Jordanien zwischen Palästinenser-Problem und Araber-Frühling

Clashes zwischen Demonstranten und "lokaler Bevölkerung"

Amman/Kairo - Bei Gesprächen mit US-Präsident Barack Obama über den Friedensprozess und die arabischen Revolten konnte König Abdullah II. auf zunehmend labile Verhältnisse bei sich zu Hause verweisen. In Jordanien hat der diesjährige, von den Palästinensern sogenannte Tag der Nakba (Katastrophe), an dem der Staatsgründung Israels und der Flucht und Vertreibung vieler Palästinenser gedacht wird, seine Nachwehen in der Innenpolitik. Die propalästinensischen Demonstrationen von Sonntag gingen zu Wochenbeginn weiter - allerdings gegen die Regierung gerichtet.

Am Sonntag hatten sich etwa 800 palästinensische "Nakba"-Demonstranten in Karamah auf der jordanischen Seite des Jordantals versammelt; eine kleine Gruppe versuchte, über die Allenby (King Hussein)-Brücke ins Westjordanland vorzudringen, wurde jedoch - anders als in Syrien und Libanon - von jordanischen Sicherheitskräften daran gehindert.

Gleichzeitig kam es auch zu Clashes zwischen Demonstranten und "lokaler Bevölkerung", das heißt Angehörigen des dort ansässigen jordanischen ursprünglich beduinischen Adwan-Stammes: Zwischen den beiden Volksgruppen in Jordanien fließt böses Blut, der Hass auf die Palästinenser, die die Mehrheit der Bevölkerung bilden, wird größer und hat sich auch schon in Verbalattacken "echter" Jordanier auf die palästinensisch-stämmige Königin Rania entladen. Die Adwan, einer der Schlüssel-Stämme für das haschemitische Königtum, stellt mit Taher Odwan den Kommunikationsminister - der sich auf seiner Facebook-Seite bitter über die Regierung, der er selbst angehört, beschwert. Auch Journalisten wurden verprügelt. (guha)

Share if you care
23 Postings

Die große "arabische Freundschaft" ist nichts anderes als eine antisemitische Internationale. Auf was anderes als Hass auf Juden (und andere religiöse Minderheiten wie Kopten oder Bahai) kann sich das was alles unter "Araber" firmiert nicht einigen.

zeigt wie "beliebt" die Palaestinenser sind!

Also nirgendwo sind die Palaestinenser richtig integriert und akzeptiert: nicht in Jordanien, nicht in Aegypten, nicht in Syrien ... und natuerlich nicht in Israel! Das kann ja dann wohl nicht nur an den "anderen" liegen. Vielleicht will sich dieses Volk einfach nirgedwo integrieren? Oder liegt es daran dass es eigendlich kein "palaestinensisches Volk" gibt und dieses nur aus verschiedenen Beduinenstaemmen "erfunden" wurde? Ausser von Terror, Aufstaenden, Unruhen, Selbsmordatentaten hat man ja von den Palaestinensern eigendlich noch nicht viel gehoert, zumindest nichts positives!

zeigt, daß die Palästinenser nach Hause dürfen sollten

Rückkehrrecht dorthin, von wo sie durch ein rassistisches Regime vertrieben wurden

Menschenrecht endlich umsetzen !

kann sein, dass deine grossmutter aus mährisch-ostrau vertrieben wurde, beanspruchst du nun ein rückkehrrecht dorthin?

ach so, geht ja net. na dann vergess mas.

Das, was unter "Nakba" fällt, begann im September 1947.

Israel wurde erst 1948 gegründet ...

mehr hintergrundwissen, weniger polemik. würd ich mir für viele standardpostings wünschen

"dass es eigendlich kein "palaestinensisches Volk" gibt "

Die Bevölkerung Palästinas war ungeheuer Multikulti, die arabisch/"islamischen" d.h. sunnitischen Palästinenser (das was wir heute als solche wahrnehmen) waren stets in der Minderheit.
Und wo ist die Mehrheit geblieben?
Jüdische Palästinenser haben sich natürlich in Israel integriert.
Die zahlreichen christlichen und nichtarabischen Palästinenser wurden von den moslemischen Palästinensern verjagt, die nicht-sunnitischen Minderheiten wie Drusen, Nazarener und Dutzende anderer erlitten dasselbe Schicksal.

Spätestens mit der Hamas wurde aus der nationalen Bewegung eine religiöse. Das hat die Dinge nicht gerade vereinfacht.
Es fand ein bedauerlicher kultureller Kahlschlag statt, die Darstellung die diese "Palästinenser" von sich geben, entspri

Unfähigkeit in Reinkultur

60 Jahre Palästinenserproblem. Keine Besserung, nur Verschlechterung.

Wie lange hat Deutschland/ Österreich gebraucht ein Vielfaches an Flüchtlingen zu integrieren und zu Wohlstand zu führen?
5 Jahre? 10 Jahre?

Wirklich 5-10 Jahre? Sie kennen sich nicht wirklich aus, oder waren Sie schon einmal in der Nähe von sogenannten "Nationalbefreiten Zonen", die schon am Ortseingangsschild deutlich machen welche Gesinnungsgenossen dort z.T. wohnen?
Und Sie sind doch bestimmt ein Befürworter von Sarrazin, der ja so "schonungslos" mit gefälschten, eigenen "unseriösen" (von ihm selbst so benannt) Daten das Problem schon gefunden hat in den arabisch. Flüchtlingen/Ausländern oder eben auch Migranten...
Also erst informieren, dann seine eigene Meinung erstmal abstecken und dann sich nicht selbst in seiner Gesinnung verirren.

