Spieler und Funktionäre nahmen vor laufender Kamera reichlich Alkohol zu sich - WM-Pokal demoliert - Verband bedauert "Exzesse"
Helsinki - Der finnische Eishockeyverband hat das exzessive
Auftreten von Spielern und Funktionären bei den Siegesfeiern nach dem
6:1-Finalerfolg Finnlands über Schweden "bedauert". Im Zuge der
Spielerfeier ging auch der WM-Pokal kaputt. In einer Aussendung vom
Donnerstag hieß es, die vorgefallenen "Exzesse" seien nicht mit den
vom Verband vertretenen Werten vereinbar. Man wolle die Vorkommnisse
im übrigen nicht weiter kommentieren.
Bei der vor annähernd 100.000 Leuten vor Ort und Stelle
bejubelten
Siegesfeier am Montagabend in Helsinki hatten etliche Spieler nach
sichtlich reichlichem Konsum von Alkohol ihrer ausgelassenen
Feierlaune vor laufenden Kameras kaum Zügel auferlegt.
Der Verband bestätigte indes Medienberichte, wonach der
WM-Pokal
im Zuge der als "wild" und "ungestüm" beschriebenen Feiern kaputt
ging. Es werde versucht die Trophäe zu reparieren, bevor der Pokal
auf Rundreise in die Heimatgemeinden der Teamspieler gehen soll,
sagte Verbandsgeschäftsführer Matti Nurminen am Mittwoch. Er sei sich
nicht sicher, ob es sich um das Original oder eine Siegerkopie des
WM-Pokals handle. Der Verband versprach eine Analyse darüber, was man
bei künftigen Mega-Feiern besser machen könnte.
Schwedische Grenzstadt beklagte Fan-"Invasion"
Beschwerden über das Verhalten finnischer Fans kamen aus
Schweden.
In der schwedischen Grenzstadt Haparanda kam es laut lokalen
Berichten nach dem Match zu einer regelrechten "Invasion", bei der
finnische Fans unter anderem schwedische Fahnen anzündeten und
beträchtlichen Sach- und in geringerem Ausmaß auch Personenschaden
anrichteten. (APA)