Promotion - entgeltliche Einschaltung

Aus- und Weiterbildung in Österreich

18. Mai 2011, 18:08

Heimische Betriebe sind auf qualifizierten Nachwuchs sowie laufend geschulte Mitarbeiter angewiesen, um die Unternehmenszukunft zu sichern

Wachstum ist unser zentraler Wirtschaftsmotor. Anreize für die Wirtschaft und effiziente öffentliche Strukturen bilden die Rahmenbedingungen für das notwendige Wachstum. Dazu zählt ein Bildungssystem, das alle Talente bestmöglich zur Entfaltung bringt und keine Potentiale auf der Strecke zurücklässt. Demographie und erstarrte Bildungsstrukturen gefährden jedoch den Fachkräftenachwuchs und damit die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich.

Wirtschaft: Garant von Kompetenz und Qualität

Ein besseres Bildungssystem ist möglich und wir, die Wirtschaft, wissen, wovon wir sprechen. Die österreichischen Betriebe bilden jedes Jahr 120.000 Lehrlinge aus und investieren jedes Jahr 2,7 Mrd. Euro (1% des BIP) in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bildungseinrichtungen der Wirtschaftskammern sind mit 365.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in über 30.000 Lehrveranstaltungen die führenden Aus- und Weiterbildungsanbieter des Landes. Davon profitieren unsere Betriebe, davon profitieren auch alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, davon profitiert die gesamte Wirtschaft.

Als Experten im Bereich Lehrlingsausbildung haben die Wirtschaftskammern seit jeher prägenden und gestaltenden Einfluss auf die Bildungspolitik im Dienste der Wirtschaft. Nur eine solide Basis-Ausbildung in der Schule bietet eine tragfähige Grundlage für die praktische Ausbildung der Lehrlinge und sichert so die Facharbeitskräfte von morgen. Aussagekräftige Abschlüsse wie die Mittlere Reife, Entscheidungshilfen wie Berufsorientierung und Potentialanalyse  sind zentrale Punkte einer zukunftsorientierten Ausbildungspolitik, die es jetzt umzusetzen gilt.

Weiterbildung revolutionieren

Die Kombination aus einer älter werdenden Erwerbsbevölkerung birgt zusätzliche Sprengkraft. Unternehmen und andere Arbeitgeber können ihren Qualifikationsbedarf immer weniger durch junge Menschen, also Absolventen von Schule, Lehre und Hochschule abdecken. Wir stehen vor einer Qualifikationsherausforderung, die nur durch eine Aufwertung der Weiterbildung gelöst werden kann. In der österreichischen Bildungspolitik und vor allem der Bildungsfinanzierung kommt der Weiterbildung aber nicht jene Bedeutung zu, die sie angesichts der Herausforderungen haben sollte.

Der Großteil der Weiterbildungskosten wird privat getragen. Ohne Hinzurechnung der AMS-Mittel betragen die öffentlichen Investitionen in Weiterbildung unter 3 % der Gesamtausgaben für Bildung! Zusätzlich ist die Förderungslandschaft für Weiterbildung von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, zersplittert und wenig übersichtlich.

Um diese Unterinvestition langfristig auszugleichen, bedarf es einer aktiven Politik zur Förderung der Weiterbildung, eingebettet in eine umfassende Strategie des Lebenslangen Lernens. Nur so kann es gelingen, die hohe Produktivität der Arbeit und das darauf beruhende hohe Lohnniveau in Österreich zu halten, Arbeitslosigkeit zu vermeiden und sozialer Exklusion aufgrund fehlender Basiskompetenzen vorzubeugen.

Weitere ausführliche Informationen zum Thema Bildung finden Sie in unserem Download-Bereich.

  • Österreichs Betriebe bilden jährlich bis zu 120.000 Lehrlinge aus.
    foto: wko

    Österreichs Betriebe bilden jährlich bis zu 120.000 Lehrlinge aus.

  • Der Großteil der Weiterbildungskosten wird derzeit privat getragen.
    foto: martin schmid

    Der Großteil der Weiterbildungskosten wird derzeit privat getragen.

Share if you care.