Wobei man dazusagen sollte das Jordanien den "Flüchtlingen" die Staatsbürgerschaft gewährt, was die anderen arabischen Staaten ablehnen.

Das "Flüchtlingsproblem" ist sowieso eine Face. Die "Geflüchteten" waren großteils Gastarbeiter und wurden von ihren Ländern aufgerufen Israel zu verlassen. Nachdem sie von Israel zurückgeschlagen wurden haben sie ihre eigenen Leute als Flüchlinge bezeichnet.

Außerdem haben die "Palästinenser" unglaubliche Sonderrechte. Keine andere Gruppe kann ihren Flüchtlingsstatus vererben oder wird so von Hilfsorganisationen verhätschelt.
Unterdrückt werden sie von den arabischen Staaten selbst.

Jordanien ist Palästina, nur will das irgendwie keiner einsehen.

Eine Kette von Versagen

Die Westbank haben sie den Jordaniern gestohlen. Als sie (wie jetzt in den Anfängen) drauf und dran waren, sich ganz Jordanien zu schnappen, warfen die Jordanier sie in einem blutigen Kampf aus dem Land.

Sie zogen in den Libanon um, wo sie ebenfalls eine so bedrohliche Macht wurden, dass sie auch da rausflogen.

Im Jahr 2000, Camp David, war Israel bereit, präzise das zu geben, was die Pal.heute fordern: Die Grenzen von 1967. Arafat verweigerte in letzter Sekunde die Unterschrift auf dem fertigen Vertrag und trat statt dessen die 2.Intifada los.

Israel trat als einseitigen Goodwill - Akt den Gaza-Streifen ab, das Ergebnis ist bekannt.
Erst da gewannen in Israel die Hardliner die Oberhand.

2000 und danach
nablus, das grab des joseph und die verlogenheit der plo

Das stimmt so nicht ganz.

Die Hardliner gewannen seit der Ermordung Rabins.

Und der Gaza-Streifen wurde erst später abgetreten als die Hamas schon alles in der Hand hatte.

Abgesehen davon - die Hardliner in Israel wurden GEWÄHLT. Insofern darf man die israelische Bevölkerung selbst nicht entschuldigen - die wollten die Konfrontation.

Kein Wunder das der Konflikt ewig weitergehen wird.

Die Hardliner waren eine Reaktion auf die Erkenntnis dass ein seeehr großzügiges Entgegenkommen der "Softliner" zu genau denselben Ergebnis führt wie JEDES andere Verhalten Israels. Nämlich Intifada

Welches größzügiges Angebot, jenes welches selbst die isr. Delegation ablehnen würde? Jenes Angebot welches schon in vielen Studien widerlegt wurde?
Oder jenes Angebot was immer noch bei wikipedia als so "großzügig" betitelt wird???

insofern darf man die palästinensische Bevölkerung nicht enschuldigen, als

sie der Hamas bei den letzten Wahlen eine absolute Mehrheit gaben. Die wollten die Konfrontation.

Drum sollte der Rest der Welt einmal die nächsten Wahlen abwarten, bevor er einen Palästinastaat anerkennt.

"Gaza-Streifen wurde erst später abgetreten als die Hamas schon alles in der Hand hatte"

bastle dir nicht die historie zusammen damit sie in dein weltbild passt:

sep 2005: israel zieht aus gaza ab
jan 2006: wahl in .p
jun 2007: gaza wird zu diktatur (anderst denkende sterben/fliehen)

Und nun auch mal von der anderen Seite das ganze Betrachten, Folter vor 2006 nach 2006 durch die sehr "nette" Dahlan-Gruppe. Danke für Ihr einseitiges Gewäsch...

Danke fuer die bestaetigung meiner argumentation.
Der vorposter argumentierte das die hamas schon vor 2005 in gaza das sagen hatte.
Dein punkt zeigt weiter wie unrecht er hatte.

Das beide, hamas und plo, boesmenschen sind glaub ich dir sehr wohl. Ob nun die sozial nationale plo oder die relig. fasch. hamas schlechter ist eigendlich egal, das problem der p. ist das sie keine relevanten 'linken' oder liberalen im politischen spektrum haben.

ja mein Lieber Deutschland und Österreich haben nicht durch Jahrhunderte unter ausplündernder Fremdherrschaft gelebt, und auch wenn denen die teutsche Tüchtigkeit fehlt, ist das noch lange kein Grund diese Leute zu vertreiben und auszurauben

@ johann steiner

Ja, ich finde auch das die Syrer die Palaestinenser nicht vertreiben sollten! Das war doch wirklich ein dummer Versuch die Palaestinenser an die Israelische Grenze zu karren und sie rueberzuscheuchen! Die Syrer sollten sie besser integrieren so wie ihr Nachbar dies schon seit 1948 getan hat! Israel hat den Israelischen Palaestinensern von Anfang an die Staatsbuergerschaft zugestanden. Sie sind im Israelischen Parlament vertreten, duerfen Waehlen, Regierunsposten bekleiden usw. Es stimmt dass da die Syrer versagt haben! Wetjordanland sollte ja eigendlich (wie der Name schon sagt) zu Jordanien gehoeren - warum wollen die eigendlich nicht????

"unter ausplündernder Fremdherrschaft gelebt"

Kannst das präzisieren?

"diese Leute zu vertreiben und auszurauben"
Kannst auch das etwas belegen?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.