Erfolg ist reine Formsache

24. Mai 2011, 16:47
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Der Hyundai-Kia-Konzern ist ganz groß in Fahrt. Diesmal zielt die Attacke auf VW Passat, Ford Mondeo und Co: Hyundai i40. Die Limo

"Wir wollen von dieser Modellreihe in Europa jährlich mehr als 60.000 Autos verkaufen. Drei Viertel werden Kombis sein, der Rest Limousinen." - "Mit dem i40 wollen wir endlich auch ins Flottengeschäft vorstoßen." Am Vorabend der Barcelona Motor Show enthüllte Hyundai die Stufenheckversion der neuen, erstaunlich eleganten Mittelklasse, und man sieht schon, die Koreaner verfolgen mit der i40-Reihe ambitionierte Ziele.

Das passt wiederum gut ins Gesamtbild, denn der Hyundai-Kia-Verbund ist zurzeit der am dynamischsten wachsende Autobauer aus Fernost überhaupt. Die führen mittlerweile speziell die Japaner ganz schön vor. Warum sich die Koreaner so auf den schwierigen, gesättigten europäischen Markt konzentrieren? "Weil das immer noch der kompetitivste der Welt ist", hört man dann. Wer es da geschafft hat, zählt zur Weltspitze.

i40 also. Gebaut wird der Anti-Passat-Mondeo-Insignia in Korea, das stilistische Paket allerdings - Erfolg ist ja auch reine Formsache - wurde bei Hyundai Motor Europe Rüsselsheim geschnürt. Von Designchef Thomas Bürkle. Der werkte weiland bei BMW, war dort etwa am 6er gestalterisch tätig.

Erkennbar hat der ruhige Deutsche den Fehdehandschuh von Konzernschwester Kia aufgenommen: Der dortige, von VW/Audi gekommene Chefdesigner Peter Schreyer zeichnet einen jugendlich feschen Kia nach dem andern, nun hält Hyundai mit ähnlich feschen Formen dagegen, wobei die Stoßrichtung etwas mehr in Richtung Eleganz und Seriosität geht. "Fluidic Sculpture"-Design nennt Hyundai diese Linie, nicht unähnlich Fords Kinetic-Design-Ansatz.

Spannungsgeladen, attraktiv steht die Limousine da, inspiriert von koreanischen Tempelanlagen - und "den Formen einer Frau", sagt Bürkle. So weit wollen wir nicht gehen, aber elegant ist das Ding schon. Im Sechseckgrill zeigt sich nun ein echtes Familiengesicht, LEDs verleihen markante Nachtoptik. Und, übrigens: Die Seitensicke auf Höhe der Türgriffe erinnert fast an den Passat CC.

Ein Wort zu den Dimensionen: 4,74 m ist die Limousine lang, 1,72 m breit, 1,47 m hoch. 2,77 m Radstand versprechen ordentlich Innenraum, ein erstes Probesitzen bestätigte die Vermutung. Motoren? Wie beim Kombi, also je zwei Diesel und Benziner, 116 bis 177 PS. Der Kombi-Einstiegspreis liegt übrigens bei ca. 25.990 € - die Limo kommt etwa 1000 € günstiger. (Andreas Stockinger/DER STANDARD/Automobil/20.05.2011)

  • Bei den Dimensionen ganz auf Linie der europäischen, vor allem deutschen, Mittelklasse, ist dieser Hyundai auch ästhetisch eine Ansage.
    foto: werk

    Bei den Dimensionen ganz auf Linie der europäischen, vor allem deutschen, Mittelklasse, ist dieser Hyundai auch ästhetisch eine Ansage.

  • Sauber, hochwertig, geräumig.
    foto: werk

    Sauber, hochwertig, geräumig.

  • Und es setzt sich die markante Linienführung von außen innen fort. So fesch sind Koreaner heute.
    foto: werk

    Und es setzt sich die markante Linienführung von außen innen fort. So fesch sind Koreaner heute.

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