Post-Tochter

Feibra erhält Konzes­sion zur Briefzustellung

18. Mai 2011, 13:00
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    foto: apa/siewert falko

    Insgesamt kann feibra österreichweit derzeit über eine Million Abgabestellen bedienen.

Der Diskonter soll Geschäftskun­den bedienen, deren Post keine Dringlichkeit hat, die Zustellung wird bis zu zehn Werktage dauern

Wien - Die Post ist ihrem Ziel, mit einer Diskontschiene etwaiger Konkurrenz im ehemaligen Monopolbereich Brief zu begegnen, ein Stück näher gekommen. Das Tochterunternehmen feibra, das mit weit geringeren Personalkosten als die altehrwürdige Post AG belastet ist, hat von der Regulierungsbehörde RTR die Konzession für die Zustellung adressierter Briefsendungen mit einem Gewicht bis 50 g erhalten. Diese Cash Cow der börsenotierten teilstaatlichen Post war bis zum Jahresbeginn 2011 durch das Postmonopol vor Wettbewerb geschützt.

Allerdings wird feibra wie angekündigt primär nur Geschäftskunden bedienen, und obendrein nur die, die es nicht so eilig haben. "Der Schwerpunkt liegt auf laufzeitunkritischen Sendungen mit einer Zustelldauer von fünf bis zehn Werktagen. Im Fokus stehen preissensible Großversender aus allen Branchen", so Marketing-Chef Franz Hausleitner am Mittwoch in einer Aussendung. Start des Angebots soll der heurige Sommer sein.

"Die Konzession wurde für Gebiete beantragt, in denen feibra bereits über ein unadressiertes Zustellnetz verfügt. Das ist in allen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg vornehmlich in Ballungsräumen der Fall. Insgesamt kann feibra österreichweit derzeit über eine Million Abgabestellen bedienen", betonte Hausleitner.

Die feibra GmbH ist seit 2005 zu 100 Prozent im Eigentum der Österreichischen Post und ist einer der größten Werbemittelverteiler Österreichs mit 26 Standorten.

Im Gegensatz zur Post AG mit einem Überhang an beamteten Mitarbeitern setzt feibra größtenteils auf freie Dienstnehmer. Die streitbare Postgewerkschaft hat kein Problem damit - solange die klassische Postzustellung durch "echte" Postler davon nicht betroffen ist. "Durch die Vollliberalisierung muss sich die Post breiter aufstellen. Mit feibra haben wir dafür eine Billigschiene", erklärte Postgewerkschaftschef Helmut Köstinger bei Bekanntgabe der Postpläne zu Jahresbeginn 2011. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 26
1 2
mbli
10
19.5.2011, 10:20
das ist wettbewerb auf ösistan!

stoiker
01
19.5.2011, 01:51

realistisch betrachtet heisst das dass die post langsamer wird?
biliger wirds ja kaum,wenns grad teurer geworden ist.

Michail Bakunin
00
19.5.2011, 17:20

Geht wohl Hauptsächlich um Massensendungen und Werbeschas. Billiger wird´s kaum werden, dafür lassen sich mit deutlich schlechter bezahlten MitarbeiterInnen und erhöhtem Arbeitsdruck die Profite maximieren...

picadilly
13
18.5.2011, 21:12
Marktöffnung auf Österreichisch ;-)

(1) Der einzige Konkurrent der Post AG wird....die Post AG (in Form der 100%-Tochter FEIBRA)
(2) Die Postpreise werden im ersten Jahr der "Marktliberalisierung" kräftig erhöht.

Echt gut gelungen ;-)
Echt österreichisch.
Und die Postkunden zahlen die Dividende für die Posteigentümer mit überhöhten Preisen mangels Alternative

Bertel Mann
21
19.5.2011, 07:49
Na dann gründen Sie doch eine Alternative und verdienen sich eine goldene Nase (bei der doch so schwachen Konkurrenz durch die Post)

Oder soll die Post jetzt auch noch ihre eigene Konkurrenz gründen?

Wieso wird ausgerechnet der Telekom vorgeworfen, dass sie kein Breitbandinternet ins hinterste Kaff verlegt?

Wieso wird ausgerechnet der ÖBB vorgeworfen, dass es keine Direktverbindung Graz-Linz mehr gibt?

Niemand hindert die Privaten, hier tätig zu werden.

Ausser das fehlende Geschäft.

nik.2008
11
19.5.2011, 12:58

..@ Bertel Mann. Sie wissen aber schon, dass die Infrastruktur der Telekom, ÖBB & Co durch die Allgemeinheit finanziert wurden, da diese Untermehmen der öffentlichen Hand gehörten/gehörten. Damit hinkt Ihr Argument gewaltig, dass Private die Versorgung dort übernehmen sollen wo die Post/ÖBB dies nicht übernehmen wollen. Diese Unternehmen haben ihre Infrastruktur Jahrzehnte aus auf unser aller Kosten aufgebaut - also hat die Politik auch dafür zu sorgen, dass eine Grundversorgung gewährleistet ist. Dazu gehörte in den 80er Jahren ein Telefonanschluß auch am Land, heute eben ein Breitbandanschluß.

Miss Spock
01
18.5.2011, 21:10
Geringe Personalkosten heißt ....

