Grabbeigabe

Archäologen entdecken 3.400 Jahre altes Herrscher-Schwert

17. Mai 2011, 17:29

Bronzewaffe stammt aus dem Umfeld des Fundortes der Himmelsscheibe von Nebra

Halle - Bei Grabungen an der künftigen ICE-Strecke Erfurt-Halle-Leipzig in Deutschland ist Archäologen ein Glücksfund gelungen: Die Historiker entdeckten ein 3.400 Jahre altes Bronzeschwert aus dem Umfeld des Fundortes der Himmelsscheibe von Nebra. Die etwa 35 Zentimeter lange Waffe wurde am Dienstag im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle präsentiert. Der Fund soll voraussichtlich ab dem kommenden Jahr in der Dauerausstellung des Museums zu sehen sein.

"Das Bronzeschwert lag als Beigabe im Grab eines regionalen Herrschers der mittleren Bronzezeit", sagte Landesarchäologe Harald Meller. Die Archäologen hatten über das bereits 2009 in Oechlitz (Saalekreis) gefundene Bronzeschwert bisher nicht berichtet. Bei den Grabungen wurde auch ein etwa 400 Meter langer prähistorischer Weg mit zwei Fahrspuren aus der Bronzezeit entdeckt.

Herrscher kontrollierte Verkehrswege

"Die Funde sind ein Glücksfall, weil wir dadurch die Menschen der Himmelsscheibe besser verstehen", sagte Meller. "Diese Herrscher kontrollierten offenbar die Verkehrswege und damit auch die Warenströme durch das mitteldeutsche Gebiet." Aber nach dem Bedeutungsverlust der Scheibe vor 3.600 Jahren sei die Macht der Herrscher vermutlich zurückgedrängt worden, was anhand der nicht mehr so prunkvollen Grabbeigaben erkennbar sei, sagte Meller.

Entlang der 64 Kilometer langen ICE-Strecke durch den Süden Sachsen-Anhalts wurden zwischen 1994 und 2010 insgesamt mehr als 400.000 Funde aus über 1.000 Gräbern und früheren Siedlungen geborgen. Die ältesten Funde sind 7.300 Jahre alte Keramikscherben aus der Jungsteinzeit. (APA)


Link
17 Jahre Ausgrabungen an der ICE-Neubaustrecke Erfurt - Leipzig/Halle (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 41
1 2
das jüngste Gerücht
00
18.5.2011, 17:41

Endlich hat man Excalibur wieder gefunden....War ja auch höchste Zeit....

Nick Tameer
02
18.5.2011, 19:58

Die, denen es zu klein ist, dürfen es Excaliburli nennen.

das ding das aus dem nichts kam
00
18.5.2011, 20:15

Jene, denen das Ding zu klein erscheinen möge, sind offensichtlich keine "burlis", sondern Burschis...ein Schmisserl kann man auch mit einem Skalpellerl kreieren...soferne man genügend Salz zur Vefügung hat, um diverse Gesichtsteile von der Heilung abzuhalten...

das ding das aus dem nichts kam
00
18.5.2011, 20:04

Find ich nett....entbehrt nicht einer gewissen Anerkennung...Steht aber in keinem Buche, wie gross dieser Dolch wirklich war....

Sol´kanar -The Swamp King
00
18.5.2011, 10:22
35cm gesamtlänge?

eher mehr brieföffner als schwert.

opryde
02
18.5.2011, 16:40
die leut' waren damals ja noch nicht so groß ;)

Parteimitglied
00
18.5.2011, 14:45

Wenn du Knauf, Heft und Parier noch abrechnest, dann wird eine Klingenlänge von max. 20 cm übrigbleiben.

Aber das ist bei allen Bronzewaffen und -werkzeugen so, die waren ausserordentlich klein. Das Metall war eben noch sehr selten und teuer.

Überhaupt waren Schwerter damals wenig im Einsatz, sie waren eher Macht- und Kultsymbole.

Gekämpft wurde mit Lanzen, Beilen, Schleudern, Pfeil und Bogen, Speeren.

Erst bei den Römern gewannen Schwerter aus Eisen eine grössere Bedeutung.

