Umfrage

Jedes zweite Kind hatte schon einen Sonnenbrand

19. Mai 2011, 08:17
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    foto: apa/barbara gindl

    Drei Viertel aller Kinder gehen bei Sonnenschein immer eingecremt ins Freie.

Eltern im Detail über Sonnenschutz oft uninformiert - Kinderaugen wenig vor UV-Strahlung geschützt

Salzburg  - Österreichs Eltern wissen zwar um die Bedeutung des Sonnenschutzes für ihren Nachwuchs grundsätzlich Bescheid, im Detail sind sie aber teilweise recht uninformiert. Da wundert es dann wenig, dass jedes zweite Kind schon vor seinem zehnten Geburtstag einen oder zwei ordentliche Sonnenbrände "ausgefasst" hat. Jüngere Eltern und Mütter nehmen den Sonnenschutz deutlich ernster als ältere Eltern und Väter, wie eine Studie von Marketagent im Auftrag der Drogeriemarktkette dm ergab.

Eines gleich vorweg: Ohne Sonnencreme und Kopfbedeckung lassen Mama und Papa den Nachwuchs bei Sonnenschein kaum ins Freie. Drei Viertel der Knirpse sind demnach "immer" und auch der Rest "meistens" eingecremt, Hut oder Kapperl haben 60 Prozent immer und ein weiteres Drittel meistens auf. Bei sich selbst nehmen es die Eltern da schon nicht mehr so genau - eine Creme verwenden drei Viertel zumindest noch meistens, eine Kopfbedeckung kommt aber schon nur mehr für 40 Prozent infrage.

Unterschätzte Mittagssonne

Wenn es aber um längere Aufenthalte in der Sonne oder um den Schutz der Augen geht, sind die Kids durchaus großem Risiko ausgesetzt: Mehr als ein Viertel der Eltern sieht in der Mittagssonne kein Problem, und zwei von fünf schützen die Augen ihrer Kinder nicht. Jeder zweite der Befragten glaubt außerdem, dass der Nachwuchs im Schatten vor der Sonne sicher ist und verwendet dort daher keinen Sonnenschutz. "Dabei kann auch im Schatten noch bis zu 50 Prozent der UV-Strahlung die Haut erreichen, da weiße Wände, Sand oder Wasser diese reflektieren", erläutert Helmut Hintner, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie Salzburg.

Für den Arzt ist das Ergebnis der Umfrage besorgniserregend, da die Haut vor allem in jungen Jahren sehr empfindlich sei und nur über einen geringen Eigenschutz verfüge. Kinder und Jugendliche verbrächten sehr viel Zeit im Freien und bekämen daher bis zum 18. Lebensjahr etwa 80 Prozent der UV-Strahlenbelastung ihres gesamten Lebens ab. "Schon ein bis zwei Sonnenbrände reichen aus, um das Hautkrebsrisiko drastisch zu erhöhen", so der Dermatologe. In australischen Studien sei der Zusammenhang zwischen Sonnenbränden in der Jugend und der Entstehung von Melanomen eindeutig nachgewiesen worden.

Die Studie hat dm im Rahmen der Aktion "Sonnenkinder" gemeinsamen mit der Hautklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg (PMU), der Firma Beiersdorf und dem Gesundheitsministerium durchgeführt. Dazu hat Marketagent Ende Februar 2011 österreichweit 880 Eltern befragt, von denen 503 der Kernzielgruppe (Eltern mit Kindern bis zehn Jahren) angehörten. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 139
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Birgit 68
10
27.5.2011, 13:37
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Birgit 68
00
31.5.2011, 16:49

Hihi!
Frage an den Rotstrichler: Könnten Sie das denn?

Ruben Weil
20
20.5.2011, 11:03
Wo sind denn die Ergebnisse aus Studien

über den Zusammenhang der Inhaltsstoffe moderner Sonnenschutzmittel und diverser Hauterkrankungen? Darüber lese ich nie einen Bericht in den Medien.

