"Emporia"

Microsoft integriert Facebook stärker in Bing-Suche

18. Mai 2011, 09:17
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    Bing findet mehr mit Facebook

"Soziale Suche" soll Google-Suchmaschine Paroli bieten - Erster Prototyp vorgestellt

Microsoft und Facebook bauen ihre Allianz gegen den Suchmaschinen-Marktführer Google aus. Microsofts Suchmaschine Bing soll bei den Ergebnissen künftig wie angekündigt stärker die Meinung der Facebook-Freunde eines Nutzers berücksichtigen. Die beiden Partner hoffen, mit ihrem Konzept der "Sozialen Suche" gegen die bewährte Suchformel von Google punkten zu können.

Direkt bei Suche mit Facebook-Freunden kommunizieren

Umfragen hätten ergeben, dass 90 Prozent der Menschen bei Entscheidungen ihre Freunde und Verwandten fragen, betonte Microsoft in einem Blogeintrag zur Vorstellung der neuen Funktionen mit zahlreichen Beispielen. Wenn man bei Bing zum Beispiel nach einem Kochrezept suche, könne man sich anzeigen lassen, welche davon besonders populär seien. Zugleich könne man direkt bei der Internet-Suche mit den Facebook-Freunden kommunizieren und sich auch Facebook-Angebote diverser Firmen zustellen lassen.

Google und Facebook wollen nicht teilen

Zwischen Google und Facebook zeichnet sich ein tiefgreifender Konflikt ab. Beide Internet-Riesen sammeln riesige Datenbestände an, die sie nicht miteinander teilen. Facebook mit seinen inzwischen mehr als 600 Millionen Nutzern wird von Branchenbeobachtern oft als große Gefahr für das Google-Geschäft gesehen. Google verdient sein Geld immer noch hauptsächlich mit Anzeigen im Umfeld von Internet-Suchanfragen. Dafür ist der Konzern allerdings darauf angewiesen, dass möglichst viele Nutzer weiterhin seine Suchmaschine nutzen. Microsoft zum Beispiel konnte trotz Milliarden-Investitionen nie die kritische Masse erreichen, um das Internet-Geschäft profitabel zu machen. Bisher ist unklar, ob die "Soziale Suche" von Facebook und Microsoft tatsächlich Google Nutzer abjagen kann.

Selbstlernende Suchmaschine

Microsoft arbeitet unterdessen an der Weiterentwicklung des Konzepts. In einem kleinen fünfköpfigen Team in Cambridge arbeiten Microsoft-Wissenschaftler an einer intelligenten und selbstlernenden Suche, die die Ergebnisse auf die individuellen Bedürfnisse hin zuschneidet. Den Stand der Forschung und einen ersten Prototyp von "Emporia" stellte Microsoft-Manager Ralf Herbrich am Dienstag auf der Internet-Konferenz Next11 in Berlin vor. Für die Bewertung, ob eine Nachricht für den Nutzer tatsächlich relevant ist oder nicht, werden im Emporia-Projekt auch die Daten und Posts aus den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook ausgewertet und analysiert. Das Wissen und konkrete Erfahrungen aus den Netzwerken würde immer wichtiger, sagte Herbrich. Ein erster Prototyp des "Project Emporia" für die mobile Nutzung auf Microsofts Windows Phone 7 ist fertig - und rangiert als App bereits unter den Top Ten in Microsofts Marketplace.

Emporia siebt Geschichten raus

Emporia analysiert die Nachrichten-Ströme nach Stichwörtern und inhaltlichen Kategorien und siebt mögliche interessante Geschichten heraus. Der Nutzer kann die Treffer darüber hinaus weiter verfeinern, indem er zum Beispiel bestimmten Personen oder Seiten folgt. Über die persönlichen Bewertungen sollen die Suchtreffer immer besser an die wirklichen Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Mit der Auswertung und Verknüpfung der Daten soll die Suche immer relevantere, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Ergebnisse liefern. (APA)

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13 Postings
nichtkaefer
00
21.5.2011, 13:37
Emporia

... ist ein erfolgreicher österr. Erzeuger von Mobiltelefonen etc.

eh ich
00
19.5.2011, 13:14

Es ist ja okay wenn so viele auf Facebook stehen und sich einlullen lassen weil auf jeder Website ein Button dort hin ist. Aber muss man sich das jetzt wirklich schon überall aufzwingen lassen? Mich regt das so auf, dass immer öfter Berichte oder andere Infos auf Facebook verweisen und man dort - natürlich nur angemeldet - erst die Info bekommt die man lesen will (oder auch nicht). Wenn jetzt die Suchergebnisse auch noch auf Facebook verweisen, na grüß gott...

