Lars von Trier ist in Cannes "unerwünscht"

20. Mai 2011, 11:01

Regie-Enfant-Terrible sorgt mit Nazi-"Sympathien" für einen Eklat und wird für 2011 zur "Persona non grata" erklärt

Cannes - Wegen koketter Äußerungen über Adolf Hitler, Albert Speer und Nazi-Deutschland ist der dänische Regisseur Lars von Trier beim Filmfestival in Cannes zur "Persona non grata", zur "unerwünschten Person", erklärt worden. Wie die Festivalleitung am Donnerstag erklärte, gelte die Entscheidung mit sofortiger Wirkung. Von Trier wurde die Akkreditierung entzogen, somit darf er das Festivalpalais in Cannes vorerst nicht mehr betreten.

Ein Ausschluss wie für von Trier ist in den bisher 64 Jahrgängen von Cannes noch nie passiert und gilt auch nur für 2011, betonten Festivalpräsident Gilles Jacob und sein Bevollmächtigter Thierry Frémaux in einem Pressegespräch am Donnerstag. Der Regisseur habe seine Fehlleistung voll eingesehen und die Folgen akzeptiert, sagte Frémaux: "Er ist bekannt für seine Provokationen, aber er hat begriffen, dass er dieses Mal zu weit gegangen ist."

"Melancholia" bleibt im Wettbewerb

"Der Verwaltungsrat verurteilt die Äußerungen Lars von Triers entschieden", hieß es in einer Mitteilung.  Im Verwaltungsrat sitzen unter anderem staatliche und städtische Vertreter. Die Entscheidung sei nicht einstimmig erfolgt und gelte auch nur für die Person Lars von Trier, nicht für seinen Film "Melancholia".

Der Film steht damit weiterhin im Wettbewerb um die Goldene Palme. So gänzlich unerwünscht ist von Trier somit für das Festival wohl nicht, hinsichtlich des Medienechos  wie der TV-Quoten der Preisverleihungs-Gala am Sonntag. Die Jury um Robert De Niro befindet sich allerdings dadurch in einer Zwickmühle: Kann sie realistisch, so sie wollte, jemanden prämieren, der Hausverbot hat?

Festivalpräsident Jacob hatte am Donnerstagvormittag eine Sitzung einberufen, um über Sanktionen gegen den Regisseur zu beraten. "Das Festival von Cannes gibt Künstlern weltweit eine besondere Bühne, um ihre Arbeit vorzustellen und die Freiheit der Kunst zu verteidigen." Dass Lars von Trier diese Bühne für "inakzeptable Aussagen", die "im Gegensatz zu den Idealen der Humanität und Großzügigkeit" des Festivals stünden, benutzt habe, sei sehr bedauerlich.

Das  Simon-Wiesenthal-Zentrum in Paris kritisierte, die Aussagen seien "kalkuliert und willkürlich" gemacht worden: "Die einzige Belohnung, die Lars von Trier in Cannes verdient hätte, wäre jene des 'Sektierers des Jahres'", hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.

 Eklat und Entschuldigung

Der 55-jährige Filmemacher hatte am Mittwoch in Cannes für einen Eklat gesorgt. "Er ist nicht das, was man einen guten Kerl nennen würde, aber ich verstehe vieles von ihm", sagte Trier, der in einer betont linken und säkularen protestantisch-jüdischen Familie aufwuchs und erst spät im Leben erfuhr, dass sein biologischer Vater deutschstämmig ist, bei der Vorstellung seines Films "Melancholia" über Hitler:  "Ich sympathisiere ein bisschen mit ihm, ja" - um schließlich auch noch witzelnd hinzuzufügen: "Okay, ich bin ein Nazi."

Am Mittwochabend hatte sich der Regisseur für seine Aussagen öffentlich entschuldigt.  In einer Aussendung des für seinen Wettbewerbsfilm  zuständigen Pressebüros Premier PR sagt von Trier, dass er sich aufrichtig entschuldige, falls er mit seinen Worten jemanden verletzt habe: "Ich bin weder antisemitisch oder habe rassistische Vorurteile irgendeiner Art noch bin ich ein Nazi", so der Regisseur.