Viele Unternehmen wollen grundsätzlich für Arbeit weniger bezahlen, nebenbei es mehr Kunden natürlich auch billiger haben will.Logisch! Aber die andere Seite der Münze ist, das die Führung solcher Unternehmen besser verdienen will. Es geht in Wirklichkeit nur darum, das sich die Köpfe der Unternehmer mehr Sorgen um ihren eigenen Gewinn machen, was letzlich dazu führt, das dieses so oft erwähnte Verteilungsprinzip zum Nachteil für die Arbeiter noch schlechter wird. Beispiel: APPLE

NoComment
00
19.5.2011, 10:45

das beispiel apple war ernst gemeint? den apple-mitarbeitern gehts immer schlechter?

oder meinten sie exta die foxcon-mitarbeiter? zu deren kunden so gut wie alle computerhersteller zählen, und apple bei weitem nicht der größte ist? meinten sie die? net bös sein, aber wenn sie glauben, dass ein lieferant mit über 1 mio. mitarbeiter sich von einem hersteller diktieren lässt, wie er seine mitarbeiter entlohnen und behandeln soll, dann sind sie recht naiv.

Miss Spock
00
19.5.2011, 11:30
Natürlich meinte ich jene FOXCON, die für APPLE Produziert....

aber auch jene Rumänen, die für NOKIA produzieren, und dann andere die in Vietnam oder Bangladesh die Handelspreise bei KIK und CO erst ermöglichen. Es wäre halt etwas tolles auf dieser Welt wenn sich diese Situation drehen würde, aber man will nicht. Man will nicht daran denken ob ein Leben ohne Geld und Zahlungsmittel denkbar wäre. Obwohl es schwierig wäre wenn plötzlich alle mindestens ein IPad und ein IPhone wollen. So lange sich alles nur auf das BILLIG ausrichtet werden es noch mehr Menschen künftig nicht leichter haben..

NoComment
00
19.5.2011, 11:37

"natürlich kann jeder reich werden! aber doch nicht alle!" ;-) ich versteh schon was sie meinen, aber kik und co sind halt so, dass sie einen relativ kleinen lieferanten, der von ihnen abhängig ist, extrem drücken. da muss man schon sagen dass diese praktiken in der it-branche nicht statt finden. nokia zbsp. hat in rumänien diese zustände in den eigenen betrieben.

Feyjama
00
20.5.2011, 00:12

es ist eine traurige Tatsache das wir unsere Party auf den Rücken der Ärmsten feiern.

Noch!

I pocks net
 
00
19.5.2011, 06:42

Nur passt das alles nicht zusammen: Die Post lagert auch die Turnschuhbrigade aus - erhöht allerdings auch gleichzeitig das Porto. Ich bin der Ansicht, dass meine Briefe sowieso von der post schon alle als unwichtig eingestuft wurden, da ich nur 1 x in der Woche 5 - 10 Briefe auf einmal bekomme.
Übrigens: Mein Scanner hat sich schon längst rentiert - habe letztes Jahr nur einen Brief verschicken müssen.

soamist
00
18.5.2011, 19:43

bei einer laufzeit von 10 tagen wird sich im postsack ausser firmeninterer post nix befinden

NoComment
00
19.5.2011, 10:46

versand von div. "jahresabrechnungen", mitgliedskarten, etc. dazu noch ein paar allgemeine werbe-aktionen. da kommt schon was zusammen. hofer und lidl wohl eher nicht die zielgruppe ;-)

nichtkaefer
00
18.5.2011, 20:34

gewerbliche ebay versender?

cannery row
04
18.5.2011, 17:06
ich warte drauf..

dass ein alternativer anbieter kommt, der nichts mit diesem abzockverein zu tun hat. mir gehts hauptsächlich um grossbriefe und kleine pakete. mit einer preissteigerung von bis zu 350% bei paketen fordert die post das geradezu heraus. vielleicht die deutsche post, mal sehen.

NoComment
00
19.5.2011, 10:47

hlg ist eh brauchbar, vor allem ins europäische ausland. annahmestellen gibts auch überall. online-paketaufkleber ausdrucken und ab gehts.

posten posten
00
19.5.2011, 08:13
geht mir ähnlich mit den preissteigerungen:

für österreich & deutschland werd ich aber wahrscheinlich trotzdem die post mit ihren "paketmarken" verwenden (weil selbst ausdrucken & aufkleben sollte/muss man bei hermes, gls, etc. auch).

sind zwar "nur" pakete, also keine briefe, was gerade bei kleineren sendungen (früher: briefe) komisch aussieht, andereseits preislich eine klasse (gehen nach größe, wie die privaten versender).

Simbad
00
18.5.2011, 17:58
www.e-zustellung.at

ein Dienste der Wirtschaftskammer Österreich www.postserver.at

01052004
02
18.5.2011, 16:07
"laufzeitunkritischen Sendungen mit einer Zustelldauer von fünf bis zehn Werktagen"

gibts dafür beispiele???

ok, wenn ich als preissensibler geschäftskunde jetzt anfange die ersten weihnachtsprospekte für 2011 zu verschicken...

nein, ernsthaft...

NoComment
00
19.5.2011, 10:48

jahresabrechnungen von bonus-systemen, mitgliedskarten-versand und kreditkarten, etc.

Firefrorefiddle
00
19.5.2011, 10:41

zb die persönlich adressierten gewinnzusagen mit den gutscheinen für die jause bei der werbefahrt nach sopron

Peter_23
02
18.5.2011, 19:04
Werbemüll

Was anderes als Werbemüll wird es von dieser Feibra nicht geben.

Bernd Kinschner
00
18.5.2011, 15:27
Auf Rechnungen warten wir alle gerne so lange…

…oder auch noch vieeeeelll länger!

Parzelle
00
18.5.2011, 14:04
Na ja 10 Tage ist nicht die Ewigkeit.....

...nur fürchte ich das der Geschäftskunde welcher diesen Dienst annimmt seine Kundschaft verliert.

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