Standardnormalverteilung
00
26.5.2011, 12:17

Da kann der Standard aber nichts dafür, wenn sie solche Berichte nicht lesen! ;-)

Ruben Weil
10
20.5.2011, 10:59
Wie überleben nur

diese primitiven Naturvölker die ständig "draussen" rumhüpfen und ihre RayBan nie aufsetzen? Keine von Bayersdorf gesponserte Studie hilft denen und auch keine uneigennützig helfende Ärzteschaft. Kein alkoholverdünnter Sunspray vom Drogeriemarkt. Keine Vitamintabletten für den Sonnenmangel in der Winterzeit.
Dass mich hier keiner missversteht: Ich creme mein Kind ein und es trägt auch ein Kapperl wenn es draussen spielt aber diese Panikmache der Pharmaindustrie und der Mediziner durchschauen mittlerweile auch die dümmsten Eltern! Die Natur ist nicht unser Feind sonder wir leben damit und darin! Die Errungenschaften der modernen Medizin sind toll aber man sollte nicht seine Glaubwürdigkeit durch extremes Kapitaldenken verspielen!

DD1981
03
20.5.2011, 11:18

Schon mal die diversen Naturvölker angeschaut die viel Zeit unter der Sonne verbringen? Nein die sind nicht von Natur aus ziegelrot oder schlammbraun...die schmieren sich doch tatsächlich mit den ihren verfügbaren Mitteln ein :)

Bzw. verbringen sie nicht wie wir absichtlich mehr Zeit in der Sonne und spielen auch nicht um 12.00h zu Mittag auf dem Dorfplatz herum.

Birgit 68
10
24.5.2011, 11:11

Was, Sie würden auch im Oktober/April nicht um 12:00 Uhr mittags an die frische Luft gehen? Na dann wundert mich aber gar nichts mehr!
-Lauter verweichlichte Stubenhocker, mit denen wir es hier zu tun haben. Die sollten natürlich nicht gerade im Hochsommer damit beginnen, an die Sonne zu gehen, wenn sie es nicht gewöhnt sind.
Aber was spricht dagegen, sich bereits in der Vorsaison, wo die Sonne noch nicht gefährlich ist, langsam daran zu gewöhnen? Oder braucht man da auch schon ein Sonnenschutzmittel?

Spucks
01
20.5.2011, 11:03

Diese Menschen dieser "primitiven Natürvölker", wie Sie sie nennen, haben eine wesentlich kürzere Lebenserwartung als "wir Zivilisierten". Und jetzt dürfens mal über die Grüne nachdenken, die dazu führen könnten.

Ruben Weil
31
20.5.2011, 11:21
Die Gründe?

Abholzung des Regenwaldes?
Verschiffung unseres Giftmülls in Dritteweltländer?
Quecksilber im Grundwasser durch Goldschürfer?
Anstieg der Temperaturen durch den Klimawandel?
Bürgerkriege durch Kämpfe um Bodenschätze?

Alles Unsinn. Sie haben ja völlig recht: Die sterben alle nur an Melanomen!

Got Your Noes!
00
27.5.2011, 15:09

ja. vor der zivilisation wurde jedermann 100erte jahre alt.

Spucks
00
20.5.2011, 11:31

Nicht nur, aber woher wollen Sie wissen woran die genau sterben? Und vor Allem ist das Argument "wie überleben die denn das" angesichts der niedrigen Lebenserwartung wohl sehr unglücklich gewählt ;)

Außerdem:
Habens schon mal daran gedacht, dass diese "Naturvölker" üblicherweise an ihre Umwelt angepasst sind, und deshalb dünklere Haut haben, da sie sich meist in wärmeren Gebieten aufhalten? Oder dass sie sich sehrwohl häufig durch Kleidung oder andere Mittel vor der starken Sonne schützen?

Birgit 68
00
24.5.2011, 11:14

Sie sprechen ein wahres Wort gelassen aus!
Nur, warum sollte das mit dem "sich daran gewöhnen" nicht auch für Leute in unseren Breiten gelten? Warum sollten sich die nicht daran gewöhnen können? Zumal wir doch hier eh nicht gerade in der Sahara wohnen.

Got Your Noes!
01
27.5.2011, 15:10

weil "sich daran gewöhnen" in evolutionärem sinn gemeint ist. ich kann mich auch 10 jahre lang in afrika aufhalten und werde nicht schwarz.