Die Entscheidung der Festivalleitung ihn auszuschließen  "akzeptiere von Trier vollkommen", sagte am Donnerstag einer seiner Produzenten: "Es liegt am Festival zu entscheiden, was gut für das Festival ist." Von Trier habe nur einen Witz machen wollen, der daneben gegangen sei. Der Regisseur hat am Donnerstag ebenfalls und persönlich  seine "Verbannung" vom Festival  akzeptiert und für seine Äußerungen um Verzeihung gebeten:  "Das war total schwachsinnig. Natürlich sympathisiere ich nicht mit Hitler. Ich mag ein Schwein sein, aber ein Nazi bin ich nicht."

Verleih-Absagen

Von Triers Äußerungen haben indessen zur Aufkündigung von Verleihverträgen geführt. Sein Geschäftspartner in der Filmgesellschaft Zentropa, Peter Albæk Jensen, bestätigte, dass der zuständige israelische Filmverleih einen schon geschlossenen Vertrag wieder auflösen wolle. Nach Angaben der Zeitung "Politiken" ging bei Zentropa auch eine Abbestellung aus Argentinien ein. Man könne nicht den Film eines Mannes zeigen, der "mit seiner klaren Nazi-Erklärung das jüdische Volk und die ganze Menschheit gekränkt hat", hieß es in der Erklärung des Verleihs. Jensen hatte umgehend nach den Trier-Äußerungen erklärt, er erwarte mit mehreren Ländern Probleme. Er nannte die Äußerungen seines Partners "schwachsinnig und dämlich".

"Provokateur mit sehr schwarzem Humor"

US-Schauspielerin Kirsten Dunst, die neben von Trier auf dem Podium saß, wollte danach eigentlich über Zukunftswünsche sprechen, etwa bezüglich Michael Haneke: Da sie aufgrund ihres deutschen Vaters auch ein wenig Deutsch spreche und immer nach Herausforderungen suche, könne sie sich eine Zusammenarbeit mit dem Regisseur sehr gut vorstellen, dessen Filme sie sehr liebe. Auch Quentin Tarantino stehe sehr weit oben auf ihrer Wunschliste. Aber vorerst stand anderes im Vordergrund: Dass von Trier  zur "Persona non grata" erklärt wurde, "bleibt dem Festival überlassen", meinte sie diplomatisch. Der Eklat bei der Pressekonferenz sei für sie keine Überraschung gewesen, von Trier sei nämlich nicht nur "einer der herausragendsten Autorenfilmer unserer Zeit", sondern auch ein Provokateur mit sehr schwarzem Humor. "Aber das ist einfach etwas, über das man keine Scherze macht. Ich wünschte, jemand von uns hätte ihm gesagt, dass er die Klappe halten soll." (APA/red)

Lars von Triers Äußerungen in Übersetzung

Auf die Bitte einer Reporterin, etwas über seine deutschen Wurzeln zu erzählen, hat der dänische Regisseur bei einer Pressekonferenz des Festivals in Cannes am Mittwoch geantwortet: "Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass ich für eine lange Zeit dachte, ein Jude zu sein. Und ich war glücklich darüber. [...] Aber es kam heraus, dass ich kein Jude war. [...] Ich wollte wirklich ein Jude sein. Und dann fand ich heraus, dass ich in Wirklichkeit ein Nazi war, weil meine Familie deutsch ist. [...] Und das bereitete mir auch etwas Vergnügen. Also, was kann ich sagen? Ich verstehe Hitler. Ich glaube, dass er ein paar schlechte Dinge gemacht hat, klar, aber ich kann ihn mir in seinem Bunker vorstellen, am Ende. Ich will sagen, dass ich den Mann zu verstehen glaube. Er ist niemand, den wir einen guten Kerl nennen würden, aber ich weiß über ihn Bescheid und ich sympathisiere mit ihm. [...] Ich bin nicht für den Zweiten Weltkrieg. Und ich bin nicht gegen Juden. [...] Ich bin sehr für Juden - aber nicht zu sehr, weil Israel absolut schrecklich ist. Wie komme ich aus dem Satz wieder heraus? [...] Ich will noch etwas über die Kunst sagen. Ich bin sehr für Speer, Albert Speer habe ich sehr gemocht. Er war vielleicht auch eines von Gottes besten Kindern. Er hat Talent. [...] Okay, ich bin ein Nazi." (APA)

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Konrad Chreeb
00
24.5.2011, 00:53
Trier ist entweder krimminell oder gehört in eine Anstalt gesperrt.

