Dänische Jugendliche haben den unsichersten Sex

Lediglich 16 Prozent der 15- bis 19-Jährigen benutzen Kondome, bei den Finnen sind es doppelt so viele

Stockholm - Dänische Teenager haben im nordeuropäischen Vergleich den unsichersten Sex. Das ergab eine Vergleichsstudie des "Vereins zur sexuellen Aufklärung in Schweden", RFSU. Während 35 Prozent der Finnen und -Finninnen zwischen 15 und 19 Jahren grundsätzlich beim Geschlechtsverkehr ein Kondom benützen, sind es in Dänemark nur 16 Prozent.

Die Zahlen für Finnland, Norwegen und Schweden sind jeweils 35, 30, beziehungsweise 20 Prozent.

Aus einer Studie eines Kondomherstellers aus dem Vorjahr, bei der 15.768 Menschen im Alter von 15 bis 20 Jahren aus 15 Ländern Europas befragt wurden, fuhren die österreichischen Jugendlichen die Bestnote ein, knapp gefolgt von den Schweizern. Fast neun von zehn Befragten versicherten, im Ernstfall zum "Gummi" greifen zu wollen. Zwei Drittel tun es auch tatsächlich.

Niedrige Vorsorgemoral

Laut dem dänischen Jugendsex-Experten Christian Graugaard schlägt sich die niedrige Vorsorgemoral in Form steigender Abtreibungs- und Geschlechtskrankheiten-Ziffern in der Statistik nieder. Zwischen 2002 und 2009 hat sich etwa die Zahl der Chlamydien-Infektionen in Dänemark von 16.200 auf 29.800 fast verdoppelt. (APA/red)

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