Durchgesickerte Informationen verärgern Microsoft
Bei Intels "Investor Meeting 2011" am Mittwoch hatte Renée James, Chefin von Intels Softwaresparte, einige Einblicke zu Microsofts Windows 8 für ARM-Systeme (der WebStandard berichtete) geboten. Auf der neuen Plattform würde die bisherige x86-Software nur mit enormem Portierungsaufwand laufen. Reibungslose Performance gewährleiste hingegen Intel-Hardware. James verkündete des Weiteren, dass die Redmonder vier Versionen von Windows 8 auf ARM-Basis entwickeln würden.
Streng vertraulich
Microsoft war über das Durchsickern der Informationen nicht gerade begeistert. Ähnlich wie im Hause Apple führt auch Windows-Chef Steven Sinofsky ein strenges Regiment, was die Enthüllung auch nur kleinster Informationen zu neuen Produkten betrifft. Gerüchten zufolge sind immer wieder Mitarbeiter vor Microsofts Türe gesetzt worden, wenn sie Details zu Windows 8 preisgegeben hatten.
"Inakkurat und irreführend"
Zwar wird man Intel als Partner nicht feuern können, stattdessen kontert der Konzern mit einer Gegendarstellung: Die Aussagen, die der Chiphersteller während des Investorenmeetings über Microsofts Pläne zu Windows 8 tätigte, seien "inakkurat und irreführend". Demnach könne man "zum derzeitigen Stand der Dinge keine weiteren Details oder Informationen" liefern. Welche konkreten Teile aus James' Ankündigungen irreführend waren, stellt Microsoft nicht klar. Mehr Licht bringt wahrscheinlich die Entwicklerkonferenz im September. (ez, derStandard.at, 19. Mai 2011)