Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 600x800Die Star Flyer ist ein TV-Serien-erprobter Viermaster der Luxusklasse und sorgt auf 115 Metern für jene Art von gepflegtem Müßiggang, der sich nicht zuletzt durch fortwährenden Appetit äußert.

Segelkreuzfahrten der Starclipper-Gruppe sind unter www.starclippers.com zu buchen. Etwa 3. 9. bis 10. 9. 2011: Frankreich-Korsika-Sardinien-Italien mit Start und Ziel in Monaco inklusive Flug mit Flyniki Wien-Nizza-Wien. Sieben Nächte Kreuzfahrt, Vollpension.
Veranstalter: Papageno Touristik, Mc Cruise
Lässig an den Eingang zur Kommandobrücke gelehnt, überwacht Dominique Rollin die Handgriffe seiner Mannschaft. Während die Star Flyer aus Palma de Mallorca ausläuft, werden zu den Klängen von Vangelis Conquest of Paradise unter eher symbolischer Mithilfe der Passagiere die Segel gesetzt. Das Ablegen ist ein großes Spektakel, die Segel knattern im Wind, jene Passagiere, die sich nicht als "Hobbymatrosen" gemeldet haben, genießen in ihren Liegestühlen unter den letzten Strahlen der Abendsonne das geschäftige Treiben an Deck.
Das Schiff ist einer der großen Segler seiner Art, mit einer Länge von 115 Metern und einer Segelfäche von mehr als 3300 Quadratmetern, verteilt auf vier Masten. Rollin hat die Augen mittlerweile auf das offene Meer gerichtet, immer wieder nimmt er dazu sein Fernglas zur Hilfe. Der Belgier ist Erster Offizier und auch optisch ein mächtiger Mann, dessen Autorität man nie infrage stellen würde.
Über ihm gibt es in der Bordhierarchie nur Kapitän Klaus Müller, einen deutschen, netten älteren Herrn. "Wenn der Wind es zulässt, segeln wir auch wirklich, das merken die Passagiere an einer leichten Schräglage des Schiffes. Aber aufgrund des vorgegebenen Programms und der Liegezeiten müssen wir hier im Mittelmeer oft auch den Motor zu Hilfe nehmen", erklärt der Kapitän die im Moment nicht maximal gesetzten Segel.
Bekannt geworden ist die Star Flyer auch durch die deutsche Fernsehserie Unter weißen Segeln ..., die Unterhaltung ohne allzu großen Tiefgang bietet. Die Unterhaltung an Bord der Star Flyer aber, die mit Kurs auf St. Tropez segelt, ist keineswegs seicht.
"Wir haben keine klassischen Vergnügungen wie auf großen Kreuzfahrtschiffen. Unser Programm besteht aus Wind, Wetter und vor allem unserem Schiff. Das muss reichen, und genau so gefällt es den Gästen auch", erläutert Klaus Müller die Philosophie der Star Flyer.
Wobei: Im Tiefstapeln kennt Herr Kapitän sich ganz offenbar auch gut aus. Denn das Schiff ist mehr als großzügig ausgestattet. Teakholz, wohin man blickt, Marmor im Bad, das Restaurant unter Deck ist von einer Noblesse und Eleganz, die das Betreten ohne entsprechende Kleidung zur Mutprobe werden lässt. Piano Bar, Tropical Bar unter freiem Himmel, Bibliothek und zwei kleine Pools auf den Sonnendecks - irgendwo gibt es immer einen kühlen Drink zu schlürfen. Sport kann in Form von Wasserski, Tauchen oder Windsurfen betrieben werden. Das heißt, wenn die Kombüse nicht wieder mit Leckerbissen der elaborierten Sorte lockt - was so ziemlich durchgehend der Fall ist. Es beginnt mit dem Frühstücksbuffet, geht fast ohne Pause ins Mittagsbuffet über, um dem rasch wiederkehrenden Hunger mit einer Cocktailstunde samt Hors d'oeuvres um 17 Uhr entgegenzutreten. Um halb acht ist endlich Abendessen, in mehreren Gängen natürlich, und der kleine Heißhunger vor dem Zu-Bett-Gehen wird noch mit einem herrlichen Mitternachtsimbiss gestillt. Seeluft macht Appetit, Gelegenheit detto. In Kombination wird das schnell zur Belastungsprobe - fürs Gewissen ebenso wie für die Badehose.
Am schönsten ist es deshalb, an der Reling auf dem Vorschiff zu stehen, auf das offene Meer zu schauen, den Wellen und dem Wind zuzuhören oder den Matrosen beim Kampf gegen die Witterung und die drohende Korrosion durch das aggressive Salz zuzusehen. Pausenlos wird irgendwo gepinselt.