Nick Tameer
00
18.5.2011, 19:55

Und deren Klinge war in ihrer besten Zeit auch nur ca. 50 cm lang.

zensur passiert
01
18.5.2011, 10:44
stich dirs mal in den bauch

und sag uns dann, ob's immer noch zu kurz ist

Sol´kanar -The Swamp King
00
18.5.2011, 15:26
auch ein Birieföffner in der niere tut weh,

dewegen isses aber noch kein Bihänder.

vielleicht lest nochamal mein posting, dann wird dir sicher auch klar, dass ich nichts über das schmerzempfinden bei stichwunden geschrieben habe.

bei einer 20cm Klinge tu ich mir einfach schwer, soetwas als schwert zu akzeptieren, auch wenns nur ein prunkstück war.

das jüngste Gerücht
00
18.5.2011, 17:34

Auch umgebaute Kugelschreiber bezeichnet man zuweilen als Schusswaffen...

zensur passiert
00
18.5.2011, 16:31
sicher kurz aus heutiger sicht,

parteimitglied (weiter oben) will ich hier nicht wiederholen, weiters geb ich zu bedenken, die menschen waren damals auch so 15 bis 20 cm kürzer, damit wirkt auch ein 20cm schwert gleich ein bisserl länger.
weiters glaube ich nicht, dass die damalige bronze mit heutiger in Bezug auf Festigkeit und Reinheit vergleichbar war, Kupfer ist nun mal weich, jaja, die Legierung macht es härter, trotzdem, ein verbogenes Schwert macht noch allemal kein gutes Krummschwert, vielleicht auch ein Grund für die Kürze.

Sol´kanar -The Swamp King
00
18.5.2011, 19:29
es ließ mir keine Ruhe

laut Wiki (ich weiss, das ist keine wissenschaftliche Seite und liegt soundso immer falsch)

Blankwaffenwaffenabgrenzung

Dolche sind wie die Schwerter meist zweischneidig, teilweise auch von quadratischem oder dreieckigem Klingenquerschnitt und meist nicht zum Schlag geeignet. Für gewöhnlich sieht man zweischneidige Waffen bis 40 cm Klingenlänge als Dolche an, längere als Kurzschwerter. Attentäter verwendeten Dolche aufgrund ihrer geringen Größe vor allem im Mittelalter oftmals als Waffe.

zensur passiert
00
19.5.2011, 06:35
Brieföffner,

wie lang - oder besser kurz - die wohl vor 3500 Jahren waren?

Sol´kanar -The Swamp King
00
19.5.2011, 06:43
wobei: jetzt wo ichs mir nochmal durchlese

sind dolche ja nicht zum schlagen (hieben) geeignet. wenn dieses schwert relativ breit ist (und massig ist es ja auch) wäre es immerhin zum schlagen geeignet und somit per definition kein dolch mehr.

eine äußerst verfahrene situation, welche mir noch viele nächte den schlaf rauben wird!

Nick Tameer
00
18.5.2011, 19:57

Das Verbergen im Gewande zwingt zu Kompromissen.

Nick Tameer
00
17.5.2011, 22:15

Hat es Kult- bzw. Knutstatus? Und wie wollen wir es denn nennen?

Hier fürs Erste eine Liste beliebter Schwerternamen:

http://ghoultunnel.blogg.de/eintrag.php?id=78

Aber der Phantasie bzw. Fantasy sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

Fritz Wunderlich
00
18.5.2011, 10:58

fällt nicht unbedingt unter germanische schwertnamen
keltisch wäre möglicherweise gefragt

Nick Tameer
00
20.5.2011, 20:57

Aber hat ein anscheinend so urgemanischer Name wie "Balmung" am Ende gar keltische Wurzeln nebst gewissen Verbindungen zu Dublin bzw. Baile Átha Cliath und andererseits zu gewissen österreischischen Ortsnamen? Falls sie etymologische Spekulationen lieben, voilà (S.161):

http://books.google.de/books?id=... ch&f=false

Fritz Wunderlich
00
23.5.2011, 19:49

heftige kost
aber ergebnisoffen
:-))

Fritz Wunderlich
00
22.5.2011, 19:11

zwei punkte
die kelten kämpften mit langschwertern
heldensagen kommen aus dem germanischen

Fritz Wunderlich
00
23.5.2011, 19:21

corr.
bei den heldensagen
es gibt auch keltische, die sind aber weit weniger bekannt

außer man rechnet die artussage dazu

Fritz Wunderlich
00
24.5.2011, 09:20

wobei schwertnamen mir unbekannt sind

Fritz Wunderlich
00
24.5.2011, 10:36

was falsch ist - excalibur
etwas vertrackt

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 41
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.