Dominique Strauss-Kahn bestellte in New York Prostituierte - behauptet zumindest die "Manhattan Madam", ehemalige Chefin einer Callgirl-Agentur
Glaubt man Kristin Davis, so schickte die ehemalige Chefin einer Callgirl-Agentur dem ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn auf dessen Wunsch im Jahr 2006 immer wieder junge Mädchen, berichtet der britische Telegraph. Eine von ihnen soll sich über sein aggressives Verhalten beklagt haben. "Wenn ein Mann Frauen missbraucht, sehe ich keinen Grund mehr, seine Identität zu schützen", zitiert das Blatt die "Manhattan Madam".
Strauss-Kahn habe die junge Brasilianerin demnach selbst auf ihrem
Mobiltelefon angerufen, sie zu sich bestellt und 1.200 Dollar für ihre
Dienst gezahlt. In cash. Tagsüber nahm er an einer von Bill Clinton
organisierten Konferenz teil. In der Nacht dürfte es laut Davis zu
"groben Übergriffen" gegenüber der Prostituierten gekommen sein. Diese
bat ihre damalige Chefin, "kein Mädchen mehr zu diesem Mann zu
schicken".
Davis, die behauptet, dass sie mehr als 10.000 Kunden im "größten kleinen, schwarzen Buch" der Sex-Industrie hätte, vermittelt junge Damen bis nach London und Paris. Die äußerst potente Kundschaft zahlt Preise zwischen 1.000 und 5.000 Dollar pro Stunde. Bekannt wurde sie der breiten Öffentlichkeit spätestens, als mit ihren Enthüllungen über den ehemaligen New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer zu Fall. Davis wurde im Anschluss wegen Verbreitung der Prostitution zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt.
Spitzer konnte sich ohne Anklage aus der Affäre ziehen. Davis ist heute wieder dick im Geschäft. (red, derStandard.at, 19.5.2011)