Wenn es schon Programm gibt, dann aber ordentlich. Mastklettern ist am Nachmittag auf hoher See angesagt. 20 Meter auf die erste Plattform! Insgesamt ist der Hauptmast 63 Meter hoch, doch das wäre für die Passagiere zu gefährlich. Zuerst gehen die Kinder, mit einem Gurt gesichert, die Strickleiter hoch. Danach finden auch ein paar mutige Erwachsene auf den Weg in den Ausguck. Die Vogelperspektive hinterlässt einen atemberaubenden Ausblick und auch ein ebensolches Gefühl im Magen.
Im Hafen von St. Tropez kann nicht direkt angelegt werden: Er ist schlicht zu klein für die gewaltige Yacht, und so parkt die Star Flyer weiter draußen. Mit Beibooten wird zum Landausflug ausgerückt. Rechtzeitig zum Abendessen sind aber wieder alle Passagiere an Bord, schließlich will niemand auf die gewohnten Annehmlichkeiten verzichten.
Während die Passagiere am nächsten Morgen in Monaco endgültig von Bord gehen müssen, überwacht Dominique Rollin mit strengem Blick die Handgriffe seiner Mannschaft. Diesmal aber an die Reling gelehnt - und selbstverständlich lässig. (Martin Grabner/DER STANDARD/Rondo/20.05.2011)
Der Schriftsteller Franz Hammerbacher umrundete die Welt auf einem Containerschiff - literarisch präzise in 80 Tagen
Mit dem Containerschiff nach Norwegen - das hat Gewicht: Stress wird abgeladen, doch die Eindrücke wiegen schwer. Bernd Ellerbrock auf der Emma
Im Hamburger Hafen wird das Kreuzfahrtschiff MS Europa 2 getauft. Der Zweier steht für den Versuch, Luxus und Lockerheit zu verbinden
Mit Ressourceneffizienz und Emissionsreduktion sollen Kreuzfahrtschiffe umweltschonender werden. Damit will man Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen
An der Nordküste von Wales arbeitet die Gruppe DuDug mit Graffiti-Künstlern an der größten Freiluft-Galerie der Welt und will so ein Schiff retten
Auf den Spuren des Odysseus lassen sich Kultur und Natur des Mittelmeerraumes – ganz ohne Irrfahrten – zu Wasser erkunden
Die schwimmenden Vergnügungsparks erfüllen ziemlich jeden Wunsch. Aber zwischen Kino und Casino kommt es auch immer wieder zu Zwischenfällen
Pool, Casino und Shopping waren gestern. Royal Carribena International bringt mit der Quantum-Klasse utopisch anmutende High-Tech-Schiffe aufs Meer
Preisdumping, Themenkreuzfahrten und Schiffe der Superlative sollen auch Urlauber aus anderen Zielgruppen für Kreuzfahrten begeistern
Wenn sich Menschen aus zwölf Nationen bei einer Rheinkreuzfahrt treffen, hat die europäische Idee eine Zeitlang Auftrieb
Hier sitzen alle gerne im selben Boot: Kreuzfahrtschiffe bieten Raum für Erholungssuchende, Genussmenschen, Hobbysportler und Partytiger…
Das Meer zu laut, das Wetter zu kalt, kein Jausenpaket für den Landausflug: Die zehn dümmsten Beschwerden von Kreuzfahrtpassagieren gibt es hier
Österreichische Kreuzfahrer mussten wesentlich mehr für Buchung bezahlen als deutsche EU-Bürger - EVZ erreicht Änderung der Preispolitik
Wie keine andere Tourismusbranche freuen sich Kreuzfahrt-Veranstalter über wachsene Buchungszahlen. Die Kehrseite jedoch ist dreckig und gefährlich
Vor 120 Jahren stellten Schiffe der Hurtigruten Briefe zu. Heute werden Sehnsüchte nach dem hohen Norden befördert
TUI Cruises arbeitet mit Hochdruck am jüngsten Spross der "Mein Schiff"-Familie. Er wird 2014 aufs offene Meer entlassen. Hier gibt's erste Bilder
Eine luxuriöse, reizvolle Schiffsreise: Mit der Prestige den Mekong von seinem Delta hinauf über Phnom Penh in den riesigen Tonle-Sap-See
2013 fetten einige neue Luxusliner das Angebot der Kreuzfahrtreedereien auf. Wie zeigen einige der größten und luxuriösesten Schiffe
Im März schickt AIDA Cruises ihr neuestes Mitglied aufs Meer. Mit an Bord sind ein spezieller Wein, eine eigene Biersorte und ein ganzer Wald
"Wenn der Wind es zulässt, segeln wir auch wirklich, das merken die Passagiere an einer leichten Schräglage des Schiffes. Aber aufgrund des vorgegebenen Programms und der Liegezeiten müssen wir hier im Mittelmeer oft auch den Motor zu Hilfe nehmen"
Wenn ich auf einem Segler bin, möcht´ ich auch segeln!
Sonst ist anzunehmen, dass die Crew ihr Geschäft nicht beherrscht. Wär´ schad´um das wunderschöne Schifferl.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.