Birgit 68
10
29.5.2011, 11:38
Kleiner Biologie-Excurs:

Für die evolutionäre Anpassung an die Umwelt gibt es einen Namen: Mutation. Der gegenüber gibt es aber auch noch eine andere Art der Anpassung. Eine, die "sofort" eintritt und umgangssprachlich sehr treffend mit Trainingseffekt bezeichnet wird. Auch dafür gibt es einen Fachausdruck in der Biologie: Modifikation.
Als Beispiel dafür sei die Bräunung der Haut angeführt, oder ist Ihnen etwa nicht bekannt, dass jeder, der keine Sunblocker anwendet, im Sommer eine dünklere Hautfarbe hat als im Winter? Sie kennen wohl keine solchen Menschen? Als weiteres Beispiel kann ich das Höhentrainingslager der Spitzensportler anführen, die damit ihre Erythrozytenzahl in einer physiologischen Weise, ohne Doping, modifizieren.

Spucks
00
30.5.2011, 08:50

Da haben Sie Recht - wenn ich keine Sonnencreme verwende, habe ich auch dünklere Haut als im Winter. Und zwar dunkelrot.

Birgit 68
00
30.5.2011, 17:54

Ein Albino mit dunklen Haaren? Kann es soetwas denn geben?
Wenn Sie es in Schweden nicht schaffen, im Sommer ohne Sonnenbrand über die Runden zu kommen, wenn sie sich nicht ständig einschmieren, dann sind Sie entweder extrem sonnenhungrig, oder eine Art Albino.

Spucks
00
24.5.2011, 11:34
"Nur, warum sollte das mit dem "sich daran gewöhnen" nicht auch für Leute in unseren Breiten gelten?"

1. In unseren Breiten sind die Menschen nicht mehr an die Wetterverhältnisse angepasst, da durch Migration sehr viel "Vermischungen" entstehen, während "Naturvölker" seit "Ewigkeiten" am selben Platz leben.

2. Die meisten von "uns" sind viel zu wenig draußen um uns bspw. im Frühjahr langsam wieder an die Sonne zu gewöhnen.

3. Durch Klimaveränderungen verschwinden die Jahreszeitenübergänge immer mehr - da ist oft Winter und 5 Tage später gibts sommerliches Wetter - keine Zeit für die Haut um sich anzupassen.

4. In unseren Breiten gibt es nicht mehr sehr viel vom natürlichen Sonnenschutz (=Bäume)

5. Sehr viele "Naturvölker", besonders in baumarmen Gebieten, schützen sich ebenso vor der Sonne - durch lange Kleidung und Kopfbedeckungen.

Birgit 68
00
24.5.2011, 14:32

1. Unsere Vermischungen sind immer noch mitteleuropäisch, von wenigen Ausnahmen abgesehen, und die wissen es eh selber. Das örtliche Klima richtet sich nicht nach den Landesgrenzen und erstreckt sich über mehrere hundert Kilometer. Mitteleuropa eben. (Kontinentalklima).

2. Das stimmt leider, aber dagegen kann man ja etwas tun. Richtiger Weise geht man nicht nur im Sommer, bei Schönwetter und wolkenlosem Himmel ins Freie, sondern auch bei einem nicht ganz so attraktiven Wetter (Wolken) und eigentlich sollte man das sogar im Winter tun.

Fortsetzung folgt

Birgit 68
00
24.5.2011, 14:31
Fortsetzung.

3. Der Sonnenstand und die damit verbundene UV-Licht-Dichte ist aber immer noch von der Jahreszeit abhängig und erlaubt somit ein langsames Eingewöhnen.

4. Die Bräune ist modifizierbar (passt sich innerhalb individueller Grenzen den jeweiligen Gegebenheiten an) und jede Modifikation ist physiologisch und sollte daher angestrebt werden, sofern es nicht prinzipiell ungesund ist (siehe Training).

5. Da kommt es auf die Länge der Sonnenexposition an.

Spucks
00
24.5.2011, 16:26
Fortsetzung

4. Wenn der natürlich Sonnenschutz noch vorhanden wäre, dann könnte sich die Haut besser an die Sonne gewöhnen, weil die Sonne nicht ständig "pur" auf die Haut prallen würde.

