424 Jugendliche besuchen derzeit Lehrwerkstätten und Kurse - Land informiert via Internet über Angebote und offene Lehrstellen
Eisenstadt - Rund 8.000 Menschen sind derzeit im Burgenland
ohne Job. Um Jugendlichen bis zum 19. Lebensjahr eine
Ausbildungsmöglichkeit bieten zu können, hat das Land die Zahl der
Lehrwerkstätten seit 2005 von vier auf zwölf verdreifacht. Derzeit
besuchen 424 junge Burgenländer eine von 37 Ausbildungsmaßnahmen. Im
Rahmen dieser Programme gebe es immer noch freie Ausbildungsplätze,
erklärten Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und Soziallandesrat Peter
Rezar (SPÖ) am Mittwoch in Eisenstadt.
"Wir haben das Problem, an die jungen Leute zu transportieren:
Es
gibt freie Plätze in den Lehrwerkstätten, in den Ausbildungsstätten",
so Niessl. Deshalb wird via Homepage des Landes über Jobs und offene
Lehrstellen, überbetriebliche Berufsausbildung und die entsprechende
Förderung informiert. Zusätzlich können auch benötigte Formulare
downgeloadet werden.
Facharbeiterausbildung
Nach dem Berufsausbildungsgesetz gibt es mehrere Möglichkeiten
für
Kurse, erläuterte Rezar: Bei der integrativen Lehrausbildung sollen
Jugendliche fit gemacht werden für den Beruf oder die Lehre. Im
Rahmen von Lehrgängen werde den Jugendlichen ermöglicht, nach einer
Basisausbildung innerhalb von ein bis zwei Jahren einen Lehrplatz zu
finden. Im Zuge der Lehrgänge kann auch eine Facharbeiterausbildung
abgeschlossen werden.
Die dritte Variante sind die Lehrwerkstätten, wo Jugendliche
nach
der Schule eine Facharbeiterausbildung
absolvieren können.
Interessierte, die die Chance auf einen Ausbildungsplatz ergreifen
wollen, müssen sich beim Arbeitsmarktservice (AMS) melden.
Neueinsteiger beginnen jeweils im Oktober.
Zwischen 240 und 555 Euro
Die Teilnehmer bekommen im ersten und zweiten Lehrjahr 240 Euro
netto monatliche Ausbildungsbeihilfe, so Rezar. Ab dem dritten
Lehrjahr sind es 555 Euro. Die Kosten für die Ausbildungsmaßnahmen
tragen Land Burgenland, AMS und Europäischer Sozialfonds. Die Zahl
der Lehrwerkstätten hat sich seit 2005 auf zwölf verdreifacht.
Derzeit besuchen 424 junge Burgenländer eine von 37
Ausbildungsmaßnahmen. Österreichweit nutzen 12.000 Jugendliche die
Ausbildungsgarantie, so Rezar. "Im Burgenland gibt es die höchste
Lehrlingsförderung aller Bundesländer", erklärte der Landesrat. Eine
einkommensschwache Familie erhalte für einen Lehrling pro Jahr knapp
1.500 Euro Unterstützung. Knapp 1.200 Lehrlinge werden so gefördert.
Beim Land 16 Lehrlinge
16 Lehrlinge sind derzeit beim Land Burgenland tätig. Neun
weitere
sollen laut Landeshauptmann noch hinzukommen. Im Landesdienst sind
derzeit auch 15 Praktikanten für ein halbes Jahr tätig. Gelegenheit
zum "Hineinschnuppern" in die Praxis hatten im Vorjahr außerdem 135
Ferialpraktikanten. Heuer sind bisher 128 angemeldet, so Niessl.
Sowohl mit den Lehrlingen als auch mit den Praktikanten sei man - bis
auf ganz wenige Ausnahmen - "sehr zufrieden". (APA)