Das was v. Trier von sich gegeben hat ist leider nicht einfach nur dummes Geschwätz, sondern schon krimminell. Denn "entweder versteht sich der Mann wirklich als Nazi. Dann sollte man sich dauerhaft von ihm verabschieden, weil er die Grundverabredung des Humanen bricht. Oder er will um jeden Preis auffallen. Dann ist er ein Zyniker. Oder er ist psychisch krank. Dann gehört er in Behandlung und vorerst nicht auf das Podium eines internationalen Filmfests." Denn Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen.

Lambert Oitzinger
11
22.5.2011, 22:57
Die Nationalsozialisten ...

... in diesem Forum beklagen sich wieder einmal hinsichtlich der fehlenden Meinungsfreiheit, als ob es die gegeben hatte, als der von ihren so verehrte Herr Hitler gelebt hat.

Als meine Großmutter sich beklagte, weil sie im Krieg zwei Kinder zu ernähren hatte und ihr Mann und zwei Söhne an der Front waren, drohten ihr die Kärntner Nazis mit dem KZ, wenn sie nicht den Mund hält.

Mein Tipp an den Standard, es wäre an der Zeit, dass die anonyme Abgabe von Kommentaren beendet wird, anderenfalls wir von diesen sich hinter Nicknames versteckenden "Nazi-Trollen" zu hauf überrannt werden.

El Clandestino ****
00
23.5.2011, 12:41
tomaten vor den augen?

die welt ist schwarz weiß gell, herr MIR IST IHR NAME WURST! viel spaß weiterhin mit ihrer GUT BÖSE Theorie;

hc.leitich @derStandard.at
01
23.5.2011, 02:35

seriöser vorschlag. dann wär freilich untenstehende realsatire wohl nie zustande gekommen.

indem lars von trier das unter journalisten als "blöde frage, blöde antwort" bekannte so ausagiert hat - und quasi eine persiflage auf hirschbiegel "der untergang" geliefert, ...

... hat dieser langjährige experimentelle selbstdarsteller indirekt auch was gutes getan: das forum hier bekam hinter vorgehaltener hand schnell den spitznamen "große selbsthilfegruppe der ns-neurotiker".

und das alles unabhängig davon, dass es an nämlichem donnerstag eigentlich ein für österreich viel interessanteres cannes-thema gegeben hätte: das tolle abschneiden von markovics' "atmen". mfg

Lambert Oitzinger
01
23.5.2011, 21:53
Na ja, Herr Leitich,

Sie sehen ja allein an meinem Posting, wie manche Herrschaften anonym aggressiv ausrasten, wohl weil ich vergaß die "guten Seiten" der Nationalsozialisten zu erwähnen.

Es bleibt dem Standard unbenommen, ob er das anonyme Verfassen von Beiträgen weiterhin gestattet, allerdings muss er sich dessen gewahr sein, dass seriöse Kommentatoren verschreckt werden und übrig bleibt nur mehr eine Plattform für Rechtsradikale. Wollen Sie das wirklich?

Ein Phänomen, das ich auch bei anderen Online-Medien vermehrt feststelle.

MfG
Lambert Oitzinger

PS: Auch vermeintlich seriöse Parteien ermutigen ihre Stammwähler mitunter untergriffig zu werden, wie dies der Publizist Markus Wilhelm recherchiert hat. (http://www.dietiwag.org/
index.php?id=2920)

hc.leitich @derStandard.at
02
25.5.2011, 16:07

s.g. hr oitzinger (?), schon klar. und hier kann ich dazu nur wenig sagen, als freier dienstnehmer wie als deklarierter vertreter des klarnamen-prinzips (das agora-ideal). ev.: 1. das decknamen-prinzip steigert postings & zugriffe sehr. je holzschnittartiger der erregungsvorschlag, je weiter das links-rechts-spektrum, desto deutlicher. 2. eine agenturmeldung, die eine vereinfachung auf "wegen nazi-sager unerwüscht" vornimmt und von der relevanz her in die nähe des libyenkriegs gerückt wird, ist halt ein bloßes pawlow'sches experiment mit sehr hohen zugriffszahlen (37000 +). differenzierte diskurse sind dabei nicht zu erwarten. was natürlich nicht heißt, dass es nicht themen & anlässe gibt, wo das doch möglich ist. mfg,hcl

Sulcha
01
21.5.2011, 16:34
Der "böse" Lars,

der da irgend einen Schwachsinn gesprochen hat, wird als persona non grata diskreditiert. Naja, vielleicht auch nicht das Beste, nicht? Möge man ihm doch weiter Filme machen lassen, bitte!!!
Nicht dass ich den Lars für so gefährlich halte, aber hätte man vor Gezeiten einen Anderen doch nur auf die Akademie in Wien gehen lassen!