5. Was hat das mit der Länge zu tun, wenn sich viele "Naturvölker" gegen die Sonne schützen? In vielen Gegenden tragen die Menschen meist lange, luftige Kleidungsstücke und Kopfbedeckungen, bzw. halten sich wenn möglich im Schatten auf.

Birgit 68
00
24.5.2011, 22:07

4. Aber der natürliche Schutz, also die Anlage, Melanin in der Haut zu bilden und auszureifen, ist doch bei den meisten von uns vorhanden?

5. Solche Naturvölker leben doch nicht in unseren Breiten, sondern in Gegenden mit sehr viel mehr Strahlungsenergie.

Spucks
00
25.5.2011, 08:00

4. Ja, das schon, aber darum geht es mir ja nicht. Mir geht es darum, dass es "unnatürlich" ist sich über langen Zeitraum intensiv der Sonne auszusetzen, weil sich ein "natürlicher" Mensch nicht ständig in der Sonne aufhalten würde und dadurch zeit hätte langsam den körpereigenen Sonnenschutz aufzubauen. Das hat er heute oft aber nicht.

5. Ja klar. Sie haben auch dünklere Haut. Wenn Sie den Faden zurück verfolgen, werden Sie sich erinnern, dass dieser von der Aussage "die Naturvölker verwenden auch keine Sonnencreme" ausgegangen ist. Das was ich hier tue, ist ja eben gerade aufzuzeigen, dass man unsere Gesellschaft nicht mit "Naturvölkern" vergleichen kann.

Spucks
00
24.5.2011, 16:23

1. Nein. Menschen in Europa migrieren seit Jhdt, d.h. sehr helle Haut ist auch in Mitteleuropa anzutreffen - wie meine bspw, also ich habe vermutlich irgendwelche Ururururvorfahren aus dem hohen Norden

2. Damit sich die Haupt optimal und langsam anpassen kann, müsste man aber so ziemlich den ganzen Tag draußen sein, so wie es die Natur vorgesehen hat.

3. Nein, wenn die Temperaturen nicht passen, dann erlaubt es kein langsames Eingewöhnen. Wenn es Ende März 7 Grad hat, dann kann sich meine Haut (außer im Gesicht) nicht an die Sonne gewöhnen, weil ich nämlich Kleidung darüber trage. Wenn es dann ein paar später 15 Grad mehr hat, trage ich natürlich weniger Kleidung, somit ist meine Haut nach dem langen Winter plötzlich der Sonne ausgesetzt.

Birgit 68
00
24.5.2011, 22:22

1. Ihre Hautfarbe ist aber auch eher nicht Durchschnitt in unseren Breiten, oder? Genauso oft wird es hier vermutlich auch Schwarze geben, zum Ausgleich.

2. Das glaube ich nicht. Man kann ja auch im Solarium tiefbraun werden, ohne dafür den ganzen Tag auf der Sonnenbank liegen zu müssen. Es ist wie beim Training: die dazwischen liegenden Ruhephasen sind genauso wichtig. Ohne die gebe es gar keinen Trainingseffekt!

3. Es ist schon richtig, dass eine Ganzkörperbesonnung nur bei hohen Temperaturen möglich ist, wo die Sonne schon relativ stark ist. Dafür hat man aber auch den Vorteil, dass man anfangs schon in nur wenigen Minuten einen ausreichenden Effekt erzielt. Man muss dafür also nicht stundenlang "nackt" in der Sonne braten.

Spucks
00
25.5.2011, 08:05

1. Genau, ich sehe selten jemanden, der heller ist als ich ;) Und Schwarze müssen in Europa darauf achten, dass sie genug Vitamin D kriegen, weil da oft die Sonne alleine nicht ausreicht.

2. Es geht ja nicht darum, dass man den ganzen Tag in der Sonne bruzelt - genau das Gegenteil. Es geht darum, dass sich die Haut an die veränderte Sonnenstrahlung gewöhnen muss, und das passiert eben genau dann, wenn man ganzjährig mit so wenig Kleidung wie möglich den ganzen aktiv draußen tätig ist. Dann ändert sich der Körper ganz automatisch mit den Jahreszeiten mit. Sowas wird aber für die meisten Menschen nicht möglich sein.

3. Eben. Deshalb: Sonnencreme ;)

Und das beweist, dass der Vergleich mit "Naturvölkern" völlig sinnentleert ist.

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