Ein weit unterschätztes Risiko

21. Mai 2011, 08:57

Speziell für Risikogruppen gilt: Regelmäßige Kontrollen beim Facharzt und täglicher UV-Schutz

Linz - Das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs, Anm. Red.) ist in der Bevölkerung durchwegs bekannt und gefürchtet. „Heller Hautkrebs" ist hingegen nur wenigen ein Begriff. „Nicht-Melanom-Hautkarzinome verzeichnen jährliche Zuwachsraten von 7-10 Prozent und sind mittlerweile die häufigste Krebsart überhaupt", so Rainer Kunstfeld, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, an der Universitätsklinik für Dermatologie in Wien. Heller Hautkrebs ist vor allem für bestimmte Personengruppen eine ernstzunehmende Gefahr. Durch täglichen UV-Schutz lässt sich diese minimieren. 

Unter dem Begriff „heller Hautkrebs" werden alle Hautkrebsarten mit Ausnahme des
Melanoms zusammengefasst. Dazu zählen Plattenepithelkarzinome und Aktinische Keratosen, ebenso wie das Basaliom. Aktinische Keratosen sind eine Frühform des hellen Hautkrebses und präsentieren sich als bräunlich schuppige Erhebungen auf der Hautoberfläche. Allein in Europa sind rund 15 Prozent der Männer und 6 Prozent der Frauen davon betroffen. In der Altersgruppe der über 70-jährigen treten aktinische Keratosen bereits bei 34 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen auf.

Gute Heilungschancen

Generell treten helle Hauttumore bevorzugt an Körperstellen auf, die der Sonne verstärkt ausgesetzt sind. Gesicht, Ohren, Glatze, Lippen, Handrücken und Unterarme sollten daher besonders vor UV-Strahlen geschützt werden.

Werden helle Hauttumore frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen bei gesunden Menschen sehr hoch, da die Wahrscheinlichkeit für den Übergang in ein invasives, fortgeschrittenes Stadium vergleichsweise gering ist. „Trotzdem darf man diese Erkrankung nicht unterschätzen - vor allem wenn das Immunsystem nicht intakt ist oder der Tumor zu spät erkannt wird," warnt
Kunstfeld und empfiehlt Risikogruppen neben der laufenden Selbstbeobachtung der Haut regelmäßige Kontrollen beim Dermatologen. (red)

Wer soll sich schützen: 

- sehr helle Hauttypen (Hauttyp 1 und 2: sehr helle Haut, rotblondes oder blondes
Haar, helle Augen, häufig Sommersprossen)
- Menschen mit Hautkrebs in der Familie oder Vorgeschichte
- Menschen mit bestehenden Aktinischen Keratosen (lokal begrenztes und noch
oberflächliches Frühstadium eines Plattenepithelkarzinoms)
- Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem (z.B. durch Medikamente, die
das Immunsystem unterdrücken wie z.B. vor und nach Transplantationen, aber auch
bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma, durch Chemotherapie u.a.).
- Menschen, die sich viel im Freien aufhalten (Bauarbeiter, Sportler z.B. beim
Segeln, Bergsteigen etc.)

Leute mit heller Haut

Sie sollen im Sonnenschein einfach immer mit ihren Kleider an, um die Hautkrebs zu vermeiden.

wie bekleidet man

... Gesicht, Ohren, Glatze, Lippen, Handrücken und Unterarme ... ?

burka?

Ich liebe generalisierte Fragen :)

Gesicht und Lippen: Schibrille, Schimaske
Ohren: Ohrenschützer
Glatze: Hut, Kappe (okay, das war einfach)
Handrücken: Handschuhe
Unterarme: langärmlige Kleidung

Ernsthaft: Einen Hut oder etwas in der Art sollte man IMMER bei längeren Ausgängen in praller Sonne dabeihaben. 30 oder 50er Sonnenschutz gehört ebenfalls zur Standardausrüstung. T-Shirt und Shorts sowie bequeme Schuhe (Badeschuhe). Alle anderen exponierten Stellen dick eincremen. Und für die Lippen gibts entsprechnden Schutzbalsam.
Dann nach Möglichkeit im Schatten aufhalten und schon kann man sich für gut 2 Stunden rauslegen. Dann Pause zum Erholen der Haut und etwas Abkühlung.
As simple as it is.

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