Rudi Nierlich
02
20.5.2011, 23:05
Gute Gelegenheit ...

um wiedermal (wie so oft in letzter Zeit) die Keule zu schwingen. Mir kommen gleich die Tränen wie unsagbar böse Herr von Trier da war !

Dr.mumunator
21
20.5.2011, 18:26
Cannes ist dramatisch überbewertet

insofern kein großer Verlust für von Trier

invodaseibua
00
20.5.2011, 16:42

ist mir doch wurscht ob er ein nozi ist oder nicht ... jeder wie er will.

Irgan Nakbu
22
20.5.2011, 16:01
Zusammenfassend

Wenn man sich so in Szene setzen muss, hat man jedenfalls einen festen Klopfer... er soll wieder Pornos machen der Trottel

101000111
41
20.5.2011, 15:14
Das ist er, der dänische Humor !

Das Land der Mohammed-Karikaturen, neuer Grenzkontrollen und einer strammen Rechtsregierung. Das Land war einmal fortschrittlich vor vielen Jahren, wurde radikal zurückregiert in die Vergangenheit. Die Sympathien des Dänen Lars von Trier ein reiner Zufall?

chrilly donninger1
28
20.5.2011, 12:23
Vielleicht wäre es eine interessanter Gedanke

bzw. Diskussion geworden, wenn v.Trier die Möglichkeit gehabt hätte etwas nachzudenken und dann zu erklären, was er eigentlich gemeint hat.
Aber man ihm gleich mit der P.C. Keule eine rübergezogen. Er macht aus Angst um seine Karriere Männchen und damit Ende der Diskussion.

Im Grunde nähern wir uns mit dem Diktat der politischen Korrektheit der bleiernen Zeit der 50er und 60er Jahre wieder an.

Ich habe anlässlich des Irakkrieges dagegen protestiert. Das war damals auch nicht P.C. Ich bin als Al-Kaida Anhänger denunziert worden und man hat versucht mich beruflich zu ruinieren.
Im Computerschach-Lexikon steht noch immer diese schwere Verfehlung drinnen. Wobei ich mich nur schäme, dass ich den Druck nachgegeben und mich entschuldigt habe.

Timagoras
 
01
20.5.2011, 18:50
"Ich habe anlässlich des Irakkrieges dagegen protestiert. Das war damals auch nicht P.C."

.
wie bitte?
90% der Europäer waren (zurecht) gegen diesen krieg.
in Italien gab es kaum ein haus, das nicht mit den "pace-fahnen" beflaggt war.
und Sie wollen jetzt die europäischen kriegsgegner als aufrechte aber verschwindende minderheit hinstelen, die mittels pc-keule mundtot gemacht worden wären?
also ich fühlte mich damals nicht allein, sondern in meiner kritik an den amerikanischen kriegsgelüsten als durchaus mehrheitsfähig.

Christoph Karl Steininger
00
20.5.2011, 12:04
Wortdurchfall.

Ein klassischer Pflaumensturz

sir karl popcorn
05
20.5.2011, 11:40
mamamia!

was für eine künstliche aufregung!

er hat seine meinung provokant und frei geäußert.

das sollte in unserer, ach so freien, offenen gesellschaft und welt möglich sein!

oder ist sie gar unfrei?

wenn man dies sagt, ist man ein terrorist,
wenn man jenes sagt, ein n..i
und wenn man gar was gegen mohammed sagt...

verstehen sie spass?

nein!

Timagoras
 
01
20.5.2011, 18:56
"er hat seine meinung provokant und frei geäußert. das sollte in unserer, ach so freien, offenen gesellschaft und welt möglich sein!"

