
08
Stellen Sie sich vor

diese rasenden Idioten wären mit dem Auto unterwegs ... ;)

Chocoholic
00
11.6.2011, 07:45
Nun genausolche Antworten sind extrem lästig.

Diese Typen sind ja üblicherweise auch ein ander Mal mit dem Auto unterwegs und dort genauso hirnverbrannt unterwegs. Oder sie haben null Ahnung und sind dann umso gefährdender für sich und andere, weil sie den Strassenverkehr in seiner Gesamtheit gar nicht wahr nehmen können.

Kaktus
01
Jaja, die Terrorradler.

Kürzlich eben haben diese wieder Tote auf dem gewissen: http://ooe.orf.at/stories/519121/

TRex30M
134
29.5.2011, 11:30

Soviel Geld in die Hand zu nehmen, ohne dass die Radfahrer dafür ebenfalls eine Abgabe zahlen müssen ist ungeheuerlich.
Für Autofahrer und Öffifahrer, wird die Errichtung von Infrastruktur schliesslich auch über diverse Abgaben finanziert.
Das Räder Vorrang haben sollen, ist überhaupt nicht einzusehen, denn schon jetzt sind egal ob man als Autofahrer oder als Fussgänger unterwegs ist, mehr Hindernis als Ärgernis.
Wien ist auch eine alte Stadt, wo jetzt schon die Verkehrsflächen sehr eng sind.
Beid en Parkmöglichkeiten für Radfahrer soll man sich an Japan ein Beispiel nehmen. (Automat Tiefgar, Diebstahlsich)
Dazu kann man wirklich nur sagen - Vassilakou und Ihre feuchten Träume....
Hoffentlich legt sich der Bund auch beim nächsten Mal quer.

Nutze den Tag
00
23.10.2011, 20:49
Genau und Fußgänger brauchen eine Nummerntafel!

Kaktus
22

Wie kommen Sie darauf, dass Radfahrer keine Steuern zahlen?

Tintifax2000
36
30.5.2011, 23:10
also ...

... wenn man sich "an japan ein beispiel nehmen soll" - gern: in tokyo gibts in der stadt auto nur wenn Sie zuhause UND in der Arbeit einen Parkplatz (und zwar nicht auf der Strasse) nachweisen können ... - hm?

und wenn es darum geht, dass "die verkehrsflächen in wien sehr eng sind" - könnens gleich aufs radl umsteigen ...

mir fällt übrigens grad auf dass Sie wirklich nur stuss schreiben, na egal ...

Chocoholic
00
11.6.2011, 07:47
Schön, dass die grünen da so toll mit helfen, diesen Status zu erreichen,

Dass durch Verlagerung der Stellplätze in Tiefgaragen mehr Platz an der Oberfläche bleibt. stellplatz in Garage in Holland: 70 Euro IM JAHR.

TRex30M
20

Gut, das mag so sein in Japan, wie sie es beschreiben.
Die von mir angesprochene Garage für Fahrräder, wäre aber auf jedenfall besser, als diese Ständer, wo regelmässig alles runtergeklaut wird vom Rad, bis nur noch das Gerippe dasteht.
Warum sollte ich in Wien auf ein Rad steigen, wenn es eh Öffi gibt? Die tollen Radfanatiker fahren auch alle Öffi, ist halt doch anstrengend die Treterei nicht?
Aber warum tue ich mir eigentlich die Mühe an Ihnen das zu erklären, sie schreiben ja auch nur Blödsinn.

aqualung
00
warum umsteigen?

öffis sind vor allem im sommer nicht immer zumutbar, solange nicht die gesamte bevölkerung davon überzeugt werden kann, wie nützlich eine tägliche dusche ist!
lieber schwitz ich minimal, als dass mir vom gestank anderer schlecht wird!

Chocoholic
00
11.6.2011, 07:50
Ist ja eh nicht genug Platz für die vertrottelte Bevölkerung, die beim Schritt durch die Türe in die UBahn glaubt,

Jetzt wärn sie drin und dann beinhart genau dort stehen bleiben. kenn kein Land, wo die Leute verweigern, ins Hintere vom Zug zu gehen, auch auf die Gefahr, dass Leute am Bahnsteig zurück bleiben... Aber wundert mich nicht: so wie dort, auch beim Rad Fahren, auch beim Auto Fahren, auch beim gesamten Leben: ich bin ich und der Rest hat sich nach mir zu richten.

scubaman
11
30.5.2011, 13:17
Genau

"und die Fußgänger sollen gefälltigst auch zahlen. Und die Parker sollen endlich _den_ Betrag zahlen, der dem Wert von 10m^2 in Innenstadtlage entspricht, blabla quatschquatsch"

Kaufen Sie sich halt ein Radl und freuen Sie sich, dass Sie dann Geld sparen.

