Umfrage sieht FPÖ knapp vorne

20. Mai 2011, 08:59
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FPÖ würde Sonntagsfrage knapp vor SPÖ gewinnen - Spindelegger liegt beim OGM-Vertrauensindex vor Faymann

Wien - Die FPÖ unter Heinz-Christian Strache liegt laut einer Umfrage auf Platz eins bei der Wählergunst. Laut den Zahlen des Meinungsforschungsinstitutes OGM würden 29 Prozent der Befragten den Freiheitlichen ihre Stimme geben, so am Sonntag gewählt werden würde. Die SPÖ kommt in dieser Umfrage auf 28 Prozent, die ÖVP auf 23, Grüne und BZÖ erreichen 13 beziehungswiese 5 Prozent, das berichtet der Kurier

Wie OGM im Gespräch mit derStandard.at erklärt, wurden für die Umfrage 805 Menschen am Dienstag und am Mittwoch in der Zeit von 16 bis 21 Uhr befragt. Insgesamt nannten 66 Prozent der Befragten eine Parteipräferenz. In absoluten Zahlen ausgedrückt gaben 153 der befragten Personen an, der FPÖ ihre Stimme zu geben. Für die SPÖ würden 145 stimmen. Die statistische Schwankungsbreite liegt bei dieser Umfrage bei 3,6 Prozent. Die FPÖ lässt sich somit nicht als eindeutiger Spitzenreiter aus diesen Daten herauslesen.

Vertrauensindex: Gute Nachtrichten für die ÖVP

Bessere Nachrichten für die ÖVP liefert der von der APA und von OGM ermittelte Vertrauensindex.  VP-Obmann Michael Spindelegger lässt mit einem Wert von plus 14 Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) um fünf Punkte hinter sich. Von den ganz Neuen am besten schlägt sich Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, einen Misstrauensvorschuss gibt es für Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP). An der Spitze des Rankings steht wie stets Bundespräsident Heinz Fischer.

Geändert wurde diesmal die Erhebungsmethode bei der Erstellung des Index, der ein Saldo aus Vertrauen und Misstrauen gegenüber den abgefragten Politikern abbildet. Die Interviews würden nicht mündlich sondern online durchgeführt, dabei wurden zu den Namen der Politiker auch Fotos von ihnen beigefügt. Angesichts dieser Unterschiede empfiehlt OGM keine Plus/Minus-Wertung gegenüber früheren Untersuchungen.

Bundespräsident Fischer am Beliebtesten

Allzu viel geändert hat sich in der Vertrauensliste freilich nicht, das Siegerpodest bleibt sogar das gleiche wie bei der Erhebung vergangenen Oktober. Bundespräsident Fischer liegt mit plus 55 einsam an der Spitze, gefolgt von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) (+26). Den dritten Platz am Podest holt sich als vertrauenswürdigster Regierungsvertreter just Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der bei der Vergabe der wichtigsten Posten in der ÖVP zuletzt durchgefallen war.

Wie Spindelegger in der ÖVP belegt auch Kanzler Faymann (plus 9) in der SPÖ im internen Ranking der jeweiligen Regierungsteams nur Platz zwei. Abgehängt wird er von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (plus 13).

Einen guten Start verzeichnet Wissenschaftsminister Töchterle mit plus 10, Ausdruck seines "sympathischen und unverbogenen" Auftretens, wie OGM-Chef Wolfgang Bachmayer analysiert. Immerhin 42 Prozent haben von ihm schon eine Meinung, 48 Prozent von der zweiten neuen Ministerin, Mikl Leitner, womit sie kaum hinter dem altgedienten Gesundheitsminister Alois Stöger liegen, über den sich 50 Prozent der Befragten eine Meinung gebildet haben.

Gute Werte für die Justizministerin

Während Neu-Justizministerin Beatrix Karl (plus 8) im positiven Vertrauenssektor landet, hat sich Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) noch nicht ganz von ihrem Negativ-Image als Innenministerin erfangen und erreicht minus 4. Noch schlechter steht Nachfolgerin Mikl-Leitner (ÖVP) mit minus 16 da.

Für den letzten Platz reicht das freilich bei weitem nicht. Den nimmt von den Regierungspolitikern unverändert der durch die Wehrpflichtdebatte offenbar weiter beschädigte Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) ein, mit minus 26 kann er nur noch die beiden Nationalratspräsidenten Fritz Neugebauer (ÖVP) (-36) und Martin Graf (FPÖ) (-38) in Schach halten.

Die Oppositionsvertreter landen durchwegs im Minus. Am besten steht noch Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig mit minus 6 da, es folgen BZÖ-Obmann Josef Bucher mit minus 12 und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit minus 22. (APA/burg)

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