.
ist es eh.

ich verstehe die hysterische aufregung nicht.
da hat einer bei einer veranstaltung dumpfsinn von sich gegeben, den veranstaltern missfällt dieser dumpfsinn, worauf sie ihm die akkredierung entzogen, und der dampfplauderer akzeptiert das.
punkt.
niemand hat ihm das wort verboten
und niemand hat ihn wegen missliebiger oder provokanter äußerungen vor gericht geschleppt oder gar eingesperrt (was in den meisten außereuropäischen ländern sofort passiert wäre).

und hier im forum herrscht eine aufregung, als wäre jemand wegen dumm-provozierender äußerungen ins gefängnis geworfen worden, und wird das ganze zu einem megaskandal hochstilisiert.

was soll'n das?

dietraeneallahs
01
21.5.2011, 05:30
hmmm...vor dem punkt. kam schon noch was...vertriebe, die sich jez weigern seinen film zu führen, bestehende verträge auflösen wollen...

muss ja nicht immer gleich im gefängnis enden. in der hyper freien eu od den noch freieren usa. wo es mittlerweile alltäglich ist, unliebsame kommentatoren aus dem saal zu geleiten zb.
grad erst ein video gesehen: condoliza rice hält vortrag über int. recht in einem universitätssaal, eine frau steht auf und sagt friedlich ihre meinung, sekunden später wird sie abgeführt. mag sein, ist ein etwas anderes scenario, aber es gibt genügend beispiele für diese art von zensur und wort verbieten. besonders bei diesen themen.
nicht umsonst gibt es dort mittlerweile die sogenannten "free speech zones".

man hätte ihm ruhig d chance geben können sich zu erklären, anstatt politically correct empört die nasen zu rümpfen. auch wenn es dumpfsinn war.

Klugscheisser, der 3.
00
20.5.2011, 23:18
Auf den Punkt. Danke!

Aber jetzt zerbeiß ich's!
21
20.5.2011, 11:20

Erschreckend, wie hirnlos voreingenommen die meisten Poster hier gegenüber LvT (ist ja ein "Guter", hat das ja nicht so gemeint, wollte nur bissi provozieren blablabla) sind. Jedes rote Stricherl auf dieses Posting ist Bestätigung.

Timagoras
 
00
20.5.2011, 19:02

naja, er hat u.a. auch gesagt, Israel wäre "absolut schrecklich".

dafür MÜSSEN ihm ja in Österreich (und speziell an den stammtischen und -foren) die herzen nur so zufliegen. das ist ja nachgerade zwangsläufig. ;o)

(jetzt spotte ich noch, aber nach den nächsten wahlen werden diese leute in Ö wahrscheinlich die mehrheit haben und womöglich sogar - wieder - in der regierung sitzen ...) :o(

dietraeneallahs
00
21.5.2011, 05:54
auch wenn das hier zu nichts führt...

warum können menschen wie sie es nicht verstehen, dass es menschen gibt, die israel kritisieren, und auch auf das recht darauf bestehen dies tun zu dürfen, es jedoch trotzdem genausowenig wie sie haben wollen, dass "diese leute" nach den nächsten wahlen in der regierung sitzen?
warum schaffen sie es nicht, diesen markanten unterschied zu erkennen? einleuchtend wäre, weil es eben einfacher ist, all jene als nazis zu bezeichnen und nicht weiter nachfragen. aber nein, ist ja nur ein vorwand, stimmts?

dass sie dabei selbst verallgemeinern u vorverurteilen, fällt ihnen leider nicht auf.

unrecht = unrecht ...ganz gleich wer es verübt!

miriam7
00
23.5.2011, 15:32
dass es menschen gibt, die israel kritisieren, und auch auf das recht darauf bestehen dies tun zu dürfen,

Aber natürlich steht es jedem Menschen zu, Israel zu kritisieren - ober besser, die israelische Politik zu kritisieren. Israel als Land zu kritisieren, bedeutet mE, ihm die Existenzberechtigung abzusprechen und da bin ich schon nicht mehr der Ansicht, daß darauf ein Recht besteht.

Und natürlich darf auch LvT Israel kritisieren.
Ich möchte nur gerne an die Worte erinnern, mit denen er das tut:
"Ich bin sehr für Juden - aber nicht zu sehr, weil Israel absolut schrecklich ist."
Er schiebt die Fehler Israels einmal prinzipiell den Juden in die Schuhe und nicht der isr. Regierung.

"Ich bin sehr für Moslems - aber nicht zu sehr, weil Achmadinejad ist eine gefährliche Seuche." Kritisiere ich jetzt A. oder die Moslems?

Bonebruiser
00
20.5.2011, 17:18
:-)

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