ChilliPalmer
01
19.5.2011, 14:43
Erstens:

Funktioniert die Social Search (logischerweise) nur, wenn Sie 1. bei Facebook angemeldet sind und 2. sich bei Bing einloggen.
Zweitens: Wird nichts "auf facebook verwiesen" sondern es werden nur die Meinungen ihrer Freunde bei der Evaluierung und Reihung der Suchergebnisse einbezogen. Wenn sie "24" Display" eingeben, und 2 ihrer Freunde auf Facebook haben irgendwann mal "Samsung" geliked, werden die Samsung Displays weiter oben in den Suchergebnissen angezeigt.
Eigentlich recht praktisch.

Wer das nicht will: Einfach nicht bei Facebook oder Bing anmelden, so einfach…

Ramsa Englischer Spezialsenf
11
18.5.2011, 23:32
bing. wer sucht der findet nicht.

klaus_pillepalle
10
18.5.2011, 14:30
Hallo Frau Sowieso

"Ihre Suchanfrage: "Viagra"
Ihr Mann, Peter Hanninger hat auch schon danach gesucht und sie sich gleich bei DocMorris bestellt."

Also wenn sie das durchsetzen, dann verlieren sie einen ihrer wenigen treuen Bing-Fans. Dann geb ich meine Daten lieber Google, als Facebook und MS zusammen... Spinnen jetzt eigentlich alle?? Wenn es wenigstens eine Alternative gäbe! Ich wäre gerne bereit 10€ im Monat (oder noch mehr?) auszugeben, wenn Facebook, Google,... ... ... ... ... dann nicht alles von mir aufzeichnen und auswerten würden! So macht das Internet keinen Spaß! :(

ChilliPalmer
00
18.5.2011, 14:54
Lycos und Altavista gibts immer noch, hab ich gehört…

Ministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
00
18.5.2011, 14:50

ich fürchte da musst du dich von facebook trennen, nicht von bing. oder du bringst deine frau dazu, bing nimmer zu verwenden ;-)

aber ich hoffe doch, dass bing sich an die privacy (ahem) settings von fb hält. du müsstest also schon blöd genug sein, deine viagra-einkäufe auf fb zu posten...

Ri-Naldo Ri-Naldini
00
19.5.2011, 08:22
Von Facebook sollte man sich eh trennen.

Dort hört der CIA mit. Das sind keine wirklichen Freunde.

http://www.doppelklicker.de/Julian_As... 704.0.html

Styx13
01
29.5.2011, 10:15

gut, dann müsste man sich dem Artikel zufolge auch logischerweise von Google und Yahoo trennen. und das Netz ohne Google wäre (für mich zumindest) schon ein extremer Rückschritt...

Man ist halt schon durch deren Services in einer Art Symbiose mit dem Konzern. :(

Klink
12
18.5.2011, 13:54

überall wird dieser Sozial Dreck integriert.

ChilliPalmer
00
18.5.2011, 12:22
Interessant wäre es jetzt noch gewesen,

wenn im Artikel erwähnt werden würde, wie diese "Social Search" in der Praxis aussieht.

Die Social Search äußert sich darin, dass bei Suchanfragen gecheckt wird, ob facebook Freunde likes oder ähnliches zu einem der Suchergebnisse gepostet haben. Diese Ergebnisse werden höher eingereiht, und eine Info wird angezeigt "Karl Schießmichtod likes this".
Ähnliche Sachen, wenn man zb nach Orten sucht. Bei der Eingabe von "Salzburg" kommt – neben alle möglichen schön aufbereiteten Infos über Salzburg "Hansi irgendwer, and 2 others live in the area".
Außerdem ist es möglich zb Bilder und ähnliches direkt über Bing auf Facebook zu sharen.

Das ist, was ich bis jetzt feststellen konnte…

Ministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
00
18.5.2011, 12:17
eh nett

aber wielange gibts bing search jetzt schon? in europa ist es immer noch nicht angekommen (da habens nur ein bing ettikett auf live search draufgepickt)

ChilliPalmer
01
18.5.2011, 14:21
Viel zu lange,

MS soll den Kopf aus dem Hintern holen (wie man so schön schön sagt) und auch außerhalb der USA die volle Version anbieten!
Denk mir jedes mal wieder wenn ich auf Bing.com bin, wie gut es da aussieht, und wie schlecht im VErgleich bei uns…

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