TRex30M
21

Ich kann schon Geld sparen, wenn ich mir kein Rad kaufe.
Lieber fahre ich Öffi und habe meine Ruhe vor Euch Radfahrern, ausser jemand von Eurer Sorte stellt sich wieder sehr intelligent in den Einstiegsbereich einer U-Bahn, obwohl da kein Radpickerl an der Tür klebt...
Aber zuviel Sonne tut halt nicht gut....

scubaman
00
"Jemand von meiner Sorte"

ist auch jemand, der für mein Rad eine Halbpreiskarte kauft und keine Möglichkeit hat, mein Rad so in den alten Garnituren abzustellen, ohne dass mir jeder Dillo dagegentrampelt.

Und dann noch von solchen Blockwarten angemault zu werden - das brauche ich.

El Chó
35
24.5.2011, 17:02
Die Radstraßen schafften es jedoch nicht durch den Ministerrat, da sich die ÖVP querlegte

Mindestens einmag taeglich muss man sich uber diesen korrupten Haufen von Blockierern aergern.

Koennen diese Spiesser nicht einfach in der Versenkung verschwinden?

R. Lexer
00
25.5.2011, 22:14

Die Radstraßen, so wie sie durch das bmvit vorgeschlagen wurden, waren allerdings auch ziemlich unbrauchbar, und vor allem nicht so, wie es sich die Grünen gewünscht hätten. Denn auch die wäre eine Radfahranlage im Sinne der StVO gewesen und das mit allen damit verbundenen Nachteilen wie der Fließverkehrsregel beim Verlassen.

Die ÖVP hat die Fahrradstraße wohl zugunsten einer baldigen Umsetzung der Schweizer Begegnungszone gekippt. Vielleicht ist das nicht mal der schlechteste Ansatz.

bluebeard's 8th wife.
00
25.5.2011, 10:44
mir täte schon reichen,

wenn sie mal eine oder zwei legislaturperioden in der opposition wären.

christine marek könnte da auch in der bundespartei groß rauskommen mit ihren lebensnahen tipps...

atomkraft neindanke
00
24.5.2011, 22:02
Selbstbedienungladen Staat

nein, da gibt es sicherlich noch einige Strasser Anhänger, die den Hals noch nicht voll bekommen konnten.

MA_dam
31
24.5.2011, 16:37
Eine Idee, die der Umwelt viel mehr bringt:

Alle Klimaanlagen in UBahnen und Straßenbahnen absrehn. Die kühlen und kühlen Luft, die nach spätestens 1 Minute wieder aus dem Fahrzeug ist.

Oder lassen die Wiener zuhaus auch die Kühlschranktür offen, fahren aber dafür mit dem Rad, um die Umwelt zu schonen?

Chocoholic
11
24.5.2011, 16:46
Wenn die vertrotrelten Leute dann wahllos die Fenster zumachen, ohne mitzudenken, nur weil sie sich grad gestört fühlen (im ganz hintersten Teil die einzigen zwei offen und die müssen zugemacht werden)

Werden Sie ohne Klima nicht viel machen.

scubaman
01
24.5.2011, 17:13
Liegt halt leider daran

dass Strassenbahnen mit Übersetzfenstern(?) scheinbar nicht mehr zugelassen werden. Und die kleinen Miefluken in den neuen sind ja wirklich hoffnungslos überfordert.

Chocoholic
10
27.5.2011, 22:30
Kleine fenster funktionieren super, auch nur auf einer Seite,

Aber die Leut sind da offensichtlich zu deppert, sie aufzumachen oder dann -selbst mehrmals erlebt- sind alle zu, wenn man einsteigt, obwohls dreissig oder mehr Grad im Waggon hat...

atomkraft neindanke
01
24.5.2011, 16:00
die kapitl. Marktwirtschaft unter Einfluss der Lobbies ist mitschuld an der Ökokatastrophe

ich glaub jeder sollte das Maß an Umweltsünden mit seinem Gewissen ausmachen, helfen könnte aber Kostenwahrheit: ökologisch gesehen müsste dann die Bahn wieder das allerbilligste Beförderungsmittel nach dem Fahrrad werden, das ist es aber nicht, denn die Regeln des Marktes sind ungerecht; Folgekosten werden der Allgemeinheit angelastet und somit ist Fliegen billiger als Bahnfahren, daher fliegen auch mehr Leut, was die Sache wieder noch billiger macht.
daher braucht es neben einem individuellen ökolgischen Gewissen auch die Kostenwahrheit.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 577
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.